Kirnberg (Gebsattel)
Kirnberg Gemeinde Gebsattel
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(149)&title=Kirnberg 49° 21′ N, 10° 14′ O
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| Höhe: | 399 (393–416) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 149 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91607 | |||||
| Vorwahl: | 09861 | |||||
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Kirnberg ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Gebsattel im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Kirnberg hat eine Fläche von 5,685 km². Sie ist in 596 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9538,38 m² haben.<ref>Gemarkung Kirnberg (092981). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 26. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Pleikartshof, Speierhof und Wildenhof.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Oktober 2024.</ref>
Geographische Lage
Das Kirchdorf liegt am Kirnbacher Mühlbach, einem rechten Zufluss der Tauber. 0,5 km nordwestlich befindet sich der Wolfsberg (441 m ü. NHN). Die Staatsstraße 2249 führt nach Gebsattel (2,5 km westlich) bzw. nach Schönbronn (4 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Erlbach (1,3 km nordwestlich), nach Rödersdorf (1,6 km südlich) und nach Wildenhof (0,7 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Kirnberg gilt als Ausbauort, der von Gebsattel aus wohl im 9./10. Jahrhundert geworden ist. Benannt wurde der Ort nach der damaligen Mühle, einer Getreidemühle (kürnen (mhd.) = mahlen, zermahlen). Ältere Namensbezeichnungen des Ortes lauten „Kürnberg“, „Kürenberg“ und „Kurenberg“.
Urkundlich erwähnt wurde eine Burg Kirnberg in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, die aber bereits zu Beginn des 15. Jahrhunderts zerstört wurde. Der ehemalige Turmhügel wurde bis 1920 fast völlig abgegraben und existiert nicht mehr.
Im 13. Jahrhundert wurde die St.-Maria- und Michael-Kirche errichtet, die zunächst eine Filiale von St. Laurentius (Gebsattel) war. 1330 erfolgte deren Loslösung von der Mutterkirche. Im Jahre 1707 hatte die Kirchengemeinde 200 Mitglieder, 1756 250<ref name="Bundschuh">J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 111.</ref> und aktuell 280 Mitglieder.
Während des Dreißigjährigen Krieges verödeten vier von sieben Höfen. Erst 1657 wurden alle Höfe wieder bewirtschaftet.
Im Jahre 1801 gab es im Ort zehn Untertansfamilien, wovon drei das Stift Comburg und sieben die Reichsstadt Rothenburg als Grundherrn hatten.<ref name="Bundschuh"/>
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Kirnberg dem Steuerdistrikt Gebsattel zugewiesen.<ref name="OV 1818"/> Wenig später entstand die Ruralgemeinde Kirnberg mit den Orten Pleikartshof und Wildenhof. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Rothenburg zugeordnet<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 66 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rothenburg ob der Tauber (1919 in Finanzamt Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Speierhof wurde noch vor 1840 von Gastenfelden nach Kirnberg umgemeindet. Ab 1862 übernahm das Bezirksamt Rothenburg ob der Tauber die Verwaltung (1939 in Landkreis Rothenburg ob der Tauber umbenannt) und das Stadt- und Landgericht Rothenburg ob der Tauber die Gerichtsbarkeit (1879 in Amtsgericht Rothenburg ob der Tauber umbenannt). Die Gemeinde Kirnberg hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,639 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1972 nach Gebsattel eingemeindet.<ref> </ref><ref>Gebsattel > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 25. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Kirnberg gibt es sechs Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Gebsattel (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Evang.-Luth. Pfarrkirche St. Maria und Michael: Saalkirche, Polygonchor und Westturm, 13./14. Jahrhundert, spätere Umbauten; mit Ausstattung; Friedhof, im Kern wohl mittelalterliche Umfassungsmauer, mit Wegbefestigung und Treppenanlagen, Portal von 1748, mit Grabsteinen
- Haus Nr. 1: zugehörig eine Scheune, stattlicher Halbwalmdachbau, Fachwerk, 18. Jh.
- Haus Nr. 3: Pfarrhaus, zweigeschossiger, verputzter Massivbau, 19. Jh.
- Haus Nr. 10: ehem. Schulhaus, im Fachwerkstil mit Halbwalmdach, bez. 1909
- Steinkreuz: vielleicht 1370; nördlich der Straße nach Gebsattel
- Grenzstein: Wildbannstein, 1547; östlich vom Wildenhof
- Grenzstein: Wildbannstein an der Roten Steige
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Einwohnerentwicklung
Gemeinde Kirnberg
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 166 | 232 | 230 | 223 | 229 | 222 | 230 | 233 | 239 | 225 | 208 | 208 | 209 | 207 | 200 | 209 | 226 | 206 | 191 | 233 | 233 | 213 | 196 | 188 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> | 32 | 44 | 41 | 42 | 40 | 41 | 42 | 43 | 46 | |||||||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 47 (Digitalisat). Für die Gemeinde Kirnberg zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Pleickertshof (S. 72) und Wildenhof (S. 103).</ref> | <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 224 (Digitalisat). </ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 182, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1072–1073, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 171 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1238, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1174 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1245 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1284–1285 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1112 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 815 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 169 (Digitalisat).</ref> |
Ort Kirnberg
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 112 | 156 | 149 | 142 | 136 | 138 | 144 | 152 | 130 | 131 | 149 |
| Häuser<ref name="Häuser"/> | 23 | 29 | 27 | 27 | 27 | 26 | 29 | 44 | |||
| Quelle | <ref name="OV 1818"/> | <ref name="OV 1846"/> | <ref name="OV 1861"/> | <ref name="OV 1875"/> | <ref name="OV 1885"/> | <ref name="OV 1900"/> | <ref name="OV 1925"/> | <ref name="OV 1950"/> | <ref name="OV 1961"/> | <ref name="OV 1970"/> | <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 327 (Digitalisat).</ref> |
Religion
Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Maria und Michael und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Laurentius (Gebsattel) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kirnberg. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 111 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Anton Müller: Kirnberg, Chronik eines fränkischen Dorfes, Gebsattel 1985.
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 55–59.
Weblinks
- Kirnberg. In: gebsattel.de. Abgerufen am 27. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Kirnberg in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Kirnberg im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
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Bockenfeld | Eckartshof | Gebsattel | Kirnberg | Pleikartshof | Rödersdorf | Speierhof | Wasenmühle | Wildenhof