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Karl Müller (Astronom)

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Karl Müller (* 22. August 1866 in Franzensbad<ref>Geburtsbuch der r.k. Pfarre Franzensbad tom.IX, fol.58 Website des Staatlichen Gebietsarchivs in Plzeň/Pilsen. Abgerufen am 11. August 2021.</ref>, Böhmen, Österreich-Ungarn; † 23. Oktober 1942 in Wien<ref>Neues Wiener Tagblatt, 28. Oktober 1942, S. 5 Österreichische Nationalbibliothek, ANNO Historische Zeitungen und Zeitschriften. Abgerufen am 11. August 2021.</ref>) war ein österreichischer Staatsbediensteter (Regierungsrat) und Amateurastronom.

Trotz naturwissenschaftlicher Neigung absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaft in Prag und war seit 1888 Mitglied der Burschenschaft Ghibellinia Prag.<ref>Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 339.</ref> Nach dem Abschluss seines Studiums war im Handelsministerium in Wien tätig. 1922 wurde er vorzeitig pensioniert und widmete sich im Anschluss der Erforschung des Mondes.<ref>Ernst Wilhelm Wreden: Karl Müller zum Gedächtnis. Ein Prager Ghibelline als Mondforscher. In: Burschenschaftliche Blätter, 89. Jg. (1974), H. 3, S. 79.</ref>

Gemeinsam mit Mary Adela Blagg schuf er als Ruheständler 1935 für die Internationale Astronomische Union (IAU) die erste einheitliche und international gültige Nomenklatur für Mondkrater.<ref>Ewen A. Whitaker: Mapping and naming the moon. A History of Lunar Cartography and Nomenclature. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1999, ISBN 0-521-62248-4, S. 160.</ref><ref>Die wissenschaftliche Erforschung des Erdmondes, Caroline Ljubicic, BORG Lauterach, 1995. (PDF; 205 kB) Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 21. März 2009.@1@2Vorlage:Toter Link/www.univie.ac.at (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Müller lebte in Wien.

Nach ihm wurde der Mondkrater Müller benannt.

Werke

  • mit Mary A. Blagg: Named lunar formations. 2 Bände (Bd. 1: Katalog; Bd. 2: Karten). P. Lund – Humphries & Co, London 1935.

Einzelnachweise

<references />

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