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Kaliumdicyanidoaurat(I)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Kaliumion Dicyanoauration
Allgemeines
Name Kaliumdicyanidoaurat(I)
Andere Namen
  • Goldkaliumcyanid
  • Kaliumcyanoaurat(I)
  • Kaliumgoldcyanid
Summenformel K[Au(CN)2]
Kurzbeschreibung

farbloser, geruchloser Feststoff<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 237-748-4
ECHA-InfoCard 100.034.303
PubChem 159710
ChemSpider 140427
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 288,10 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte

3,45 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Löslichkeit

löslich in Wasser<ref name="Alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.759">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 290​‐​300​‐​330​‐​315​‐​317​‐​318​‐​410
EUH: 032
P: 273​‐​280​‐​301+310+330​‐​303+361+353​‐​304+340+310​‐​305+351+338+310<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Kaliumdicyanidoaurat(I), K[Au(CN)2], ist ein Kalium-Salz des komplexen Dicyanidoaurat(I)-Anions [Au(CN)2]. Der Goldgehalt des Salzes liegt bei ungefähr 68,2 %. Der Komplex ist 100-fach stabiler als gelbes Blutlaugensalz.

<math>\mathrm{Au^{+} + 2\ CN^- \rightleftharpoons [Au(CN)_2]^{-}} \quad\quad K_A = \mathrm{\frac{[[Au(CN)_2]^{-}]}{[Au^+] \cdot [CN^-]^2}} = 1,0E+37</math>

Durch diese Komplexierung sinkt die Goldionen-Konzentration in Wasser derart extrem, dass dadurch das Normalpotential von Gold (+1,69 Volt) auf das Potential eines unedlen Metalls (+0,20 Volt) reduziert wird.<ref>chemieunterricht.de: Anwendungen der Komplexierung, siehe auch Nernst-Gleichung</ref> Daher gelingt bei der Cyanid-Laugerei die Oxidation von elementarem Gold mit Luftsauerstoff.

Cyanid-Laugerei

Bei der Goldgewinnung (Cyanid-Laugerei) bilden sich Lösungen von Kaliumdicyanidoaurat(I):

<math>\mathrm{4 \ Au \ + \ 8 \ KCN \ + \ O_2 \ + \ 2 \ H_2O \ \longrightarrow}</math> <math>\mathrm{\ 4 \ K[Au(CN)_2] \ + \ 4 \ KOH}</math>

Zur Isolierung des Goldes in Elementarform wird anschließend dieser Komplex mit Zink (Zn) reduziert:

<math>\mathrm{2 \ K[Au(CN)_2] \ + \ Zn \ \longrightarrow}</math> <math>\mathrm{ \ K_2[Zn(CN)_4] \ + \ 2 \ Au}</math>

Verwendung

Die Verbindung wird in der Galvanotechnik zum Vergolden leitfähiger Materialien benutzt. Bei der Elektrolyse werden diese als Minus-Pol geschaltet. In diesem Kathoden-Bereich werden die [Au(CN)2]-Anionen zu einer dünnen Goldschicht reduziert.<ref>A. G. Gray, H. W. Dettner: Neuzeitliche galvanische Metallabscheidung, Carl Hanser, München. (Buchbesprechung: doi:10.1002/bbpc.19590630528).</ref>

Einzelnachweise

<references />