Kaplöwenzahn
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| Kaplöwenzahn | ||||||||||||
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| Datei:Arctotheca calendula 1.JPG
Kaplöwenzahn (Arctotheca calendula) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Arctotheca calendula | ||||||||||||
| (L.) Levyns |
Der Kaplöwenzahn (Arctotheca calendula), auch Ringelblumen-Arctotheca genannt<ref name="Schönfelder2008" />, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Arctotheca innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).<ref name="JepsonManual1993" /><ref name="Jepson_eFlora2012" /> Sie kommt im südlichen Afrika vor<ref name="RedListSA" /> und ist in vielen Gebieten der Welt ein Neophyt.<ref name="GRIN" />
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Kaplöwenzahn ist eine einjährige,<ref name="PlantZAfrica" /><ref name="Webb1976" /> krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimetern.<ref name="Webb1976" /> Es werden kriechende Ausläufer gebildet.
Die in einer grundständigen Rosette und am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 25 sowie einer Breite von 2 bis 5 Zentimetern die obersten fast einfach und verkehrt-eiförmig; die unteren fiederlappig bis leierförmig fiederspaltig. Die Blattoberseite in fein spinnwebartig behaart und die -unterseite ist dicht weiß filzig oder wollig behaart.<ref name="Webb1976" /><ref name="JepsonManual1993" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit liegt in Südafrika im Winter, Frühling bis Frühsommer und reicht von Juli bis November.<ref name="PlantZAfrica" /> In Südeuropa ist die Blütezeit aber März bis Juni.<ref name="Schönfelder2008" /> Die Blütenkörbe befinden sich auf meist 15 bis 20<ref name="JepsonManual1993" /> (10 bis 25) Zentimeter langen blattachselständig Blütenstandsschäften. Die Blütenkörbe weisen einen Durchmesser von ca. 5,<ref name="JepsonManual1993" /> 2,5 bis 4, selten bis zu 6 Zentimetern auf.<ref name="Jepson_eFlora2012" /> Das bei einem Durchmesser von etwa 1,5 Zentimetern halbkugelige Involucrum besteht aus mehreren Reihen von Hüllblättern. Die äußeren Hüllblätter sind breit-lanzettlich, überwiegend krautig, grün, wollig behaart mit einem trockenhäutig Rand und oft an der Spitze mit einem fiederschnittigen häutigen Anhängsel und endet in einer zurückgebogenen Spitze.<ref name="JepsonManual1993" /><ref name="Webb1976" /><ref name="Schönfelder2008" /> Die inneren Hüllblätter sind fast ganz trockenhäutig mit stumpfem oberen Ende.<ref name="Webb1976" />
In einem Blütenkorb sind weniger als 20 (6 bis 13, selten bis zu 17<ref name="Jepson_eFlora2012" />) Zungenblüten vorhanden.<ref name="JepsonManual1993" /> Die immer sterilen Zungenblüten sind auf der Oberseite gelb bis orangefarben und auf der Unterseite grünlich oder purpurfarben überhaucht;<ref name="JepsonManual1993" /><ref name="Webb1976" /> ihre Zunge ist 2 bis 3, selten bis zu 4 Millimeter breit.<ref name="Jepson_eFlora2012" /> Die vielen Röhrenblüten sind gelb oder purpurfarben,<ref name="JepsonManual1993" /> möglicherweise manchmal auch braun.
Die ungefähr 3 Millimeter langen<ref name="JepsonManual1993" /> Achänen sind rosafarben-braun und seidig wollig behaart.<ref name="Webb1976" /><ref name="PlantZAfrica" /> Der Pappus aus wenigen (6 bis 9 oder 0<ref name="Jepson_eFlora2012" />) in einer Reihe angeordneten Pappusschuppen,<ref name="Webb1976" /> die mehr oder weniger von den wolligen Haaren verdeckt sind.<ref name="JepsonManual1993" /><ref name="Jepson_eFlora2012" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="JepsonManual1993" /><ref name="Jepson_eFlora2012" /><ref name="Webb1976" /><ref name="IPCN" />
Ökologie
Die Blütenkörbe werden hauptsächlich von Bienen und Schmetterlingen besucht, durch die auf die Bestäubung erfolgt.<ref name="PlantZAfrica" />
Vorkommen
Arctotheca calendula kommt im südlichen Afrika in Lesotho und in den südafrikanischen Provinzen KwaZulu-Natal, Ost-, Nord- sowie Westkap vor.<ref name="RedListSA" /><ref name="GRIN" /> Arctotheca calendula gedeiht im südlichen Afrika im Namaqualand sowie in der Karoo und bis zur Kaphalbinsel sowie ostwärts bis Humansdorp und erreicht KwaZulu-Natal.<ref name="PlantZAfrica" /> In beispielsweise Süd-, Mittel- sowie Nordeuropa, auf den Azoren sowie auf den Kanarischen Inseln, in Israel, Japan, Australien, Neuseeland, Kalifornien (dort seit 2001 bekannt) und in Argentinien sowie Chile ist der Kaplöwenzahn ein Neophyt.<ref name="GRIN" /><ref name="CABI" />
In Südafrika kommt Arctotheca calendula verbreitet vor. Arctotheca calendula gedeiht in Südafrika in Küstengebieten, an Straßenrändern, auf alten Farmland und auf gestörten Standorten.<ref name="PlantZAfrica" /> Der Kaplöwenzahn wächst an Küsten auf ruderalen Sandböden.
