Kotla
Kotla (deutsch: Kuttlau) ist ein Ort mit Vorlage:FormatZahl Einwohnern (Stand Vorlage:EWD) in der Landgemeinde Kotla im Powiat Głogowski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.
Geographie
Kotla liegt etwa zehn Kilometer nördlich von Głogów (Glogau) und zwanzig Kilometer südwestlich von Wschowa (Fraustadt).
Geschichte
Der Marktflecken Kuttlau gehörte bis 1945 zum Kreis Glogau im Regierungsbezirk Liegnitz der Provinz Niederschlesien des Deutschen Reichs.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte im Frühjahr 1945 die Rote Armee die Region. Nach Kriegsende wurde Kuttlau unter polnische Verwaltung gestellt. Die deutsche Ortschaft wurde in Kotla umbenannt. In der Folgezeit wurden die Bewohner von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde vertrieben und durch Polen ersetzt.
Einwohnerzahlen
- 1825: 1118, davon 372 Katholiken<ref>Knie (1830), S. 396.</ref>
- 1846: 1490, davon 994 Evangelische<ref>Friedrich Gottlob Eduard Anders: Statistik der evangelischen Kirche in Schlesien. Glogau 1848, S. 357.</ref>
- 1933: 1484<ref name="MR">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- 1939: 1448<ref name="MR" />
Landgemeinde
Zur Landgemeinde Kotla gehören das Dorf selbst und 11 weitere Dörfer mit Schulzenämtern.
Sehenswürdigkeiten
Unter Denkmalschutz stehen:
- Die Pfarrkirche mit dem Patrozinium des hl. Martin (kościół parafialny pw. św. Marcina) ein Barockbau von 1748 mit älterem gotischen Turm. Die barocke Ausstattung stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.<ref>Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 479</ref>
- Das Schlossensemble bestehend aus dem Schloss von Ende des 17. Jahrhunderts für Johann von Müllenau erbaut. In der Nordostecke gibt es den Jagdsaal mit Spiegelgewölbe; im Gebäude reicher barocker Stuckdekor.<ref>Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. ISBN 3-422-03109-X, S. 479</ref> Dazu kommen der Park (18. und 19. Jahrhundert) sowie der Gutshof bestehend aus zwei Nebengebäuden (18. und 20. Jahrhundert), zwei Scheunen aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, ein Getreidespeicher mit Remise (letztes Viertel 19. Jahrhundert), einer Brennerei (18. und 19. Jahrhundert), einer Werkstatt (letztes Viertel 19. Jahrhundert), einem Heizraum (letztes Viertel 19. Jahrhundert) sowie ein Eishaus (letztes Viertel 19. Jahrhundert).
- Die Wohnhäuser Nr. 35 und 137 aus dem 18. Jahrhundert.
Verkehr
Der Bahnhof Kotla lag an der Bahnstrecke Grodziec Mały–Kolsko.
Literatur
- Johann Georg Knie: Alphabetisch-Statistisch-Topographische Uebersicht aller Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien. Breslau 1830, S. 396.
Weblinks
Einzelnachweise
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