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Karl Hartwig von Zieten

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Friedrich Karl Hartwig Daniel von Zieten, eigentlich: Friedrich Carl Hartwig Daniel von Ziet(h)en<ref>Namensform des Taufeintrages: Friedrich Carl Hartwig Daniel von Zieten; die von der ADB benutzte Reihung seiner Vornamen ist falsch.</ref> (* 1. Februar 1785<ref>Kirchenbuch Neubrandenburg (St. Marien): Geburts- und Taufeintrag (01./06.02.1785); das in der Literatur genannte Geburtsdatum (02.02.1785) ist falsch.</ref> in Neubrandenburg; † 20. Juni 1846 in Stuttgart) war ein württembergischer Major, Paläontologe und Autor. In älterer Literatur wird er hinter dem Namen von ihm beschriebener Taxa als „<templatestyles src="Person/styles.css" />Ziet.“ abgekürzt.

Familie

Karl Hartwig von Zieten war ein jüngerer Sohn des Rittmeisters Gottfried Daniel von Zieten<ref>Kirchenbuch Neubrandenburg (St. Marien): Geburts- und Taufeintrag (01./06.02.1785); die Namensform Georg Daniel Christoph v. Z. kommt in der kirchenamtlichen Beurkundung nicht vor.</ref> und dessen Ehefrau Christine Johanna Beate, geborene von Niesemeuschel. Der Schauspieler, Opernsänger und Theaterdirektor August von Zieten (1784–1844) war sein Bruder.<ref>Vgl. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser (Uradel). 1900. Jahrgang 1, Justus Perthes, Gotha Januar 1900, S. 950.</ref>

Er war mit Charlotte Friederike Amalie Treffz (* 27. September 1788; † 15. Februar 1850) verheiratet. Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Friedrich Ludwig Karl Wilhelm (* 6. Oktober 1812; † 12. September 1813)
  • Hugo Ludwig Wilhelm Daniel (* 16. Februar 1814; † 15. Februar 1858)
  • Charlotte Josephine (* 20. Oktober 1815; † 14. März 1867) ⚭ Freiherr Karl von Kutzleben (* 6. September 1805; † 29. November 1892)

Leben

Zieten war von 1801 bis 1807 in der Preußischen Armee und trat 1808 in württembergische Dienste. Er wurde 1810 zum Kapitän und 1828 zum Major befördert. Als er 1846 starb, war er Major des Ehren-Invalidenkorps in Stuttgart.

Im Privatleben war Zieten ein bedeutender Paläontologe und Zeichner. Sein Hauptwerk ist das von 1830 bis 1833 in mehreren Bänden erschienene Die Versteinerungen Württembergs. Das Material zu diesem Werk stammt zum Teil aus der Sammlung des Oberamtsarztes Friedrich von Hartmann (1767–1851) aus Göppingen.

Schriften

  • Die Versteinerungen Württembergs oder naturgetreue Abbildungen der in den vollständigsten Sammlungen, namentlich der in dem Kabinet des Oberamts-Arzt Dr. Hartmann befindlichen Petrefacten, mit Angabe der Gebirgs-Formationen, in welchen dieselben vorkommen und der Fundorte. Verlag & Lithographie der Expedition des Werkes unserer Zeit, i-viii + 1-16, Taf. 1-12 (1830); 17-32, Taf. 13-24 (1831); 33-64, Taf. 25-48 (1832); 65-102, Taf. 49-72 (1833), Schweizerbart, Stuttgart 1830–1833
  • Geognostisches Verzeichnis sämmtlicher Petrefakte Württembergs mit Citaten ihrer Abbildungen und Fundorte. In: Königlich Württembergischer Landwirthschaftlicher Verein (Hrsg.); Correspondenzblatt des Landwirschaftlichen Vereins. 1839-Neue Folge-Jg. 12-Band I, Heft 1, Verlag Cotta, Stuttgart/Tübingen 1839.

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

  • Beschreibung von Die Versteinerungen Württembergs. In: Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paläontologie. S. 111. (Digitalisat)
  • Familienforschung Peters (Hrsg.): <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stammbaum von Zieten (Memento vom 6. Dezember 2013 im Internet Archive)

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