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Keysampling

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Unter Keysampling versteht man das Verwenden von einzelnen Musik- oder Sprachbruchstücken, die per Computer, z. B. über ein angeschlossenes Keyboard, als Tonleiter spielbar sind. So lassen sich z. B. einzelne Wortelemente als Melodie wiedergeben. Technisch betrachtet wird durch eine Tonhöhenänderung das entsprechende Tonbruchstück an die Stammtöne angepasst.

Was passiert beim Keysampling?

Beim Keysampling wird ein Sample (z. B. Klavier‑Ton, Vocal‑Part, Synth‑Sound oder halt irgendein Ton) genommen und dann:

  • hochgepitcht → klingt somit heller, ist kürzer, die Tonlage ist höher
  • runtergepitcht → klingt somit tiefer, ist länger, die Tonlage ist tiefer

Hierdurch kann man eine Tonleiter aus nur einem Original-Sample erzeugen.

Wie kann man Keysampling nutzen?

Entweder man nutzt es live über einen Sampler oder ein Keyboard um seine Live-Performance kreativ aufzuwerten. Oder man benutzt eine DAW und schneidet sich darin sein Sample zusammen und kann es dann entweder über ein Plugin mit der Maus oder einem Midi-Keyboard anpassen. Diese Variante wird i. d. R. für die Produktion von Megamixen oder Mashups genutzt.

Wo kann man Keysampling nutzen?

Diese Technik findet insbesondere bei Megamixen Anwendung. Ebenfalls charakteristisch für Keysampling sind die Intros der Deep Dance-Bootlegs von DJ Deep. In der Megamix Bootlegszene ist das Einfügen von Samples, die durch Loops und/oder Tonhöhenänderung zu Keysamples werden weit verbreitet.

Der dänische Bootleg Mixer DJ Base hat einen Megamix mit dem Titel 'Keysampling – Stereo Version' erstellt, in dem viele dieser Techniken zum Einsatz kommen.

Weitere Bootleg DJs, die Keysampling in ihren Mixen einsetzen sind:

  • Mirko Anders aka DJ Devil (Devil Dance)
  • DJ Luckyloop (Diablo – The New Dance X-Plosion)
  • DJ Masterfaker (Real Fake)
  • DJ Mystic & DJ Maximus (The Other Side Of MixXxing)
  • Michael Bánzi (eNJoy)

Weblinks