Koopmans-Theorem
Das Koopmans-Theorem ist eine nach dem niederländisch-amerikanischen Physiker T. C. Koopmans benannte Näherung.
In ihr wird angenommen, dass sich die Lage der Energieniveaus eines Atoms oder Moleküls bei seiner Ionisierung nicht ändert. Dadurch ist die Ionisationsenergie <math>I \,\!</math> für das höchste besetzte Molekülorbital ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, HOMO) gleich der negativen Orbitalenergie <math>\varepsilon \,\!</math>:
- <math>I=-\varepsilon. \,\!</math>
Das Koopmans-Theorem ist eine Näherung, da durch das Entfernen eines Elektrons <math>i \,\!</math> die Kopplung aller Elektronen an ebendieses Elektron verschwindet und sich so sämtliche Orbitalenergien ein klein wenig ändern.
Die Orbitalenergie kann auch berechnet werden, beispielsweise nach der Hartree-Fock-Methode.
Siehe auch
- Photoelektronenspektroskopie (PES)
- Ultraviolett-Photoelektronen-Spektroskopie (UPS)
- Röntgen-Photoelektronen-Spektroskopie (XPS)
- Dichtefunktionaltheorie (Quantenphysik) (DFT)
Literatur
- T. Koopmans: Über die Zuordnung von Wellenfunktionen und Eigenwerten zu den Einzelnen Elektronen Eines Atoms. Physica (Amsterdam) 1,104, 1934, doi:10.1016/S0031-8914(34)90011-2
- A. Szabo, N.S. Ostlund: Modern Quantum Chemistry, Dover Publications, Mineola 1996, ISBN 0-07-062739-8