Zum Inhalt springen

Karl Ratz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Karl Eduard Heinrich Ratz (* 9. Juli 1897 in Kiel; † 30. September 1961 in Kiel) war ein deutscher Politiker (SPD). Er war von vom 8. Mai 1947 bis zum 11. Oktober 1954 Landtagspräsident<ref>Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt, Ortwin Pelc (Hrsg.): Das neue Schleswig-Holstein Lexikon. Wachholtz, Neumünster 2006, ISBN 3-529-02441-4, Lemma Landtagspräsident, S. 348.</ref> sowie 1954 und von 1955 bis 1958 Erster Vizepräsident des Landtages von Schleswig-Holstein.

Leben und Beruf

Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Karl Ratz eine Lehre zum Schriftsetzer in Kiel. Von 1916 bis 1917 war er Soldat im Ersten Weltkrieg. 1918 arbeitete er als Kalkulator bei der Schleswig-Holsteinischen Volks-Zeitung.

Von 1929 bis 1933 war er als kaufmännischer Angestellter in seiner Lehrfirma tätig. Nach der „Machtübernahme“ der Nationalsozialisten 1933 wurde er mehrfach verhaftet und in „Schutzhaft“ genommen, bis er 1935 schließlich nach einjähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen wurde. Danach arbeitete Ratz wieder als Schrift- und Maschinensetzer in Kiel, wurde jedoch 1939 erneut verhaftet und bis 1941 in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Neuengamme gefangen gehalten. Danker und Lehmann-Himmel charakterisieren Ratz in ihrer Studie über das Verhalten und die Einstellungen der Schleswig-Holsteinischen Landtagsabgeordneten und Regierungsmitglieder der Nachkriegszeit in der NS-Zeit als Widerstandsleistenden und „oppositionell-gemeinschaftsfremd“.<ref>Landtagsdrucksache 18-4464, S. 285, abgerufen am 27. Oktober 2020.</ref>

Nach seiner Freilassung war Ratz erneut als kaufmännischer Angestellter tätig. Vor weiteren Verfolgungen durch die Gestapo konnte er sich gegen Ende des Krieges von Januar bis Mai 1945 beim Süßwarenfabrikant Paul Heinrich in Bordesholm verstecken.<ref>Geschichtsverein Bordeholm: Rezension von Horst Rienau. PDF-Datei. Abgerufen am 23. April 2026.</ref> Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges übernahm Ratz im August 1945 die Geschäftsführung der Kieler Druckerei. Im April 1946 erhielt Ratz die Lizenz der britischen Besatzungsmacht für die Schleswig-Holsteinische Volks-Zeitung (VZ) und war schließlich deren Verlagsleiter. In der Kieler Druckerei wurde auch die VZ gedruckt.

Karl Ratz war verheiratet und hatte ein Kind.

Politik

Ratz war schon 1912 in die Freie sozialistische Jugend eingetreten und wurde 1915 auch Mitglied der SPD. Von 1926 bis 1928 war er Vorsitzender der Sozialistische Arbeiter-Jugend in Schleswig-Holstein und von 1925 bis 1933 Vorsitzender des SPD-Distrikts Kiel-Süd. Ratz gehörte von 1928 bis 1933 der Stadtverordnetenversammlung und ab 1951 der Ratsversammlung von Kiel an.

Im Jahr 1945 beteiligte sich Ratz am Aufbau der SPD im Kreisverband Kiel und in Schleswig-Holstein. Er war schließlich SPD-Kreisvorsitzender in Kiel und Mitglied des SPD-Vorstandes der Landesorganisation Schleswig-Holstein. Er war von 1946 bis 1958 Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein und dort vom 2. Dezember 1946 bis zum 11. Oktober 1954 Landtagspräsident. An diesem Tag wurde er zum Ersten Vizepräsidenten des Landtages gewählt, trat jedoch im Streit um die Behandlung der SPD-Opposition bereits am 24. November 1954 zurück. Bei der Nachwahl zum Präsidium wurde er am 24. Januar 1955 für den Rest der Wahlperiode gewählt.<ref>Landtag Schleswig-Holstein, Protokoll der 5. und 8. Sitzung.</ref>

Karl Ratz ist 1946 ernanntes Mitglied des Landtages gewesen. 1947 und 1954 zog er als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Kiel I (Förde) bzw. Kiel-Nord und 1950 über die Landesliste in den Landtag ein. Am 15. Juli 1957 wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz verliehen.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

{{safesubst:#ifeq:0|10| {{#switch: Karl Ratz |Navigationsleiste|NaviBlock|0=|#default= Vorlage:Templatetransclusioncheck Vorlage:Dokumentation/ruler }}}}Vorlage:Klappleiste/Anfang {{#if: Datei:DEU Schleswig-Holstein COA.svg

|

 |

Paul Husfeldt | Karl Ratz | Walther Böttcher | Claus-Joachim von Heydebreck | Paul Rohloff | Helmut Lemke | Rudolf Titzck | Lianne Paulina-Mürl | Ute Erdsiek-Rave | Heinz-Werner Arens | Martin Kayenburg | Torsten Geerdts | Klaus Schlie | Kristina Herbst }} Vorlage:Klappleiste/Ende

{{#ifeq: p | p | | {{#if: 12598901711033165573947437800009 | |

}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 1259890171 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 1259890171 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 1033165573947437800009 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 1033165573947437800009 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung

{{#if: Ratz, Karl | {{#if: Ratz, Karl Eduard Heinrich (vollständiger Name) | {{#if: deutscher Politiker (SPD), MdL | {{#if: 9. Juli 1897 | {{#if: Kiel | {{#if: 30. September 1961 | {{#if: Kiel |

Vorlage:Wikidata-Registrierung