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Kleine Gusen

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Vorlage:Infobox Fluss

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Baum angenagt durch einen Biber im Tal der Kleinen Gusen
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Tal der Kleinen Gusen in Neumarkt im Mühlkreis – Blickrichtung zur ehemaligen Burg Möstling oberhalb der Kleinen Gusen

Die Kleine Gusen ist einer der beiden Quellflüsse der Gusen im Mühlviertel (Oberösterreich). Ihre Länge beträgt 27 km.

Landschaft und Lauf

Die Kleine Gusen entspringt im Gemeindegebiet von Hirschbach im Mühlkreis, beim Hammerbichl nahe Tischberg. Sie fließt zuerst süd-ostwärts, ab Neumarkt im Mühlkreis südwärts. Nach etwa 27 km fließt sie in der Gemeinde Katsdorf (Gallneukirchner Becken) mit der Großen Gusen zusammen und der Fluss wird die restliche kurze Strecke nur mehr Gusen genannt.

Name

Die Bezeichnung Gusen ist wahrscheinlich germanischer Herkunft und geht auf die indogermanische Wurzel „gheus-/ghus-“ („gießen“) zurück, zumal im Mühlviertel weitere Gewässernamen wie Mühl, Rodl und Visnitz<ref>Vorlage:OöOrtsnamenbuch</ref> auf eine frühe Anwesenheit der Germanen verweisen.<ref>Vorlage:OöOrtsnamenbuch</ref>

Naturschutz und Sehenswürdigkeiten

Die Kleine Gusen wird hauptsächlich von Bachforellen und deren typischen Begleitfischen bewohnt und ist weitgehend unverbaut. Als Tal der Kleinen Gusen ist das Gewässer und die begleitenden Wiesen und Wälder (Schwarzerlen-Eschenwälder, vereinzelt naturnahe Eichen-Hainbuchen-Hangwälder) seit 2012 in die Liste der Natura-2000-Schutzgebiete eingetragen (Europaschutzgebiet AT3108000/NN08),<ref>Oberösterreichisches Landesgesetzblatt (LGBl.) Nr. 110/2012.</ref><ref name='nn08'>Vorlage:Internetquelle</ref> insgesamt ist eine Fläche von 346,00 Hektar geschützt.<ref name="Liste">in der aktuellen EU-Liste sind aber 574,00 h ausgewiesen, das ist eine etwas erweiterte Zone: vgl. DORIS und Vorlage:§§ (pdf, tirol.gv.at).</ref> Außerdem sind 30,50 ha<ref name="nn-lsg">ca. 1 ha davon nicht Natura 2000.</ref> schon seit 2000 Landschaftsschutzgebiet (LSG07).<ref name='lsg07'>Vorlage:Internetquelle</ref>

Zwischen Unterweitersdorf und Neumarkt führte früher die Trasse der Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden entlang der Kleinen Gusen, von der noch einige Gebäude, Brücken und Schwellensteine erhalten sind. Heute führt entlang der Trasse der Pferdeeisenbahn-Wanderweg. In den 1970er Jahren war auch die Führung der Mühlkreis Autobahn (A7) durch das Tal geplant, wurde jedoch wegen ökologischer und hydrologischer Gründe verworfen.

Siehe auch

Literatur

  • Kleine Gusen, Große Gusen und Gusen Untersuchung zur Gewässergüte Stand 1992–1995 (= Amt der Oö. Landesregierung (Hrsg.): Gewässerschutz Bericht 13). 1996 (Vorlage:ZOBODAT).
  • Wehrkataster der Gusen und ihrer Zuflüsse (= Amt der Oö. Landesregierung (Hrsg.): Gewässerschutz Bericht 25). 2001 (Vorlage:ZOBODAT).
  • Amphibien-Erhebung im Europaschutzgebiet (Natura 2000 Gebiet) Tal der Kleinen Gusen. Endbericht 2009. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich, Sierning 2010, S. 1–24 (Vorlage:ZOBODAT).
  • Vorlage:Literatur
  • Günter Dorninger: Biotopkartierung Tal der Kleinen Gusen. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich, 2013, S. 1–77 (Vorlage:ZOBODAT).

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />