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Kommune Kujalleq

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Vorlage:Infobox Kommune in Grönland

Die Kommune Kujalleq ist eine grönländische Kommune mit einer Bevölkerungszahl von etwa 6.300 Einwohnern und einer Fläche von 53.000 km². Der Kommunalsitz liegt in Qaqortoq.

Lage

Die Kommune Kujalleq liegt an der Südspitze Grönlands. Im Nordwesten grenzt sie an der Bucht Alanngorsuaq, im Nordosten am Fjord Kangerlussuatsiaq an die Kommuneqarfik Sermersooq.

Nahezu die gesamte Kommunenfläche wird vom namenlosen südlichen Gebirgssystem Grönlands eingenommen, das nach den ostgrönländischen Kaledoniden die zweitgrößte Massenerhebung der Insel bildet. Das Gebirge dehnt sich unter dem Eis rund 1000Vorlage:Nnbspkm weit nach Nordwesten bis zum Distrikt Sisimiut aus.

Geschichte

Die Kommune Kujalleq wurde am 1. Januar 2009 durch die Zusammenlegung der Gemeinden Qaqortoq, Narsaq und Nanortalik (sowie eines kleinen unbewohnten Teils der Gemeinde Ammassalik) gegründet. Der Name der Kommune bedeutet übersetzt „Südliche Kommune“.

Orte

Der Küstenlinie entlang von Norden nach Süden liegen folgende Orte in der Kommune Kujalleq:<ref>Om kommunen. Kommune Kujalleq.</ref> Vorlage:Positionskarte+

Ort Distrikt Einwohnerzahl (1. Januar 2022)<ref>Aktuelle Einwohnerzahlen Orte in der Kommune Kujalleq. Grønlands Statistik.</ref>
Qassimiut Distrikt Qaqortoq Vorlage:014
Narsaq Distrikt Narsaq 1320
Qassiarsuk Vorlage:070
Narsarsuaq Vorlage:0170
Igaliku Vorlage:031
Qaqortoq Distrikt Qaqortoq 3008
Eqalugaarsuit Vorlage:081
Saarloq Vorlage:024
Alluitsup Paa Distrikt Nanortalik Vorlage:0169
Ammassivik Vorlage:046
Nanortalik 1129
Tasiusaq Vorlage:050
Narsarmijit Vorlage:074
Aappilattoq Vorlage:0105
ohne Angabe Vorlage:01
Kommune Kujalleq 6292

Politik

Bürgermeister

Kommunalwahlergebnisse

Wahl Atassut Demokraatit Inuit Ataqatigiit Naleraq Qulleq Siumut
2008 10,3 % 9,9 % 30,7 % 49,1 %
2013 11,1 % 5,5 % 30,0 % 53,2 %
2017 8,7 % 34,2 % 57,1 %
2021 6,3 % 52,3 % 41,4 %
2025 4,7 % 39,6 % 22,5 % 0,7 % 2,4 % 30,2 %

Kommunalrat

Folgende Personen wurden 2025 in den Kommunalrat gewählt:<ref>Wahlergebnisse in Grönland. valg.gl.</ref><ref>Vorlage:Webarchiv Kommune Kujalleq.</ref>

Name Partei Anmerkungen
Margrethe Thårup Andersen style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Demokraatit
Hans Erik Enoksen style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Demokraatit
Minik Serano Frederiksen style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Demokraatit
Inunnguaq Geronne style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Demokraatit im November 2025 für unwählbar erklärt und durch Karen Marie Kyed Frederiksen ersetzt
Carsten Olesen style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Demokraatit
Malene Vahl Rasmussen style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Demokraatit Bürgermeisterin
Simon Simonsen style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Demokraatit
Stine Egede style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Inuit Ataqatigiit
Pipaluk Jakobsen Larsen style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Inuit Ataqatigiit
Ivalo Motzfeldt style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Inuit Ataqatigiit
Karla Bisgaard style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Siumut
Aputsiaq Egede style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Siumut 2. Vizebürgermeister; im September 2025 ausgetreten und durch Poul Erik Petersen ersetzt
Malik Frederiksen style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Siumut
Maaliaaraq Nielsen style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Siumut
Anders Olsen style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Siumut 1. Vizebürgermeister

Grün hinterlegte Personen gehören der Koalition an.

Wirtschaft

Die Kommune Kujalleq verfügt als einzige Kommune Grönlands über Landwirtschaft. Es gibt rund drei Dutzend Schäfersiedlungen, in denen vor allem Schafzucht betrieben wird. In manchen Schäfersiedlungen wird Rentier- oder Rinderzucht betrieben, in anderen gibt es Ackerbau. In Narsaq befindet sich eine Schlachterei und in Qaqortoq eine Gerberei.

Die Fischerei spielt zwar anteilsmäßig eine geringere Rolle in der Kommune Kujalleq als im Rest Grönlands, ist aber dennoch die Haupteinnahmequelle. Es werden vor allem Garnelen, Kabeljau, Krabben, Heilbutt, Seehasen, Seewolf und Wandersaibling gefischt. Dazu kommt ein geringer Teil Robbenfang.

Die Kommune ist mit der grünen Landschaft, den Bergen und den mittelalterlichen Ruinen ein beliebtes Ziel für Wandertourismus.

In der Kommune Kujalleq wird in geringem Maße Bergbau betrieben.<ref name="dsd">Martine Lind Krebs: Kommune Kujalleq. Den Store Danske.</ref>

Verkehr

Die Kommune ist zeitweise nicht mit dem Schiff erreichbar, da im Sommer das ostgrönländische Meereis aufbricht und als Packeis nach Südgrönland driftet. Mit dem Flughafen Narsarsuaq befindet sich einer der größten Flughäfen des Landes in der Kommune Kujalleq. Von dort aus werden die umliegenden Städte und Dörfer mit Helikoptern angeflogen.<ref name="dsd"/>

Wappen

Das Wappen ist in Silber und Rot geteilt und hat ein eingebogenes Schildhaupt in verwechselten Farben. Der en face, also dem Betrachter zugewandte, gehörnte Widderkopf wechselt im Schild ebenso die Farben. Das Wappen wurde von Sys Abrahamsen gestaltet. Der Widderkopf symbolisiert die Schafzucht als wirtschaftliche Grundlage der Kommune. Die stilisierte Sonne symbolisiert das gute Wetter, ist aber in ihren Farben auch eine Anspielung auf die grönländische Flagge.<ref>Louise M. Kleemann: Nyt kommunenavn: Kommune Kujalleq. Kalaallit Nunaata Radioa (13. Juni 2008).</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Navigationsleiste Verwaltungsgliederung Grönlands