Kristīne Opolais
Kristīne Opolais (* 12. November 1979 in Rēzekne, Lettische SSR, Sowjetunion) ist eine lettische Sopranistin.
Leben
Kristīne Opolais wurde in eine musikbegeisterte Familie geboren: Ihre Mutter sang, ihr Vater spielte klassische und Jazztrompete. Ihre musikalische Ausbildung begann mit 7 Jahren.<ref>Internationaler Gesangswettbewerb Neue Stimmen, 2007 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, abgerufen am 9. Mai 2016.</ref> In ihrer Heimatstadt besuchte sie die Jāņa Ivanova Rēzeknes mūzikas vidusskola, ein Fachgymnasium der musikalischen Ausbildung.<ref>Anda Burve, Inese Lūsiņa: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Laimīga? Apmierināta! In: Diena, 21. Januar 2006 ( vom 7. April 2014 im Internet Archive).</ref> Anschließend studierte sie Gesang bei Regīna Frīnberga und an der Lettischen Musikakademie Jāzeps Vītols in Riga, bei Margarita Gruzdeva und Lilija Greidāne<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Cosmopolis, 8. Januar 2007.</ref> und später bei Margreet Honig in Amsterdam.
Künstlerische Entwicklung
Ab 2001 sang Kristīne Opolais im Chor der Lettischen Nationaloper und schon zwei Jahre darauf als Solistin (bis 2007),<ref>Latvijas Nacionālā Opera: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kristīne Opolais ( vom 14. Mai 2012 im Internet Archive).</ref> gefördert von Intendant Andrejs Žagars und von Chefdirigent Andris Nelsons.
2006 gab sie ihr Debüt an der Staatsoper Unter den Linden (in der Titelpartie in Tosca von Giacomo Puccini), 2008 an der Mailänder Scala und an der Wiener Staatsoper (als Mimì in La Bohème von Giacomo Puccini), 2010 an der Bayerischen Staatsoper (in der Titelpartie in Rusalka von Antonín Dvořák) und beim Festival d’Aix-en-Provence, 2011 am Royal Opera House Covent Garden, 2012 am Opernhaus Zürich (in der Titelpartie in Jenůfa von Leoš Janáček) und 2013 an der Metropolitan Opera in New York.<ref>Konzertdirektion Schmid: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sopran Kristīne Opolais ( vom 29. November 2014 im Internet Archive).</ref><ref>Metropolitan Opera: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />New Girl in Town. Latvian Soprano Kristine Opolais talks about making her Met debut. ( vom 7. April 2014 im Internet Archive).</ref> Im April 2014 schrieb Kristīne Opolais, wie Peter Gelb, General Manager der Metropolitan Opera, es ausdrückte, „Met-Geschichte“, als sie – nach ihrem Debüt in der Titelrolle in Madama Butterfly am Vortag<ref>The Metropolitan Opera: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Madama Butterfly ( vom 8. April 2014 im Internet Archive).</ref> – tags darauf bei der Premiere von La Bohème innerhalb weniger Stunden anstelle der erkrankten Sopranistin Anita Hartig einsprang und die Rolle der Mimì sang.<ref>WDR 3: WDR 3 Bühne: Radio live, 5. April 2014 (Einführung in die Sendung).</ref> Die Titelpartie in Manon Lescaut von Giacomo Puccini sang sie im Juni 2014 an der Londoner Royal Opera<ref>Royal Opera House: Manon Lescaut., 24. Juni 2014, abgerufen am 6. Juli 2014.</ref> und im November 2014, als sie Anna Netrebko vertrat, an der Bayerischen Staatsoper.<ref>Eleonore Büning: Hans Neuenfels inszeniert „Manon Lescaut“ von Giacomo Puccini in München. Und es wird ein Abend voller Glück. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17. November 2014, S. 9.</ref><ref>Mirko Weber: Karg, aber schön depressiv. Hans Neuenfels inszeniert mit einer grandiosen Kristīne Opolais Puccinis „Manon Lescaut“ an der Bayerischen Staatsoper. In: Die Zeit, 20. November 2014, S. 65.</ref>
Neben der Oper gab Kristīne Opolais Konzerte u. a. in der Tonhalle Zürich, im Burgtheater, beim „Nobelkonsert“ 2014, dem Festkonzert anlässlich der Verleihung der Nobelpreise in Stockholm,<ref>Konserthuset Stockholm, Historiskt arkiv: Nobelkonsert. Abgerufen am 19. Juli 2018.</ref> bei den Salzburger Festspielen (14. Sinfonie von Schostakowitsch), mit dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem BBC Philharmonic.
In der Saison 2016/2017 übernahm sie an der Metropolitan Opera erneut die Titelpartie in Dvořáks Rusalka.<ref>The Metropolitan Opera: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Antonín Dvořák, Rusalka ( vom 20. Februar 2016 im Internet Archive).</ref> 2022 sang sie im Theater an der Wien die Tosca in einer Inszenierung von Martin Kušej.
Familie
2011 heiratete Kristīne Opolais den Dirigenten Andris Nelsons.<ref>Kristīne Opolais un Andris Nelsons kļūs par vecākiem, tvnet.lv, 28. August 2011 (lettisch), abgerufen am 1. Januar 2020.</ref> 2011 wurde ihre gemeinsame Tochter geboren.<ref>Mirko Weber: Singen als Leben. In: Die Zeit. Nr. 40, 27. September 2012, ISSN 0044-2070, S. 71–72 (zeit.de [abgerufen am 27. März 2018]).</ref> Nur gelegentlich traten Kristīne Opolais und Andris Nelsons gemeinsam auf.<ref>Laurent Bury: Cinq questions à Kristine Opolais. In: Forum Opéra, 20. April 2015, abgerufen am 14. Januar 2021.</ref> Sie wurden 2018 geschieden.<ref>Kristine Opolais: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Personal Statement vom 27. März 2018 ( vom 27. März 2018 im Internet Archive).</ref>
Auszeichnungen
- Im Jahre 2004 wurde Kristīne Opolais der Pauls-Sakss-Preis verliehen, benannt nach dem lettischen Tenor Pauls Sakss (1878–1966).
- 2005 gewann sie den Lettischen Theaterpreis in der Kategorie „Beste Opernkünstlerin“ sowie den Preis der Lettischen Kulturstiftung.
- 2006 und noch einmal 2007 wurde sie mit dem Großen Lettischen Musikpreis geehrt.
- 2016 wurde sie mit dem Drei-Sterne-Orden (Triju Zvaigžņu ordenis) geehrt, der höchsten Auszeichnung ihres Heimatlandes.<ref>Par Triju Zvaigžņu ordeņa piešķiršanu. In: Latvijas Vēstnesis (Amtsblatt der Republik Lettland), Jg. 2016, Nr. 73 (5645) vom 15. April 2016, abgerufen am 2. Mai 2016 (lettisch).</ref>
Weblinks
- Kristine Opolais Homepage
- Vorlage:Operabase
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Opolais, Kristīne |
| KURZBESCHREIBUNG | lettische Opernsängerin (Sopran) |
| GEBURTSDATUM | 12. November 1979 |
| GEBURTSORT | Rēzekne |
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