Katholische Hochschule ITI
Die Katholische Hochschule ITI (vormals: Internationales Theologisches Institut – Hochschule für Katholische Theologie) ist ein im Schloss Trumau im niederösterreichischen Ort Trumau beheimatetes Päpstliches Institut für das Studium der katholischen Theologie mit besonderer Berücksichtigung der Thematik von Ehe und Familie. Rektor der Hochschule ist seit 2023 Bernhard Dolna.<ref>Rektoren-Wechsel an Katholischer Hochschule ITI in Trumau. In: erzdioezese-wien.at. 12. Juni 2023, abgerufen am 5. Oktober 2023.</ref> Großkanzler der Hochschule ist Christoph Kardinal Schönborn.
Geschichte
Das Institut wurde auf Initiative von Papst Johannes Paul II. durch Dekret der Kongregation für das Katholische Bildungswesen vom 1. Oktober 1996 als „Internationales Theologisches Institut für Studien zu Ehe und Familie“ in der Kartause Maria Thron in Gaming (Niederösterreich, Diözese St. Pölten) errichtet, nachdem eine Gruppe von Bischöfen aus Österreich 1994 beim Heiligen Stuhl dies beantragt hatte. Im Jahr 2009 siedelte die Hochschule in das Schloss Trumau (Erzdiözese Wien) um, gleichzeitig wurde der Name in „Internationales Theologisches Institut – Hochschule für Katholische Theologie“ geändert. Die aktuelle Fassung der Statuten der jetzt „Katholische Hochschule ITI“ genannten Einrichtung wurde am 26. Januar 2021 vom Heiligen Stuhl approbiert.<ref>Katholische Hochschule ITI: Statuten der Katholischen Hochschule ITI. Abgerufen am 16. März 2021.</ref>
Das Filmfestival Mirabile Dictu verlieh einen Sonderpreis an die Hochschule im Jahr 2022.<ref>Capax Dei Award – Mirabile Dictu. Abgerufen am 10. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Studiengänge
Das ITI verleiht unter Auflagen vier kanonisch anerkannte Grade:
- Master in Theologie (STM): dafür werden zehn Semester Theologiestudium benötigt
- Lizenziat in Theologie mit Spezialisierung in Ehe und Familie (STL): entspricht dem kanonischen Lizenziat in Theologie
- Master in Theologischen Studien zu Ehe und Familie (MMF)
- Doktor in der Theologie (STD)
Besonderheiten
Ein Spezifikum des ITI besteht darin, die kirchlichen Traditionen des Ostens und des Westens miteinander zu verbinden. Es gibt am ITI daher Eucharistiefeiern sowohl nach römisch-katholischem als auch nach griechisch-katholischem Ritus (Seelsorge durch das Ordinariat für die byzantinischen Gläubigen in Österreich).
Neben der Hochschule Heiligenkreuz gilt das ITI als eines der „Zentren integralistischer Ideen“ in Österreich.<ref name=":0">Rechtsextremismus in Österreich 2024. Stiftung Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Wien Januar 2026 (doew.at [PDF]): „Liberale Gesellschaftsentwürfe sollen zugunsten der Etablierung eines autoritären, dezidiert christlich geprägten Staates überwunden werden [...]. Als „die zentrale Figur bei der Entstehung der Bewegung“ benennt [...] James M. Patterson einen Mönch des Stifts Heiligenkreuz: Edmund Waldstein, der sowohl an der [...] Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz als auch an der Katholischen Hochschule ITI in Trumau lehrt. Laut der katholischen Theologien Sigrid Rettenbacher handelt es sich bei den beiden Hochschulen um „Zentren integralistischer Ideen“ in Österreich.“</ref>
Persönlichkeiten
Ehemalige Rektoren
- Michael Waldstein (Gründungspräsident)
- Larry Hogan
- Christiaan Alting von Geusau
Bekannte Professoren (Auswahl)
- Bernhard Dolna
- Michaela Hastetter
- Josef Spindelböck
- Rupert Mayer OP
- Michael Wladika
- Vincent DeMeo
- Gudrun Kugler
- Gintautas Vaitoska
- Edmund Waldstein<ref name=":0" />
Ehemalige Professoren (Auswahl)
Weblink
- Offizielle Website des ITI (englisch)
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 47° 55′ 24″ N, 15° 4′ 54″ O
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