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Josef Dohr

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Josef Dohr (* 20. Juli 1904 in Düsseldorf; † 3. Juli 1972 in Trier) war ein deutscher Politiker (FDP) und Mediziner.

Leben

Dohr besuchte die Volksschule und legte 1923 das Abitur am humanistischen Hohenzollern-Gymnasium in Düsseldorf ab. Danach studierte er Medizin in Freiburg, Kiel und Bonn, legte 1928 sein Staatsexamen ab und wurde 1929 zum Dr. med. promoviert. Bis 1933 machte er eine Facharztausbildung in Bonn, Krefeld und Köln und ließ sich 1933 als Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten in Trier nieder. Er war leitender Arzt dieser Abteilung im Marienkrankenhaus in Trier. 1947 wurde er Gesellschafter des Strom-Verlags, Bad Kreuznach. Nach Kriegsende folgten führende Tätigkeiten in den ärztlichen Berufsorganisationen.

Politik

1928 wurde er Mitglied der DDP, später der Deutschen Staatspartei. Am 25. Mai 1939 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde zum 1. Oktober desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.219.250).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/6620638.</ref> Er beteiligte sich 1946 mit Wilhelm Rautenstrauch an der Gründung der Liberalen Partei Rheinland-Pfalz, des späteren FDP-Landesverbandes, und war von 1947 bis 1951 deren Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz. Von 1. November 1956, als er für Erich Wilhelm Sartor nachrückte, bis 1959 gehörte er dem Rheinland-Pfälzischen Landtag an. Der Landtag wählte ihn bereits vorher zum Mitglied der ersten und zweiten Bundesversammlung, die 1949 und 1954 jeweils Theodor Heuss zum Bundespräsidenten wählte.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783000207037 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref> 1955/1956 gehörte er dem FDP-Bundesvorstand an.

Dohr erhielt den Titel als Sanitätsrat sowie das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1954).<ref>Josef Dohr in der Rheinland-Pfälzischen PersonendatenbankVorlage:Abrufdatum </ref>

Dohrs Bruder Heinz war in den 1950er Jahren FDP-Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen.

Literatur

  • Der Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Die Stellvertreter des freien Volkes. Die Abgeordneten der Beratenden Landesversammlung und des Landtags Rheinland-Pfalz von 1946 bis 2015. Springer VS, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-04750-4, S. 151–152.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Wilhelm Rautenstrauch (1947) | Ellen Thress (1947) | Ellen Thress, Josef Dohr, Otto Frank, Alfred Steger (1947–1948) | Josef Dohr (1948–1951) | Anton Eberhard (1951–1953) | Wilhelm Nowack (1953–1958) | Fritz Glahn (1958–1966) | Hermann Eicher (1966–1972) | Kurt Jung (1972–1974) | Hans-Otto Scholl (1974–1981) | Hans-Günther Heinz (1981–1983) | Rainer Brüderle (1983–2011) | Volker Wissing (2011–2024) | Daniela Schmitt (seit 2025)

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