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Kompetenznachweis

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Ein Kompetenznachweis ist ein Dokument, das persönliche Fähigkeiten von Personen darstellt. Es kann dabei die Form eines Rasters, eines Textes, eines Diagramms oder einer Mischung daraus besitzen. Die Kompetenzen können in die vier Bereiche Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz untergliedert werden.<ref name="ipl">Erklärungen zu Kompetenznachweis Website des Instituts für prozessorientiertes Lernen (IPL). Abgerufen am 19. Juli 2011</ref>

Schriftliche Nachweise basierend auf pädagogisch begleiteten Verfahren

Schriftliche Kompetenznachweise werden meist für Jugendliche in Zusammenarbeit mit einem Mentor erarbeitet. Wesentlich für dieses Instrument sind mehrschrittige pädagogisch begleitete Verfahren mit einem Kompetenzfeststellungsverfahren.<ref name="IPL2" /> Beispiel hierfür sind das Abschlussportfolio NRW (kurz: APF),<ref name="apf" /><ref>Kompetenznachweis APF Website von IBAK. Abgerufen am 10. August 2011</ref> der Kompetenznachweis Kultur sowie der Kompetenznachweis International. Dies sind schriftliche Dokumentation, in denen an konkreten Situationen beschrieben wird, welche Kompetenzen vom betreffenden Jugendlichen gezeigt wurden. Ziel dieser Kompetenznachweise ist, Jugendliche beim Einstieg in das Berufsleben zu unterstützen. Sie sollen die Möglichkeit der Selbstdarstellung erweitern, indem der Nachweis in einem Bewerbungsgespräch Anlass sein kann, über die eigenen Fähigkeiten zu sprechen und die Aussagen durch den Nachweis glaubhaft zu belegen. Darüber hinaus soll das Selbstbewusstsein der Jugendlichen gestärkt werden, indem die Jugendlichen sich ihrer Fähigkeiten und Stärken bewusst werden und lernen, diese zu formulieren.

Der Kompetenznachweis Kultur ist ein Bildungspass. Er wird an Jugendliche ab 12 Jahren vergeben, die aktiv an künstlerischen und kulturpädagogischen Angeboten teilnehmen. Der Kompetenznachweis APF wird an Schulen in der Regel ab Klasse 8 oder 9 an Schüler vergeben, die aktiv an schulischen Projekten wie Praktika, Schauspiel, Improvisationstheater, Handwerk, Jahresarbeit, Auslandsaufenthalt usw. teilgenommen haben.<ref>Frank de Vries: Kompetenznachweis und Lernbegleitung in Waldorfschulen. edition Waldorf, Stuttgart 2011. ISBN 978-3-940606-75-4; Seite 12–14</ref> Der Kompetenznachweis International ist von der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. entwickelt worden. Er richtet sich an Jugendliche, die sich in internationalen Projekten engagieren.<ref name="ipak" /> Alle genannten Kompetenznachweise sind Nachweis darüber, welche individuellen personalen, sozialen, methodischen und künstlerischen Kompetenzen die Jugendlichen während des Projektes gezeigt und weiterentwickelt haben.

Alle Kompetenznachweise entstehen gemeinsam mit dem Jugendlichen. Es kommt zu einem Austausch zwischen dem Jugendlichen und dem Projektleiter über die individuellen Stärken, über Lernerfahrungen und Wirkungen des eigenen künstlerischen, bzw. fachlichen und sozialen Handelns. Es erfolgt eine schriftliche Dokumentation, in der jeweils die Situationen beschrieben werden, in denen die Kompetenzen gezeigt wurden.<ref name="IPL2">Erläuterung zum Kompetenzfeststellungsverfahren Website des IPL. Abgerufen am 24. Juli 2011</ref><ref name="apf">Abschlussportfolio NRW Website der Arbeitsgemeinschaft Waldorfpädagogik NRW. Abgerufen am 19. Juli 2011</ref><ref name="ipak">Kompetenznachweis International Verein zur Förderung von Lernenden Regionen e.V. Abgerufen am 19. Juli 2011</ref><ref>Kompetenznachweis Kultur Website der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ). Abgerufen am 19. Juli 2011 </ref><ref>Vorlage:Toter Link/CoreDas Abschlussportfolio (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebotSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. Website der Rudolf Steiner Schule Bochum. Abgerufen am 19. Juli 2011</ref>

Online erstellte Nachweise

Bei Online-Kompetenznachweisen handelt es sich um eine Auflistung von Kompetenzen in einer Urkunde oder Beschreibung mit oder ohne Textbausteinen. Diese soll einen Nachweis für ehrenamtliches Engagement darstellen. Ehrenamtlich engagierte Bürger können das eigene soziale Engagement individuell dokumentieren und nach außen sichtbar machen. Auf diese Weise können sie ihr Engagement für die Gesellschaft auch für sich persönlich, zum Beispiel bei Bewerbungen, nutzen. Die vom Nutzer online angegebenen Kompetenzen werden auf einer Urkunde dokumentiert. Die Organisation bestätigt durch Unterschrift den Inhalt.

Kritik an dieser Art von Nachweis ist, dass sie über konkrete Kompetenzen personaler oder sozialer Art nur wenig aussagen. Einige dieser Nachweise zählen zwar Kompetenzen auf, bieten aber kein dazugehöriges Mess- bzw. Bilanzierungssystem an.<ref>Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento des Vorlage:Referrer vom 5. Mai 2014 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. 2010 (PDF-Download; 1,7 MB). Abgerufen am 19. Juli 2011</ref>

Beispiele

Bilanzierungsverfahren

Eine weitere Gruppe von Nachweisen sind Bilanzierungsverfahren zur Berufsorientierung. Die Verfahren sind biographisch orientiert oder stammen aus dem Bereich der Eignungsdiagnostik. Sie arbeiten mit der Methode der Selbstreflexion. Der Anwender setzt sich mit den eigenen Tätigkeiten, Lernerfahrungen, Vorlieben und Kompetenzen auseinander. Das Ziel diese Kompetenzfeststellungsverfahrens ist die Eigenverantwortung von Personen durch eine Selbstreflexion zu unterstützen.<ref>Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento des Vorlage:Referrer vom 5. Mai 2014 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. 2010. S. 15 (PDF-Download; 1,7 MB). Abgerufen am 19. Juli 2011</ref>

Beispiele

Einzelnachweise

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