Zum Inhalt springen

Karl Schmidt (Rechtshistoriker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Karl Joseph Liborius Schmidt (* 1. August 1836 in Paderborn; † 7. April 1894 in Colmar) war ein deutscher Rechtshistoriker.

Leben und Werk

Schmidt wurde als Sohn des Arztes Joseph Hermann Schmidt geboren, sein Bruder war der Zentrumspolitiker Otto Schmidt. Schmidt war Rat am Oberlandesgericht in Colmar und mit der Tochter des Gerichtspräsidenten Friedrich Wilhelm Bleibtreu verheiratet. Bekannt wurde er vor allem durch seine umfassende Forschung zum Ius primae noctis. Sein 1881 veröffentlichtes Buch gilt als das erste neutral-wissenschaftliche Werk und bis heute als eines der wegweisenden Bücher zum Thema.<ref>Henrty Spences Ashbee: Bibliography of Forbidden Books - Volume 3. Cosimo, 2007, S. 26ff.</ref> 1877 trat er für die Zentrumspartei im Wahlkreis Trier an, unterlag dort jedoch dem Kandidaten der Deutschen Reichspartei.

Werke

  • Die Confession der Kinder nach den Landesrechten im deutschen Reiche. Herder, Freiburg im Breisgau 1890.
  • Slavische Geschichtsquellen zur Streitfrage über das jus primae noctis. In: Zeitschrift der Historischen Gesellschaft für die Provinz Posen, Erster Jahrgang, Posen 1885, S. 323–356 (Google Books).
  • Der Streit über das jus primae noctis. Unger, 1884.
  • Jus primae noctis. Eine geschichtliche Untersuchung. Herder, Freiburg im Breisgau 1881.
  • Entscheidungen deutscher Kassationshöfe als Noten zum code d'instruction criminelle für Elsass-Lothringen, Rhein-Preussen, Rheinhessen und Rheinpfalz. 1878.
  • Schillers Sohn Ernst. Eine Briefsammlung mit Einleitung von Karl Schmidt. Schöningh, Paderborn 1893

Quellen

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein