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Kleesalz

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Kleesalz, manchmal auch Bitterkleesalz genannt, ist ein im Waldsauerklee (Oxalis acetosella) enthaltenes, gesundheitsschädliches Kaliumsalz der Oxalsäure (Kleesäure), die korrekte Bezeichnung ist Kaliumhydrogenoxalat mit der Formel KHC2O4.<ref name="crc"> Vorlage:CRC Handbook</ref>

Eigenschaften

Kleesalz besitzt ein monoklines Kristallsystem.<ref>Jean d' Ans: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer, 1998, ISBN 978-3-540-60035-0, S. 504 (Vorlage:Google Buch).</ref> Das Monohydrat von Kleesalz verliert ab etwa 100 °C sein Kristallwasser.<ref name="hc" />

Verwendung

Kleesalz wird zur Reinigung von Mineralien eingesetzt, da sich damit limonitische Überzüge und Krusten entfernen lassen. Wässrige Lösungen von Kleesalz werden auch zur Entfernung von Rostflecken aller Art empfohlen, auch für das Entfärben der bläulichen Eisenflecken auf Eichenholz.
Kleesalz ist das Standardpoliermittel für Marmor.

Entdeckung

1668 beschrieb Samuel Duclos<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> in den Abhandlungen der Pariser Académie Royale des Sciences die Gewinnung eines „essentiellen Salzes“ (sel essentiel) aus Sauerampfer (Rumex). Duclos charakterisierte die Substanz als sauer und identifizierte ihre Ähnlichkeit zum Weinstein (Tartarus). Erst die späteren Arbeiten von Wiegleb und Carl Wilhelm Scheele (1776) klärten auf, dass dieses bereits im Apothekerwesen etablierte Salz das Kaliumsalz einer eigenständigen Säure, der Oxalsäure, darstellt.

Einzelnachweise

<references />