Zum Inhalt springen

Joseph Alexandre de Ségur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Vicomte de Ségur.png
Joseph Alexandre Vicomte de Ségur

Joseph Alexandre de Ségur (* 14. April 1756 in Paris; † 27. Juli 1805 in Bagnères-de-Bigorre) war ein französischer Feldmarschall, Dichter und Theaterschriftsteller.

Leben

De Ségur war einer der Grafen von Ségur aus der Linie des Henri François, comte de Ségur (1689–1751). Er war der zweitgeborene Sohn des Marschalls von Frankreich Philippe-Henri de Ségur, Marquis von S.-Ponchat (1724–1801)<ref>Ségur altfranz. Adelsfamilie 1) Philippe Henri, Marquis von S.-Ponchat. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 14, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 822.</ref> und dessen Frau Louis Anne Madeleine (Geborene de Vernon de Beauval), sowie ein jüngerer Bruder des Louis-Philippe de Ségur, Graf von S. d’Aguesseau (1753–1830)<ref>Ségur altfranz. Adelsfamilie 2) Louis Philippe, Graf von S. d'Aguesseau. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 14, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 822.</ref> und ein Onkel von Octave de Ségur (1779–1818) und Philippe-Paul de Ségur (1780–1873).<ref>Ségur altfranz. Adelsfamilie 4) Philippe Paul, Graf von. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 14, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 822.</ref>

Wie all seine männlichen Verwandten schlug auch er zunächst eine militärische Laufbahn ein. Während der Französischen Revolution wurde er am 3. März 1885 Oberst des Dragonerregiments der Chasseur-Hennegau (Hennegau-Jäger) das nach seinem Namen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. benannt wurde, und 1788 Maréchal de camp.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Er geriet in Gefangenschaft und war für längere Zeit eingekerkert. Nach seiner Freilassung beendete er nach gut 20 Jahren seinen Militärdienst und widmete sich seiner eigentlichen Leidenschaft, der Poesie und der Literatur. Er veröffentlichte mehrere Lustspiele, Libretti, Lieder, Opern und Erzählungen. Viele seiner Bühnenstücke wurden in den Pariser Theatern Feydeau, Louvois, Vaudeville oder dem Théâtre de l’Opéra comique national aufgeführt.

De Ségur war Testamentsvollstrecker des Barons Pierre Victor de Besenval de Brunstatt (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.), dessen Memoiren er noch im Mai 1805 kurz vor seinem eigenen Tod herausgab.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Es heißt, dass der Baron der biologische Vater de Ségurs war. So hielt Gouverneur Morris in seinem Tagebuch für den 27. März 1789 fest:

Skriptfehler: Ein solches Modul „Text“ ist nicht vorhanden.

„Ich ging dann zum Haus des Barons de Besenval. Die Gesellschaft war groß, und da war auch der Viscount de Ségur, der angeblich der Sohn des Barons war. Man muss zugeben, dass er es tatsächlich ist, wenn man ihre körperliche Ähnlichkeit und ihre gegenseitige Zuneigung als Beweis annimmt. Dieser junge Mann ist der Lovelace seiner Zeit und ein ebenso bemerkenswerter Verführer wie sein Vater. An Intelligenz mangelt es ihm nicht.“<ref>Journal de Gouverneur Morris, ministre plénipotentiaire des États-Unis en France de 1792 à 1794, pendant les années 1789, 1790, 1791 et 1792. Volltext [Wikisource]).</ref>

Familie

Mit der Tänzerin Louise-Julie Careau (8. Januar 1756 – 5. Mai 1805, verheiratet mit François-Joseph Talma), hatte er einen unehelichen Sohn

  • Alexandre Philippe (oder Alexandre-Felix) de Ségur (1781 – 10. Februar 1803)

1792 begann er eine Liaison mit Reine Claude Chartraire de Bourbonne (1764–1812), mit der er einen weiteren unehelichen Sohn hatte

  • Alexandre Joseph de Ségur (21. Januar 1793 – 28. April 1864) ⚭ Caroline (geborene Mathieu de Mauvières † 1855)
    • Marie-Renée Claude de Ségur (12. Februar 1824 – 1. November 1903) ⚭ Auguste de Gramont, duc de Lesparre (1. Juli 1820 – 4. September 1877)

Schriften (Auswahl)

  • Correspondance secrète de Ninon de l’Enclos Paris 1790.
  • La femme jalouse Paris 1791 (Roman)
  • Le retour du Mari, comédie en un acte. In: Chefs-d’oeuvre dramatiques de Demoustier, Carbon-Flins, et De Ségur. J. Didot, Paris 1824, S. 309–364 (Textarchiv – Internet ArchiveSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden., Dramatische Meisterwerke von Charles-Albert Demoustier, Claude-Marie-Louis-Emmanuel Carbon de Flins des Oliviers und Alexandre-Joseph-Pierre Ségur)
  • Le cabriolet jaune : opera bouffon en un acte en prose Huet, Legras et Cordier, Paris 1800 archive.orgSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden., Uraufführung im Théâtre de l’Opéra comique national in Paris.
  • Les femmes, leur condition et leur influence dans l’ordre social etc. 3 Bände, Paris 1803 (archive.orgSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden., archive.orgSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden., archive.orgSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.).
  • Roméo et Juliette : opéra en trois actes Fages, Paris 1809 (französisch, archive.orgSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Daniel Steibelt Musik, Partitur, archive.orgSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.).

Literatur

Weblinks

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung

Vorlage:Wikidata-Registrierung