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Karl Prümer

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Karl Prümer

Karl Prümer (* 23. Mai 1846 in Dortmund; † 26. Januar 1933 ebenda; Pseudonyme: Johannes Kruse, Klaus Thomä, Rudolf Gerlach) war ein deutscher Verleger und Schriftsteller. Er publizierte viele Schriften zur Heimatliteratur und in westfälischer Mundart.

Leben

Karl Prümer wurde am 23. Mai 1846 in Dortmund als Sohn des Ehepaars Carl und Sophie Prümer geboren. Er hatte vier Brüder und eine Schwester. Der 1815 geborene Vater stammte aus Schwelm und war evangelischer Pfarrer an der Dortmunder Marienkirche. Die Mutter war Tochter des Dortmunder Rechtsanwalts und Ratsherrn Friedrich Schmidts.

Karl Prümer besuchte das Dortmunder Gymnasium vermutlich bis zur Prima und begann 1865 eine Lehre in einer Elberfelder Buchhandlung. Er ging auf Wanderschaft und machte Bekanntschaft mit Autoren, Verlegern und Wissenschaftlern, beispielsweise in Hamburg mit Klaus Groth, in Graz mit Peter Rosegger oder in Rom mit Theodor Mommsen. Seine letzte Station war seit 1872 Wien, wo er anlässlich der Weltausstellung tätig war. Nach der Weltausstellung kehrte er nach Dortmund zurück. Prümer zog 1906 nach München, 1910 nach Bochum und danach wieder nach Dortmund zurück. Er war verheiratet mit Anna Prümer, geborene Foltz († 1933), mit der er zusammen drei Töchter hatte. Karl Prümer starb am 26. Januar 1933 im Alter von 85 Jahren in Dortmund. Er erhielt ein Ehrengrab auf dem Hauptfriedhof Dortmund.<ref name="BBD" />

Leistungen

Nach seiner Rückkehr aus Wien 1873 gründete Karl Prümer in Dortmund gegenüber dem Gymnasium eine Buchhandlung mit Verlag und Druckerei, verkaufte diese aber bereits 1877 wieder an Herrmann Julius Meyer, um selbst schriftstellerisch tätig sein zu können. Er gründete zunächst die Wochenschrift Der Fortschritt, die aber bereits 1878 wieder eingestellt wurde. Daraufhin veröffentlichte er 1881 sein erstes plattdeutsches Buch {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, sein wohl bekanntestes Werk. Im Jahr 1886 versuchte er sich erneut als Verleger und diesmal auch als Redakteur mit der freisinnigen, zweimal wöchentlich erscheinenden Neuen Westfälischen Zeitung für die nördlichen Dortmunder Stadtteile. Als Beiblatt erschien die satirische Zweiwochenschrift Dortmunder Tante. Bereits 1890 wurde auch diese Zeitung eingestellt. Auch während seiner verlegerischen Tätigkeit hatte er 1889 das Buch {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} veröffentlicht, 1891 folgte {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}. Damit war Prümer {{

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}}. Prümer schrieb auch in hochdeutscher Sprache, so zum Beispiel Westfälische Dorfgeschichten (1920/1921) oder unter dem Pseudonym Johannes Kruse Der Armeleutepastor. Ein Lebens- und Kulturbild aus altwestfälischer Zeit (1908).

Prümers Verdienst liegt vor allem in seiner volkskundlichen und kulturgeschichtlichen Arbeit. So sammelte er westfälische Schwänke, Anekdoten, Sprichwörter, Reime, Volks- und Kinderlieder und veröffentlichte sie in Werken wie Westfälische Volksweisheiten (1881) oder Grüß dich Gott, Westfalenland! (1890). Prümer war Mitherausgeber der Blätter für rheinisch-westfälische Volkskunde. Auch als Dortmunder Chronist trat er in Erscheinung, zu nennen sind hier vor allem die Bilder aus Alt-Dortmund (1925–1929), die den Wandel Dortmunds von einer Ackerbürger- zu einer Industriestadt dokumentieren.

Neben diesem breiten Hauptwerk schrieb Prümer auch noch unterschiedliche Gelegenheitsarbeiten wie beispielsweise Die Ausbeutung der Arbeiter und die Ursachen ihrer Verarmung. Ein Beitrag zur socialen Frage (1886) oder Zur Geschichte des Gewerbevereins 1840–1890 (1890). Er engagierte sich außerdem in zahlreichen Dortmunder Vereinen wie dem Historischen Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark, dem Verein für rheinische und westfälische Volkskunde, der Vereinigung von Freunden der Stadtbibliothek, der Literarischen Gesellschaft Dortmund<ref name="BBD" /> oder den Freimaurern.<ref>Nach Freimaurern benannte Straßen</ref>

Auszeichnungen

Anlässlich seines 80. Geburtstags ehrte ihn die Stadt Dortmund mit der Benennung einer Straße und der Gewährung eines Ehrensolds.<ref name="BBD" /> In Bochum wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eine Straße, im Namensverbund „Heimatdichter/Heimatdichterin mit örtlicher Bedeutung“, nach ihm benannt.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Werk

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Literatur

  • Peter Bürger: Plattdeutsche Kriegsdichtung aus Westfalen 1914–1918. Karl Prümer – Hermann Wette – Karl Wagenfeld – Augustin Wibbelt. Eslohe 2012 (sauerlandmundart.de PDF).
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Weblinks

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Einzelnachweise

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