Josef Lorenzl
Josef Lorenzl (* 1. September 1892 in Wien; † 15. August 1950 ebenda) war ein österreichischer Bildhauer und Keramiker des Art déco. Er war ein Zeitgenosse von Ferdinand Preiss (1882–1943) und Demétre Chiparus (1886–1947).
Leben
Über Lorenzls frühe Jahre ist wenig bekannt.
Er begann seine berufliche Laufbahn als Bildgießer im Wiener Arsenal.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( des Vorlage:Referrer vom 8. Dezember 2012 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot In: worldcollectorsnet.com vom 2. Oktober 2012.</ref> Bekanntheit erlangte er mit seinen chryselephantinen Skulpturen aus Bronze und Elfenbein, für die er stark weibliche Formen bevorzugte. Seine Statuetten zeigen oft grazile Tänzerinnen mit langen Beinen und geschlossenen Augen, die er mit „Enzl“ oder „Lor“ signierte. Gelegentlich erscheint der Name „Crejo“ auf seinen Stücken. Der Maler Crejo war mit Lorenzl befreundet und bemalte einige seiner Arbeiten. Lorenzl formgestaltete auch Keramiken für Friedrich Goldscheider in einem Studio auf dessen Firmengelände. Er arbeitete ebenso für die Porzellanmanufakturen Hertwig & Co. und Keramos.
Lorenzls Arbeiten erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden auch exportiert; er war einer der gefragtesten Künstler des Art déco. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt die Skulptur Gefangener Vogel der Tänzerin Niddy Impekoven aus den 1920er Jahren.<ref>Josef Lorenzl (österreichisch, 1892 - 1950) Titel: Gefangener Vogel - Niddy Impekoven, um 1922. In: artnet</ref><ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Today</ref>
Nach Lorenzls Tod zerstörte seine Frau Anna (Njura) Lorenzl eine große Anzahl seiner Figuren.<ref>Robert E. Dechant, Filipp Goldscheider: Goldscheider. Firmengeschichte und Werkverzeichnis. Historismus, Jugendstil, Art Déco, 1950er Jahre. Arnold, Stuttgart 2007. ISBN 978-3-89790-216-9, 640 S.</ref>
Werke (Auszug)
- Denkmalentwurf für ein Kriegerdenkmal, nach 1918, Lindenholz beschnitzt, Fichtenholz schwarz lackiert, 45 × 31,5 × 55 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien
Einzelnachweise
<references />
Literatur
- Ilse Krumpöck: Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum, Wien 2004, S. 112.
- Judith Miller: Miller's Antiques Handbook & Price Guide 2016-2017. Hachette UK, 2015. ISBN 1-78472-183-2. S. 594.
- Judith Miller: Miller's Field Guide. Art Deco. Hachette UK, 2014. ISBN 1-78472-014-3. S. 80–81, 120–122, 146–147, 159.
- Victor Arwas: Art deco sculpture. Academy Editions, 1992. S. 133, 137, 240.
- Malcolm Haslam: Art deco. Collector’s style guide. Ballantine Books, 1988, ISBN 0-34534-742-0, S. 42.
- Alberto Shayo: Statuettes art deco period. Antique Collectors Club Art Books, 2016. ISBN 1-85149-824-9. S. 32, 33, 168.
- Robert E. Dechant, Filipp Goldscheider: Goldscheider. Firmengeschichte und Werkverzeichnis. Historismus, Jugendstil, Art Déco, 1950er Jahre. Arnoldsche, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-89790-216-9. S. 580 ff.
Weblinks
- Josef Lorenzl (Austrian, 1892 ~ 1950). In: Hickmet Fine Arts, mit Bildern von Werken Josef Lorenzls (englisch)
- Josef Lorenzl (Austrian, 1892–1950). In: artnet, mit Bildern von Werken Josef Lorenzls
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lorenzl, Josef |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Bildhauer und Keramiker des Art déco |
| GEBURTSDATUM | 1. September 1892 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 15. August 1950 |
| STERBEORT | Wien |
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