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Kitty Kino

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Österreichbezogen Kitty Kino (eigentlich Kitty Judit Gschöpf; * 10. Juni 1948 in Wien) ist Regisseurin, Drehbuchautorin, Autorin und Fotografin.

Leben

Kitty Gschöpf, in Döbling als großbürgerliche Tochter geboren,<ref name="Naber-2009-S2">Sabina Naber, Laudatio 2009, S. 2.</ref> begann sich mit 14 Jahren für Physik/Atomphysik zu interessieren und wollte das später auch studieren, sodass sie – als eines von 10 Mädchen unter 1500 Buben<ref name="Naber-2009-S2" /> – das Technologische Gewerbemuseum (TGM) in Wien besuchte. Später sollte sie die Fabrik ihres Großvaters auf dem Land übernehmen, zerstritt sich aber mit ihm, sodass sie von dort nach zwei Jahren wieder nach Wien ging.<ref name="Poenack-Tip-Interview-1983">Hans-Ulrich Pönack: TIP-Interview mit KITTY KINO anlässlich des Kinostarts ihres Filmes „Karambolage“ am 11.11.1983. (Wiederveröffentlichung Online: Kitty Kino. In: Pönis Filmclub, 15. Februar 2017, abgerufen am 7. Jänner 2020)</ref> 1967 maturierte sie in der Abteilung für Elektrotechnik mit gutem Erfolg<ref name="PID-OTS-20090422" /> und arbeitete anschließend für zwei Jahre als Elektrotechnikerin.

1969 hatte Kitty Gschöpf ihre erste Filmrolle in Grimms Märchen von lüsternen Pärchen, worin sie noch unter ihrem richtigen Namen mitspielte. In dieser Zeit der 1960er- und 1970er-Jahre war {{

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}}. Eines davon und das damals bekannteste sei das „Voom Voom“ gewesen, wo Kitty Gschöpf den Journalisten und Drehbuchautor Peter Hajek getroffen hatte. Dieser erzählte ihr von einem Filmprojekt des renommierten Regisseurs und Produzenten Rolf Thiele, der, {{

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}} zu drehen plante. Um in seinem „Sexfilmchen“<ref name="Poenack-Tip-Interview-1983" /> Komm nach Wien, ich zeig dir was! (1970) mitspielen zu können, musste Kitty, weil noch nicht volljährig, ihre Mutter um deren Erlaubnis fragen, wozu diese lapidar gemeint habe: {{

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}}<ref name="Naber-2009-S2" /> Zu dieser Produktion legte sie sich nun auch ihren Künstlernamen Kitty Kino zu, einerseits weil {{

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}}<ref name="Poenack-Tip-Interview-1983" /> Durch lange Gespräche über Philosophie und das Filmemachen mit Rolf Thiele wurde dann auch ihre Liebe zum Medium Film geweckt, jedoch für die Arbeit hinter der Kamera, sodass sie an die Filmakademie zum Studieren wollte:

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1970 begann sie an der Filmakademie zu studieren (Philosophie als Kunst, Kurzfilm in schwarz-weiß, 1971/72) und schloss mit Diplom im Hauptfach Regie (1975<ref name="PID-OTS-20090422" />) und im Hauptfach Schnitt (1976 mit dem Film Rübezahl<ref name="PID-OTS-20090422" />) ab.<ref>Abweichend nach Sabina Naber, Laudatio 2009, S. 3, beendete sie das Studium gemeinsam mit Reinhard Schwabenitzky im Jahr 1977.</ref> Von 1976 bis 1980 (oder 1977 bis 1981<ref name="Poenack-Tip-Interview-1983" />) war sie als freie Mitarbeiterin des Österreichischen Rundfunks (ORF) tätig. Nach Eigenaussage fiel sie dort einer {{

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}}, was für sie der Punkt gewesen sei, sich dem Kino hinzuwenden.<ref name="Poenack-Tip-Interview-1983" />

Ihre Spielfilme Karambolage (1983)<ref name="Reichhold-2018-049" /><ref name="DerSpiegel-1983-45" /> {{

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}} (Anna Gadzinski, 2015), wurden bei der Berlinale 1983<ref>Panorama: Karambolage/Carambolage. Filmdatenblatt in: Jahresarchiv der 33. Internationalen Filmfestspiele Berlin, 1983; abgerufen am 7. Jänner 2020.</ref> und Die Nachtmeerfahrt (1985), als {{

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}} (Anna Gadzinski, 2015), bei der Berlinale 1986<ref>Panorama: Die Nachtmeerfahrt. Filmdatenblatt in: Jahresarchiv der 36. Internationalen Filmfestspiele Berlin, 1986; abgerufen am 7. Jänner 2020.</ref> uraufgeführt. Diese beiden „Frauenfilme“ gelangten in der Folge über die deutschsprachigen Programmkinos hinaus auf Festivals in Europa, in den USA und in Japan.

