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Kursk

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Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Infobox Ort in Russland

Datei:ZnamSobor 001.jpg
Die Snamenski-Kathedrale in Kursk
Datei:Вид на Дом Книги с улицы Ленина.jpg
Die Leninstraße im Zentrum von Kursk
Datei:Zhukov at Kursk - panoramio.jpg
Schukow-Denkmal
Datei:Фабрика АО "КОНТИ-РУС".jpg
Kursker Süßwarenfabrik

Kursk (Vorlage:RuS) ist eine Stadt im europäischen Teil Russlands.

Geografie

Kursk ist Hauptstadt der Oblast Kursk und liegt rund 500 km südlich von Moskau nahe der Grenze zur Ukraine. Die Stadt, die vom Seim durchflossen wird, hat Vorlage:EWZ Einwohner (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" />

Westlich der Stadt befindet sich ein Meteoritenkrater mit 5,5 Kilometern Durchmesser, siehe Krater Kursk.

Stadtgliederung

Stadtkreis
(Administratiwny okrug)
Russischer Name Einwohner
(Vorlage:EWD)<ref name="einwohner_aktuell" />
Bemerkung
Schelesnodoroschny Железнодорожный Vorlage:0Vorlage:EWZT Name von Schelesnaja doroga (Eisenbahn), bis 1994 Kirowski rajon
Seimski Сеймский Vorlage:EWZT Name vom Fluss Seim, bis 1994 Promyschlenny rajon (Industrie-Rajon)
Zentralny Центральный Vorlage:EWZT Name bedeutet Zentralrajon, bis 1994 Leninski rajon

Klima

Vorlage:Klimatabelle

Geschichte

Zugehörigkeit

Kursk wurde etwa 980 als Festung der Kiewer Rus gegründet und 1032 das erste Mal urkundlich erwähnt, Ausgrabungen deuten jedoch auf eine Besiedlung zumindest seit dem 5. Jahrhundert vor Christus hin. Die Stadt war ein befestigtes Handelszentrum.

1237 wurde sie von den Truppen der Goldenen Horde unter der Führung von Batu Khan völlig zerstört. Danach war die Stadt von mehreren kleinen russischen Fürstentümern umkämpft. 1285 wurde sie erneut von den Mongolen unter Nogai Khan verwüstet und niedergebrannt. 1362 wurde Kursk vom Großfürstentum Litauen erobert, 1500 folgte die Eroberung durch das Großfürstentum Moskau. Mitte des 16. Jahrhunderts haben krimtatarische Überfälle zur Verwüstung der Stadt geführt. 1586 wurde Kursk als Festung neugegründet und war bis zum 17. Jahrhundert den Angriffen Polen-Litauens (1611/12; 1634) und des Khanates der Krim ausgesetzt, konnte sie jedoch immer wieder abwehren. Die militärische Bedeutung der Stadt sank nach der Errichtung der Belgoroder Linie südlich von ihr.

1708 wurde Kursk dem Gouvernement Kiew zugeschlagen. 1727 fand ihre Aufnahme in das neugebildete Gouvernement Belgorod statt. 1779 erhielt sie Stadtrechte. 1797 wurde das neue Gouvernement Kursk geschaffen. In den 1860er-Jahren wurde die Stadt zu einem Knotenpunkt im neu errichteten Eisenbahnnetz, was einen Industrialisierungsschub zur Folge hatte. Nach der Auflösung des Gouvernements Kursk 1928 gehörte die Stadt zunächst zur Oblast Zentrale Schwarzerde. 1934 wurde die bis heute bestehende Oblast Kursk gebildet.

Zweiter Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg war Kursk vom 4. November 1941 bis zum 8. Februar 1943 von der deutschen Wehrmacht besetzt. Während der Besatzung wurden ca. 3.000 Einwohner erschossen und etwa 10.000 als Zwangsarbeiter ins Deutsche Reich verschleppt. Bekannt ist die Schlacht bei Kursk (auch Schlacht am Kursker Bogen) von Juli und August 1943 als größte Panzerschlacht in der Geschichte der Kriegsführung.

18 km östlich von Kursk liegt die deutsche Kriegsgräberstätte Kursk-Bessedino (auch Besedino, Vorlage:Coordinate) mit etwa 26.070 Kriegstoten (2009), die am 17. Oktober 2009 eingeweiht wurde. Nach Ende der Umbettungen sollen rund 40.000 Kriegsopfer hier bestattet sein.<ref>Beschreibung Kriegsgräberstätte Kursk-Besedino</ref><ref>Schreiben des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. an seine Mitglieder und Spender vom 24. März 2010</ref><ref>Gedenkstätte (PDF; 662 kB)</ref><ref>Vorlage:Toter Link</ref>

In Kursk bestand das Kriegsgefangenenlager 145 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.<ref>Erich Maschke (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.</ref>

Wiederaufbau

Nach dem Krieg wurde die Stadt wieder aufgebaut und es wurden neue Industriebetriebe angesiedelt.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1897 Vorlage:075.721
1926 Vorlage:098.780
1939 119.977
1959 204.712
1970 284.162
1979 375.345
1989 424.239
2002 412.442
2010 415.159
2021 440.052

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Infrastruktur

Heute ist Kursk eine bedeutende Verwaltungs- und Industriestadt. Die Eisenverarbeitung, die chemische und die Lebensmittelindustrie sind die wichtigsten Wirtschaftszweige. Daneben ist auch die Landwirtschaft von Bedeutung, da Kursk in der fruchtbaren Schwarzerdregion liegt.