Taxonomie
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Arctotis calendula durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 922.<ref name="Linné1753" /><ref name="Tropicos" /> Die Neukombination zu Arctotheca calendula <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Levyns wurde 1942 durch Margaret Rutherford Bryan Levyns in Journal of South African Botany, Volume 8, Issue 4, S. 284 veröffentlicht.<ref name="RedListSA" /><ref name="GRIN" /><ref name="Tropicos" /> Als Lectotypus wurde „Herb. Linn. 1036.7 (LINN/A:1036.7)“ durch D. O. Wijnands in Bot. Commelins 66, A.A. Balkema, Rotterdam, 1983 festgelegt.<ref name="Tropicos" /> Weitere Synonyme für Arctotheca calendula <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Levyns sind: Arctotheca calendulaceum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) K.Lewin, Cryptostemma calendulaceum <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) R.Br.<ref name="RedListSA" /> Das Artepitheton calendula bezieht sich wahrscheinlich auf die Ähnlichkeit mit der Gattung Calendula. Calendula bedeutet „kleiner Kalender“ und wurde vom altgriechischen Wort kalendae abgeleitet, das den „ersten Tag des Monats“ bedeutet und bezieht sich vielleicht auf seine lange Blütezeit.<ref name="PlantZAfrica" />
Nutzung
Der Kaplöwenzahn wird selten als Zierpflanze für Sommerblumenbeete, Steingärten und Böschungen genutzt.<ref name="Rothmaler2008" /> Er wird als Bodendecker verwendet.<ref name="PlantZAfrica" /> Arctotheca calendula ist seit spätestens 1739 in Kultur.<ref name="Rothmaler2008" />
Invasive Pflanze und verursachte Nachteile
Als Gartenformen gibt sterile Arctotheca calendula, diese vermehren sich über Ausläufer. Der fertile Typ von Arctotheca calendula vermehrt sich leicht über ihre Diasporen, die Achänen. Beide Formen neigen dazu, zu einem lästigen „Unkraut“ zu werden.<ref name="Cal-IPC" /> Sie gedeiht in vielen Gebieten der Welt auf Wiesen und Feldern.<ref name="CABI" />
Der Kaplöwenzahn kann bei sensitiven Individuen Allergien sowie Dermatitis verursachen und sich negativ auf die Landwirtschaft auswirken.<ref name="CABI" />
Trivialnamen
Trivialnamen in anderen Sprachen sind:
- Englische Sprache: Cape marigold, Cape weed, Cape dandelion,<ref name="PlantZAfrica" /> plain treasure-flower<ref name="CABI" />
- Afrikaans: botterblom, gousblom, soetgousblom, tonteldoekblom, Kaapse madeliefie<ref name="PlantZAfrica" />
- isiXhosa: isiqwashumbe<ref name="PlantZAfrica" />
- Spanische Sprache: filigrana pequena<ref name="CABI" />
- Portugiesische Sprache: erva-gorda, venidium<ref name="CABI" />
Quellen
Literatur
- Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler – Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8, S. 632.
Einzelnachweise
<references> <ref name="Tropicos"> Arctotheca calendula bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Arctotheca calendula bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="RedListSA"> Arctotheca calendula in der Red List of South African Plants 2020. Eingestuft von: W. Foden, Potter L., 2005. Abgerufen am 3. Juni 2022 </ref> <ref name="Linné1753"> Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, 1753 S. 922. eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Schönfelder2008"> Peter Schönfelder, Ingrid Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora. Franckh-Kosmos-Verlag Stuttgart 2008. ISBN 978-3-440-10742-3. S. 92. </ref> <ref name="Webb1976"> David Allardice Webb: Arctotheca Wendl. S. 208. In: Thomas Gaskell Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, David Allardice Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Band 4: Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae)., Cambridge University Press, Cambridge 1976, ISBN 0-521-08717-1. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.. </ref> <ref name="JepsonManual1993"> Jepson Flora Project: Elizabeth McClintock: TREATMENT FROM THE JEPSON MANUAL (1993): A. calendula (L.) Levyns </ref> <ref name="Jepson_eFlora2012"> Alison M. Mahoney, Robert J. McKenzie, 2012: Datenblatt Arctotheca calendula In: Jepson Flora Project (eds.): Jepson eFlora. </ref> <ref name="Rothmaler2008"> Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler – Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8, S. 632. </ref> <ref name="PlantZAfrica"> Moeketsi S. Letsela, Sharon Turner, 2002, Update Alice Notten, September 2016: Datenblatt Arctotheca calendula (L.) Levyns bei PlantZAfrica von SANBI = SA National Biodiversity Institute. </ref> <ref name="Cal-IPC"> Datenblatt mit Fotos von Arctotheca calendula (L.) Levyns bei Cal-IPC - Webseite über Invasive plants across California. </ref> <ref name="CABI"> Datenblatt mit Fotos von Arctotheca calendula - capeweed bei CABI = Invasive Species Compendium. </ref> </references>
Weblinks
- Thomas Meyer, Michael Hassler: Datenblatt bei Mittelmeer- und Alpenflora.
- Datenblatt Arctotheca calendula (L.) Levyns bei Flora Vascular de Andalucía Occidental.
- Datenblatt mit Fotos von Arctoteca simile alla calendola, Arctotheca calendula (L.) Levyns bei Altervista Flora Italiana.
- Datenblatt Arctotheca calendula bei Atlas of Living Australia.
- Datenblatt Arctotheca calendula (L.) Levyns bei New Zealand Flora online.
- Datenblatt mit Fotos von Arctotheca calendula bei CalFlora.