Kaliumthiocyanat
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Kaliumion Thiocyanation | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Kaliumthiocyanat | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | KSCN | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
zerfließliche, hygroskopische Kristalle<ref>Eintrag zu Kaliumthiocyanat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 97,18 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Dichte |
1,89 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
175 °C <ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
Zersetzung: 500 °C<ref name="GESTIS" /> | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
< 1 hPa (20 °C)<ref name="merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Thermodynamische Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| ΔHf0 |
−200,2 kJ/mol<ref name="CRC90_5_20">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-20.</ref> | ||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Kaliumthiocyanat (KSCN, auch: Kaliumrhodanid) ist ein Salz der Thiocyansäure (Rhodanwasserstoffsäure).
Eigenschaften
Kaliumthiocyanat besteht bei Raumtemperatur aus Kristallen, die an der Luft langsam zerfließen. Es löst sich sehr gut in Wasser, wobei die Lösung stark abkühlt. Die Schmelztemperatur beträgt etwa 175 °C. Die Kristalle sind in Ethanol und Aceton gut löslich.
Herstellung
Die Herstellung von Kaliumthiocyanat kann durch Zusammenschmelzen von Kaliumcyanid und Schwefel oder aus Kalilauge und Ammoniumthiocyanat erfolgen. Letzteres erhält man aus Schwefelkohlenstoff und Ammoniak unter Druck und erhöhter Temperatur:
- <math>\mathrm{CS_2 + 2 \ NH_3 \longrightarrow NH_4SCN + H_2S}</math>
Verwendung
Kaliumthiocyanat dient als Nachweismittel für in wässrigen Lösungen vorliegende Fe3+-Ionen. Die Nachweisreaktion beruht auf der Bildung von Eisen(III)-thiocyanat, Fe(SCN)3, das in wässriger Lösung blutrot ist:
- <math>\mathrm{Fe^{3+} + 3 \ SCN^- + 3 \ H_2O \longrightarrow [Fe(SCN)_3(H_2O)_3]}</math><ref name="HoWi2007">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1.</ref>
- Eisen(III)-Ionen und Thiocyanat-Ionen reagieren in einem wässrigen Milieu zum blutroten Eisen(III)-komplex.
Kaliumthiocyanat kann auch als Nachweisreagenz für Kupfer(II)-ionen dienen. Dazu werden Kupfer(II)-ionen mit Natriumsulfitlösung zu Kupfer(I)-ionen reduziert, die mit Thiocyanat einen farblosen Niederschlag bilden:
- <math>\mathrm{2 \ Cu^{2+} + \ SO_3^{2-} + 3 \ H_2O \longrightarrow SO_4^{2-} + 2 \ H_3O^+ \ + 2 \ Cu^+ }</math>
- <math>\mathrm{Cu^+ + \ SCN^- \longrightarrow CuSCN_{(s)}}</math>
- Das Kupfer(I)-thiocyanat ist als farbloser Niederschlag erkennbar
Ebenso lassen sich Cobalt(II)-ionen mit Kaliumthiocyanat nachweisen. Hierbei entsteht in Wasser rotviolettes Cobalt(II)-thiocyanat, das bei Zugabe von Alkoholen oder Aceton blau wird.<ref>Heinrich Remy: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. Band II, Akademische Verlagsgesellschaft Geest & Portig, Leipzig 1961, S. 356.</ref>
- <math>\mathrm{Co^{2+} + 2\ SCN^- \longrightarrow Co(SCN)_2}</math>
Des Weiteren lässt sich der Chloridgehalt einer salpetersauren Lösung mit einer Kaliumthiocyanat-Maßlösung in der Methode nach Volhard bestimmen. Dabei handelt es sich um eine Rücktitration. Im ersten Schritt werden die Chloridionen mit einem definierten Überschuss an Silbernitrat als Silberchlorid ausgefällt. Im zweiten Schritt werden dann die überschüssigen Silberionen gegen Kaliumthiocyanat titriert. Als Indikator werden Fe3+-Ionen verwendet:<ref>Reinhard Matissek, Gabriele Steiner, Markus Fischer: Lebensmittelanalytik. 5. Auflage. Springer Spektrum, Berlin / Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-34828-0, S. 434 ff.</ref>
<math>\mathrm{Cl^{-} + Ag^+ \longrightarrow AgCl \downarrow}</math>
<math>\mathrm{Ag^{+} + SCN^- \longrightarrow AgSCN \downarrow}</math>
<math>\mathrm{Fe^{3+} + 3\ SCN^- \longrightarrow Fe(SCN)_3}</math>
Das Eisen(III)-thiocyanat bildet in wässriger Lösung oktaedrische Komplexe, die die Lösung tiefrot färben.<ref name="HoWi2007" />
Weitere Anwendungszwecke sind die Herstellung von Kältemischungen, Schädlingsbekämpfungsmitteln, Kunststoffen und Metallbeizen. Außerdem dient es in der Analogfotografie zum Tönen von Bildern.
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
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- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Verschlucken
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Hautkontakt
- Gesundheitsschädlicher Stoff bei Einatmen
- Ätzender Stoff
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Wikipedia:Beobachtung/Vorlage:Holleman-Wiberg/Startseite fehlt
- Kaliumverbindung
- Thiocyanat