Von besonderer Bekanntheit ist die Kursker Magnetanomalie (KMA), das weltgrößte bekannte Eisenerzbecken mit durchschnittlichem Eisengehalt zwischen 35 und 60 %.

In der Oblast Kursk liegt in der Nähe der Stadt Kurtschatow das Kernkraftwerk Kursk. Dort werden vier graphitmoderierte Reaktoren des Typs RBMK-1000 betrieben, der auch im Kernkraftwerk Tschernobyl im Einsatz war. Die Reaktoren gingen zwischen 1977 und 1986 in Betrieb.

Weiterführende Bildungseinrichtungen

  • Fakultät der Staatlichen Handelsuniversität Moskau
  • Filiale des Allrussischen Ferninstituts für Finanzen und Ökonomie
  • Geisteswissenschaftlich-technisches Institut
  • Abteilung Kursk der Regionalakademie für Staatsdienst Orel
  • Filiale Kursk des Juristischen Instituts Orlow des Innenministeriums Russlands
  • Institut für Business, Ökonomie und Management Kursk
  • Natur-/Geisteswissenschaftliches Institut Kursk
  • Staatliche Landwirtschaftliche Akademie Kursk
  • Staatliche Medizinuniversität Kursk
  • Staatliche Technische Universität Kursk
  • Staatliche Universität Kursk

Verkehr

Kursk ist mit der russischen Hauptstadt Moskau über die Fernstraße M2 Krym verbunden. Gleichzeitig ist die Stadt Ausgangspunkt der Abzweigung R298, die in östlicher Richtung über Woronesch nach Borissoglebsk führt.

Im Zuge des Russischen Überfalls auf die Ukraine war der Bahnhof von Kursk am 20. August 2023 Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs, wobei das Empfangsgebäude beschädigt wurde, dessen Dachstuhl in Brand geriet.<ref>jh: Drohnenangriff auf russischen Bahnhof. In: Eisenbahn-Revue International 10/2023, S. 468.</ref>

Sport

Im Fußball ist die Stadt durch den Verein Awangard Kursk vertreten. Die Stadt war einer der Austragungsorte der Bandy-Weltmeisterschaften 1965. In Kursk ist das Damen-Basketballteam Dynamo Kursk beheimatet.

Söhne und Töchter der Stadt

Städtepartnerschaften

Kursk listet folgende 24 Partnerstädte auf:<ref name="Twins">Vorlage:Internetquelle</ref>

Stadt Land seit
Bar Datei:Coat of Arms of Bar.png Vorlage:MNE 2008
Belgorod Datei:Coat of Arms of Belgorod.svg Vorlage:RUS 2019
Chichester Vorlage:GBR 2006
Dębno Datei:POL Dębno COA 1.svg Vorlage:POL 2001
Donezk Datei:Greater Coat of Arms of Donetsk (1995).svg Vorlage:UKR 2008
Drochia Datei:Drochia rajon coa.png Vorlage:MLD 2017
Feodossija Datei:Feodosia city COA2016.gif Vorlage:UKR 2002
Gagarin Rajon, Sewastopol Datei:COA of Sevastopol.svg Vorlage:UKR 2001
Gjumri Datei:Coat of arms of Gyumri.svg Vorlage:ARM 2016
Homel Datei:Coat of Arms of Homiel, Belarus.svg Vorlage:BLR 2004
Jewpatorija Datei:COA of Evpatoria.svg Vorlage:UKR 2015
Nawapolazk Datei:Coat of Arms of Navapołack, Belarus.svg Vorlage:BLR 2014
Niš Datei:Escudonis.gif Vorlage:SRB 2006
Pizunda Vorlage:GEO 2008
Polazk Datei:Coat of Arms of Połack, Belarus.svg Vorlage:BLR 2014
Sewerodwinsk Datei:Coat of Arms of Severodvinsk.svg Vorlage:RUS 2001
Sochumi Datei:Gerb Sukhum.png Vorlage:GEO 2009
Speyer Datei:DEU Speyer COA.svg Vorlage:DEU 1989
Tczew Datei:POL Tczew COA.svg Vorlage:POL 2007
Tiraspol Datei:Coat of arms of Tiraspol 1847.svg Vorlage:MLD 2003
Užice Datei:Coat of arms of Užice.jpg Vorlage:SRB 1967
Veria Datei:Veria Logo.png Vorlage:GRC 2016
Widjajewo Datei:Coat of Arms of Vidyayevo (Murmansk oblast) (2004) - 2.png Vorlage:RUS 2001
Witten Datei:DEU Witten COA.svg Vorlage:DEU 1990

Von 1998 bis 2014 existierte auch ein Abkommen mit Datei:Sumy Koehne.gif Sumy in der Vorlage:UKR.<ref name=krimresult>Vorlage:Cite web</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Commonscat Vorlage:Wiktionary

Vorlage:NaviBlock

Vorlage:Normdaten