Kleinblütiger Ahorn
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| Kleinblütiger Ahorn | ||||||||||||
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| Datei:Komine-kaede at Saizen-ji 201404a.JPG
Kleinblütiger Ahorn (Acer micranthum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Acer micranthum | ||||||||||||
| Siebold & Zucc. |
Der Kleinblütige Ahorn<ref name="FdG" /> (Acer micranthum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Ahorne (Acer) in der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Japan.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der laubabwerfende Kleinblütige Ahorn ist ein bis über 10 Meter hoher, stark verzweigter Strauch oder kleiner Baum. Der Stammdurchmesser kann selten bis über 1,2 Meter erreichen.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bei Website von Yokoze (Saitama) (japanisch).</ref><ref>Japan’s Ancient Giants: The Onset of Early Summer auf nippon.com.</ref> Die purpurrötliche bis grüne, schwach weiß gestreifte Rinde der dünnen Zweige ist kahl. Die glatte Borke ist gräulich bis braun-grau. Die Art kann einige hundert Jahre alt werden.
Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der rinnige und rötliche, kahle Blattstiel ist bis 7 Zentimeter lang. Die ei- und herzförmige, geschwänzte Blattspreite ist geteilt und fünf-, selten siebenlappig und spitzig doppelt gesägtem Rand. Die großen Lappen sind meist spitzig gelappt und geschwänzt, die kleinen spitz. Die Blattoberseite ist kahl, die hellere Unterseite weist oft Achselbärte aufweisen. Die Laubblätter färben sich im Herbst rot bis orangegelb, selten auch goldgelb. Vorlage:Hinweisbaustein
Generative Merkmale
Der Kleinblütige Ahorn ist zweihäusig diözisch. Die Blütezeit liegt im Mai. Die relativ kleinen Blüten sind in kurzen, bis 10 Zentimeter langen, end- oder achselständigen, vielblütigen, oft hängenden und rötlichen traubigen Blütenständen angeordnet. Die kleine, weißlich-grüne, funktionell eingeschlechtliche und fünfzählige, gestielte Blüte ist radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenstiele sind rötlich. Der Griffel, die Narbenäste und die Staubfäden sowie die Antheren sind rötlich. Bei den weiblichen Blüten sind Staminodien mit Antheroden, bei den männlichen acht Staubblätter und ein Pistillode vorhanden. Es ist jeweils ein Diskus vorhanden.
Die Flügelnüsse sind 1 bis 2 Zentimeter lang. Die Flügel der zweiteiligen Spaltfrucht sind waagrecht oder stumpfwinkelig gespreizt.<ref name="FdG" />
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Stamm
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Zweig mit Laubblättern
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Herbstfärbung
Vorkommen
Der Kleinblütige Ahorn kommt nur auf den japanischen Inseln Honshū, Kyushu und Shikoku vor.<ref name="GRIN" /> Der Kleinblütige Ahorn wächst in kühlfeuchten Wäldern, auf frischen bis feuchten, durchlässigen, mäßig nährstoffreichen, sauren bis neutralen, sandig- oder kiesig-humosen Böden an sonnigen bis lichtschattigen Standorten. Der Kleinblütige Ahorn ist meist frosthart.<ref name="FdG" />
Systematik
Die Erstbeschreibung erfolgte von Acer micranthum 1845 durch Philipp Franz von Siebold und Joseph Gerhard Zuccarini in Abhandlungen der Mathematisch-Physikalischen Classe der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften. München, Band 4, 2, S. 155.<ref name="GRIN" />
Die Art Acer micranthum gehört zur Sektion Macrantha in der Gattung Acer.
Verwendung
Der Kleinblütige Ahorn wird selten aufgrund ihrer beeindruckenden Herbstfärbung als Ziergehölz verwendet.<ref name="FdG" />
Literatur
- J. G. Zuccarini, Ph. Fr. de Siebold, F. A. Guil. Miquel: Flora Japonica. 2. Band, 1870, S. 80, Tab. 141, online bei Gallica - BnF.
- Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage, Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 72–73.
- Aceraceae.: Acer L.: 18. Acer micranthum Siebold & Zucc., S. 610. In: Jisaburo Ohwi: Flora of Japan, englische Übersetzung mit einer Überarbeitung, Washington, Smithsonian Institution, 1965. eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
- Martyn Rix: Acer micranthum. Sapindaceae. In: Curtis’s Botanical Magazine. Vol. 33, No. 3, 2016, S. 241–246, Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).
Weblinks
- Acer micranthum bei Tree Library (Bilder).
- Acer micranthum bei Trees and Shrubs Online.
- Acer micranthum bei Tous les érables.
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FdG"> Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 72–73.</ref> </references>