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Kanaltunnel Rendsburg

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Kanaltunnel / Straßentunnel Rendsburg
Kanaltunnel / Straßentunnel Rendsburg
Kanaltunnel / Straßentunnel Rendsburg
1962
Nutzung Straßentunnel
Verkehrsverbindung Bundesstraßen 77 und 202
Ort Nord-Ostsee-Kanal
Länge 640 m
Anzahl der Röhren 2
Fahrstreifen 2 pro Röhre
Breite Fahrbahnbreite: 6,80 m
Höhe lichte Höhe: 4,27 m
max. Steigung/Gefälle 4 %
tiefster Punkt 20,15 m unter NHN <ref>https://www.wsa-nord-ostsee-kanal.wsv.de/Webs/WSA/WSA-Nord-Ostsee-Kanal/DE/1_Wasserstrasse/2_Tunnel-Bruecken-Faehren/1_Tunnel/Tunnel_node.html</ref>
Höchstgeschwindigkeit 70 km/h
Fahrzeuge pro Tag 35.000
Bau
Baubeginn 23. November 1957
Betrieb
Betreiber Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH)
Freigabe 25. Juli 1961
Lagekarte
Koordinaten
Nordportal 54° 17′ 31,1″ N, 9° 39′ 19,1″ O
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Südportal 54° 17′ 10,7″ N, 9° 39′ 24,6″ O
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Datei:Stamps of Germany (BRD) 1970, MiNr 628.jpg
Deutsche Briefmarke von 1970 anlässlich 75 Jahre Nord-Ostsee-Kanal. Abgebildet ist der Kanaltunnel Rendsburg mit einem Passagierschiff.

Der Straßentunnel Rendsburg (seit 2023 vom neuen Betreiber oft als Kanaltunnel Rendsburg bezeichnet) ist ein 640 Meter langer vierstreifiger Unterwassertunnel mit zwei Röhren unter dem Nord-Ostsee-Kanal. Der Straßentunnel liegt 600 m westlich des Fußgängertunnels. Der Straßentunnel verbindet die Bundesstraße 77 von Rendsburg im Norden nach Westerrönfeld im Süden des Kanals.

Geschichte

Bau

Die Bauarbeiten am Straßentunnel Rendsburg begannen am 23. November 1957. Der Tunnel ersetzte die zweite der Rendsburger Drehbrücken und wurde am 25. Juli 1961 eingeweiht. Die Drehbrücke über den Kanal wurde mit Tunneleröffnung stillgelegt.

In der Tunnelmitte liegen die Fahrbahnen 20 m unter dem Wasserspiegel. Das Tunnelmittelstück mit einer Länge von 140 m entstand liegend in einer Baugrube südlich des Kanals. Diese Baugrube wird heute als Freibad der Gemeinde Westerrönfeld genutzt. Es mussten ganze Häuser für den Bau verschoben werden.<ref>Martin Westphal: 825 Jahre Rendsburg: Am Kanal wurden ganze Häuser verschoben. In: SHZ. 6. März 2024, abgerufen am 7. März 2024.</ref>

Am 17. März 1959 wurde das Mittelstück schwimmend in Position gebracht und in die in den Kanalgrund gebaggerte Rinne abgesenkt. Während der Arbeiten wurde der Kanal 70 Stunden für den Schiffsverkehr gesperrt und am 20. März um 3 Uhr wieder freigegeben.

Als weiterer Ersatz für die Drehbrücke wurde 550 m östlich des Straßentunnels zwischen 1962 und 1965 der Fußgängertunnel Rendsburg gebaut.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 31. Mai 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wsa-kiel.wsv.de</ref>

Sanierung

Datei:Kanaltunnel, Rendsburg (LRM 20200411 121132).jpg
Nördliches Tunnelportal nach Abschluss der Sanierung

Die Sanierung des Tunnels begann im Sommer 2011. Die Oströhre war ab Sommer 2012 gesperrt. Nach ersten Plänen sollten die Arbeiten an beiden Röhren Ende 2013 abgeschlossen sein und 25 Millionen Euro kosten. 2016 rechnete die Kanalbehörde mit 64 Mio. Euro.<ref>Frank Höfer: Rendsburg: Kanaltunnel-Sanierung: Bundesregierung dementiert „Stillstand“. In: shz.de. 3. August 2016, abgerufen am 6. Februar 2018.</ref> Wegen Schwierigkeiten bei der Verkabelung der Betriebs- und Anlagentechnik wurde die Oströhre erst am 1. Oktober 2016 freigegeben.

Die Sanierung der Weströhre begann Ende Januar 2017.<ref>Baubeginn in der Weströhre des Rendsburger Kanaltunnels – Modernisierung Kanaltunnel Rendsburg In: kanaltunnel-rd.de, 4. Januar 2017, abgerufen am 6. Februar 2018.</ref> Die gesamte Tunnelsanierung sollte Ende 2020 rechtzeitig zu Beginn der Bauarbeiten zum Ersatz der Rader Hochbrücke abgeschlossen sein.<ref>https://www.kanaltunnel-rd.de/aktuelles/detail/grundinstandsetzung-geht-in-die-letzte-phase-arbeiten-in-der-westroehre-beginnen/</ref> Dieser Termin konnte nicht gehalten werden, die vollständige Inbetriebnahme des Tunnels fand am 1. Mai 2021 statt. Die Sanierungskosten betrugen rund 90 Mio. Euro.<ref>Benjamin Klare: WSV gibt Kanaltunnel frei. In: Täglicher Hafenbericht vom 4. Mai 2021, S. 8.</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 54° 17′ 21″ N, 9° 39′ 22″ O

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