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Kurzschwanzelfe

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Kurzschwanzelfe
Datei:Myrmia micrura 55099162.jpg

Kurzschwanzelfe (Myrmia micrura)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Gattung: Myrmia
Art: Kurzschwanzelfe
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Myrmia
Mulsant, 1876
Wissenschaftlicher Name der Art
Myrmia micrura
(Gould, 1854)

Die Kurzschwanzelfe (Myrmia micrura) ist ein Vogel aus der Familie der Kolibris (Trochilidae) und die einzige Art der somit monotypischen Gattung Myrmia. Sie kommt in den südamerikanischen Ländern Ecuador und Peru vor. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingestuft.

Merkmale

Datei:Myrmia micrura.jpg
Kurzschwanzelfe, gemalt von John Gould

Die Kurzschwanzelfe erreicht eine Körperlänge von etwa 6 Zentimetern, wobei der leicht gekrümmte Schnabel ca. 13 Millimeter lang ist.<ref name="schulenberg 250">Thomas Scott Schulenberg u. a., S. 250.</ref> Die Oberseite des Männchens ziert ein stumpfes blasses Grün. Ein weißer Fleck im hinteren Bereich des Rückens zieht sich bis zur Seite. Die Kehle schimmert violett und wird sowohl von einem weißen Backenstrich als auch einem weißen Brustband, das sich bis in die Nackenseiten zieht, umrahmt. Der Rest der Unterseite ist weiß.<ref name="ridgely293">Robert Sterling Ridgely (2001b) u. a., S. 293.</ref> Der sehr kurze Schwanz ist schwarz, so dass die Flügel ihn überragen, wenn das Männchen auf einem Ast sitzt.<ref name="schulenberg 250" /> Das Weibchen ist ähnlich, hat aber wenig bis keinen weißen Fleck im hinteren Rückenbereich. Die gesamte Unterseite ist gelblich weiß. Die Violettfärbung der Kehle fehlt.<ref name="ridgely293" />

Verbreitung und Lebensraum

Datei:Myrmia micrura map.svg
Verbreitungsgebiet der Kurzschwanzelfe

Der natürliche Lebensraum der Kurzschwanzelfen ist Wüstenbuschwerk, Gebiete mit Gebüsch und Gärten in den trockenen Tiefländern Ecuadors und Perus. In Ecuador kommen sie im Südwesten in der Provinz Manabí auf der Isla de la Plata und im Nationalpark Machalilla vor. Außerdem sind sie im Westen und Süden der Provinz Guayas präsent, wobei sich das Verbreitungsgebiet südlich bis in die Provinz El Oro und westlich bis in die Provinz Loja erstreckt. Normalerweise findet man sie in Höhen unter 200 Metern, aber in Loja wurden sie auch schon bis 800 Meter beobachtet.<ref name="ridgely387">Robert Sterling Ridgely (2001a) u. a., S. 387.</ref> Im Nordwesten Perus findet man sie in den Regionen Piura, Tumbes, Lambayeque und La Libertad.<ref name="ridgely388">Robert Sterling Ridgely (2001a) u. a., S. 388.</ref><ref name="schulenberg 250" />

Verhalten

Ihre Nahrung finden die Kurzschwanzelfen sehr nah am Boden. Oft fliegen sie Blüten in Gärten an.<ref name="ridgely293" /> Der Gesang während des Balzfluges besteht aus einer Serie hoher Tititis, die von einem hohen swee durchsetzt sind.<ref name="schulenberg 250" />

Etymologie und Forschungsgeschichte

John Gould beschrieb die Kurzschwanzelfe zunächst unter dem Namen Calothorax micrurus. Erst 1876 wurde sie von Mulsant der neuen Gattung Myrmia zugeschlagen.

Der Gattungsname ist wahrscheinlich auf das griechische Wort {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „Ameise“ zurückzuführen. Der Grund für die Namenswahl könnte die kleine Größe sowie die Emsigkeit der Kurzschwanzelfe sein, was dem Charakter einer Ameise recht nahekommt.<ref name="jobling154">James A. Jobling, S. 154.</ref>

Das Artepitheton micrura leitet sich von den griechischen Wörtern {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „klein“ und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „Schwanz“ ab.<ref name="jobling149">James A. Jobling, S. 149.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Kurzschwanzelfe (Myrmia micrura) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />