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Kidentai

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Kidentai (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), dt. „biografische Historiografie“) bezeichnet eine Form der ostasiatischen Geschichtsschreibung, die sich im Unterschied zur chronologischen Ordnung ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), hennentai, Annalistik) an den Biografien historischer Persönlichkeiten orientiert.<ref name="bernd">Bruno Lewin (Hrsg.): Kleines Lexikon der Japanologie: Zur Kulturgeschichte Japans. 3. Auflage. Otto Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 1995, ISBN 3-447-03668-0 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 3. November 2012]).</ref>

Als solches ist sie primär ein Strukturelement der Geschichtsschreibung, also nicht fiktionaler Schriften. Als strukturelles Element ist der kidentai-Stil jedoch auch eine Eigenschaft der historischen Erzählungen (rekishi monogatari) Japans. Die monogatari-Literatur hat in Japan nachhaltig auf die Geschichtsschreibung eingewirkt und nach Jürgen Bernd zur Entstehung einer eigenständigen, von China unabhängigen, Literatursprache beigetragen.<ref name="bernd" /> Die chronologische und biografische Ordnung wird durch eine dritte Art der Geschichtsschreibung, durch die thematisch strukturierte Annalistik ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kiji honmatsutai) komplettiert.<ref name="kotobank">{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bei kotobank.jp. Abgerufen am 3. November 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Formen

Hongi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
zeichnet chronologisch Ereignisse und Vorfälle auf, die in Verbindung mit einem Tennō oder Herrschergeschlecht stehen. Ein Beispiel ist das Kōso honki (acht maki) des chinesischen Geschichtswerks Shiji.
Seika ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
das Seika umfasst im Unterschied zum honki Ereignisse, die die Feudalfürsten (etwa die daimyō) betreffen. Beispiele sind die Aufzeichnungen zum Staat Zhao ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), chōseika) oder die Aufzeichnungen über Konfuzius im Shiji.
Retsuden ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
verzeichnet das Leben einer einzelnen Person, meist eines Staatsbeamten und in diesem Zusammenhang häufig auch die Sitten und Bräuche fremder Völker.
Shi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
geschichtliche Aufzeichnung zur Astronomie, Geografie, Institutionen, Riten und Musik unterteilt nach Sachgebieten.
Hyō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
verschiedene Arten chronologischer Tabellen im Umfang eines Jahres oder Monats.
Saiki ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
Aufzeichnungen über unabhängige Herrschafts- und Machtbereiche in unterschiedlichen Regionen. Sie ähneln den seika darin, dass sie die auch von Lehnsherren berichten, die sich den Herrschaftsanspruch des Tennō anmaßten, unterscheiden sich hingegen darin, dass sie auch zahlreiche Helden aus bewaffneten Auseinandersetzungen und die Ursprünge der Auseinandersetzung zum Gegenstand haben. Erstmals im Jin Shu verwendet.
Shushishō ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
im Shushishō sind kaiserliche Erlasse kompiliert oder auch Kopien von Schriftstücken versammelt, die auf kaiserlichen Erlass hin angefertigt wurden.
Shii ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
besitzt als geschichtliche Aufzeichnung zu Einzelpersonen fremder Völker im Verhältnis zu den aufgelisteten Formen eine gewisse Eigenständigkeit.
Kokugokai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))
Darstellung fremder Dynastien und der Eigentümlichkeiten fremder Sprachen mit beigefügten Erklärungen; Beispiel: Liao Shi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Geschichte Liaos).

Kennzeichen

Im Unterschied zur „Annalistik“, dem hennentai, der die Informationen zu Ländern und Personen chronologisch erfasst, ist die „biografische Historiografie“ (kidentai) von Wiederholungen und Redundanzen geprägt. Diese Eigenschaft macht sie hingegen leichter verständlich. Bedingt durch die Frühlings- und Herbstannalen (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) wurde in China zunächst die chronologisch sortierte Annalistik verwendet. Dies änderte sich zugunsten des kidentai mit dem Shiji des chinesischen Historikers Sima Qian. Die 24 Dynastiegeschichten etwa verwenden den kidentai Stil, ebenso das japanische Geschichtswerk Dainihon-shi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Daneben existieren zudem Aufzeichnungen im „kiji honmatsutai“-Stil, die als „thematische Annalistik“ geschichtliche Ereignisse erzählend und mit Handlung darbietet. Aufzeichnungen im kokushitai ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) befassen sich ausschließlich mit japanspezifischen und in chronologischer Ordnung aufgezeichneten Ereignissen. Aus dieser Form der geschichtlichen Aufzeichnung entwickelte sich der kanbunden ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), die in Kanbun verfassten Biografien.

Literatur

  • Bruno Lewin (Hrsg.): Kleines Lexikon der Japanologie: Zur Kulturgeschichte Japans. 3. Auflage. Otto Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 1995, ISBN 3-447-03668-0 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 3. November 2012]).

Weblinks

Einzelnachweise

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