Karambolage, mit Produktionskosten von neun Millionen Schilling bzw. 1,3 Millionen DM, hatte nach Kitty Kino nach Eigendarstellung (1983) {{

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Ab 1987 war Kitty Kino zusätzlich in freien Theaterszene in Wien aktiv, unter anderem im Theater im Künstlerhaus und im Theater Brett. Als erste Frau war sie 1992/1993 mit Regie und Drehbuch an zwei Folgen der Fernsehkrimiserie Eurocops beteiligt.

Kitty Kinos Fernsehfilm Aktion C+M+B, eine Co-Produktion von ORF und SF DRS und hergestellt von der Thalia-Film, hatte seine Erstausstrahlung am 4. Jänner 2000 im ORF und wird seither regelmäßig rund um Heilige Drei Könige am 6. Jänner wieder gesendet. Der Film, der sich an die Sternsingeraktion des Hilfswerk der Katholischen Jungschar anlehnt, {{

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}}<ref>Sabina Naber, Laudatio 2009, S. 4.</ref>

Filmografie

als Schauspielerin:

Regie/Buch/Schnitt/Produktion:

  • 1975: Wenn ma tot san, san ma tot, Regie/Buch
  • 1978: Rübezahl, Regie/Buch (als Kitty Gschöpf)<ref name="IMDb-20200105" />
  • 1983: Karambolage, Regie/Buch
  • 1985: Die Nachtmeerfahrt, Regie/Buch
  • 1989: Wahre Liebe, Regie/Buch
  • 1992–1993: Eurocops (Fernsehserie), 2 Folgen Regie, 1 Folge Drehbuch
  • 1996: Das Geständnis, TV, Regie
  • 1999: Aktion C+M+B (The Three Sly Men, Collecte de l’épiphanie), Regie/Buch
  • 2006: Keyserling – Wissen & Sinn (Persönlichkeitsportrait, nanook-film/3sat), Konzept/Gestaltung/Schnitt

Auszeichnung

Veröffentlichungen

  • Lara und die Insider. Jugendroman. G&G Kinderbuchverlag, Wien 2008, ISBN 978-3-7074-1065-5.
  • KITTY KINO VIENNA. Fotobuch (deutsch/englisch). Edition Lammerhuber, Baden bei Wien 2014, ISBN 978-3-901753-77-0.<ref>Ditta Rudle:

Kitty Kino fotografiert Wien bei Nacht. Buchbesprechung. In: tanz.at, 16. November 2014, abgerufen am 7. Jänner 2020.</ref><ref>Fotoband: Wiener Ansichten zwischen Fotografie und Malerei. Rubrik „Ansichtssache“. In: Der Standard, 17. November 2014, abgerufen am 7. Jänner 2020: {{

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  • Günter Pscheider: Was wurde eigentlich aus …? Der österreichisches Film – November 2019, Interview. In: ray Filmmagazin: Österreichische Filmkarrieren, 10/2019 (Volltext Online).
  • Die kleinste Berührung. Roman. Edition Keiper, Graz 2019, ISBN 978-3-903144-89-7.<ref>Gregor Auenhammer: Kartografie des momentanen Seins. Kitty Kinos neuen philosophischen Roman kann man als Warnung lesen, als ironische Auseinandersetzung einer nur auf Brot und Spiele ausgerichteten Gesellschaft ohne Werte. Rezension in der Rubrik „Das aktuelle Buch“. In: Der Standard, 16. Dezember 2019, abgerufen am 7. Jänner 2020.</ref>

Literatur

  • Sabina Naber: Laudatio für Kitty Kino anlässlich der Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens der Stadt Wien am 22. April 2009. (Volltext Online (PDF) auf der Website von Sabina Naber.)
  • Kitty Kino – eigentlich Kitty Judit Gschöpf [Zum 70. Geburtstag | 2018]. In: Anna Gadzinski u. a.: KALLIOPE Austria. Frauen in Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft. Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres – Kulturpolitische Sektion, Wien 2015, ISBN 978-3-9503655-5-9, S. 104 (Volltext Online (PDF; 3,2 MB) auf der Website des BMEIA).
  • Karambolage (1983). In: Christian Reichhold: 100 x Österreich: Film. Amalthea Signum, Wien 2018, ISBN 978-3-99050-138-2, Nr. 049 ({{#if: Y5l3DwAAQBAJ

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Weblinks

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Einzelnachweise

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