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Lübars (Möckern)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Lübars
Stadt Möckern
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(503)&title=L%C3%BCbars 52° 10′ N, 12° 7′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(503) 52° 10′ 3″ N, 12° 7′ 21″ O
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Höhe: 85 m ü. NHN
Fläche: 39,62 km²
Einwohner: 503 (31. Dez. 2022)<ref>Die Ortschaften der Stadt Möckern. Stadt Möckern, abgerufen am 18. Oktober 2023.</ref>
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 2002
Postleitzahl: 39291
Vorwahl: 039225
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Datei:Groß Lübars - Kirche.JPG
Nordansicht der Dorfkirche Lübars

Lübars ist eine Ortschaft und ein Ortsteil von Möckern im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt.<ref name="HSSM">Hauptsatzung der Stadt Möckern in der Fassung vom 25. September 2014 – einschließlich 1. und 2. Änderung. 1. Juni 2018 (Volltext [PDF; 115 kB; abgerufen am 28. Dezember 2018]).</ref>

Geografie

Die Gemarkung des Ortes gehört zur westlichen Fläminghochfläche, einer Heide- bzw. magerrasenreichen Waldlandschaft des norddeutschen Tieflandes.<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref>

Neben dem Ortsteil Lübars gehören zur gleichnamigen Ortschaft die Ortsteile Glienicke, Klein Lübars und Riesdorf.<ref name="HSSM" />

Geschichte

1187 findet sich die erste urkundliche Erwähnung des Ortes unter dem Namen Lubas. Verschiedene andere Schreibweisen folgen in weiteren Urkunden: 1219 als Lubaz, 1329 als major Lubas, 1372 als Ost-Lubars und 1382 als Lubars. Später wurde dann von einem Dorf und Rittergut Groß Lübars berichtet.<ref>Reischel: Wüstungskunde der Kreise Jerichow I und Jerichow II. 1930, S. 398.</ref>

Im Jahr 1847 wurde Groß Lübars im „Topographisch-statistischen Handbuch des Preussischen Staats“ gelistet. Zum Kirchdorf zählten ein Rittergut, eine Windmühle, eine Ziegelei, 36 Häuser und 180 Seelen.<ref>Eduard Messow: Topographisch-statistisches Handbuch des Preussischen Staats. Zweiter Band: L–Z. Verlag von Emil Baensch, Magdeburg 1847, S. 47 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 23. Januar 2019]).</ref>

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Groß Lübars mit der Landgemeinde Groß Lübars vereinigt.<ref name="AB-RB-Magdeburg 1928 S. 202" /> Am 17. Oktober 1928 wurden der Gutsbezirk Klein-Lübars mit dem Gutsbezirk Riesdorf zu einer Landgemeinde Kleinlübars-Riesdorf zusammengelegt.<ref name="AB-RB-Magdeburg 1928 S. 230" />

Die Gemeinde Lübars entstand am 20. Juli 1950 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Groß Lübars, Klein Lübars-Riesdorf und Glienicke.<ref name="2VO-LSA-1950" />

Seit den 1990er Jahren gehörte die Gemeinde zur Verwaltungsgemeinschaft Möckern. Durch die Eingemeindung in die Stadt Möckern am 1. Juli 2002 verlor sie ihre politische Selbstständigkeit.<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002</ref>

Politik

Ortsbürgermeisterin ist Heidi Kison.<ref>Ortsbürgermeister. Stadt Möckern, abgerufen am 30. September 2019.</ref>

Wappen

Blasonierung: „In Silber ein blauer Schräglinksbalken belegt mit drei aufrechten goldenen Eicheln, begleitet oben von einem, unten von drei steigenden grünen Lindenblättern, keilförmig nach links gestellt.“

Der blaue Schräglinksbalken verweist auf die Ihle, die in der Gemarkung Lübars entspringt. Die Lindenblätter symbolisieren die vier Orte, aus denen die ehemalige Gemeinde Lübars hervorgegangen ist (Groß Lübars, Klein Lübars, Glienicke und Riesdorf). Lindenblätter wurden gewählt, weil die Linde ein in der Region sehr häufig vorkommender Baum ist und vermutet wird, er habe zur Namensgebung des Ortes beigetragen („lipa“ = slawisch „Linde“). Die drei Eicheln beziehen sich auf die 800-jährige Eiche in Klein Lübars, die als Naturdenkmal ein Wahrzeichen des Ortes ist.<ref>Jörg Mantzsch: Das Wappen der Gemeinde Lübars, Dokumentation zum Genehmigungsverfahren, Hinterlegt bei Regierungspräsidium Magdeburg 1995 (Gutachten: Landeshauptarchiv Magdeburg)</ref>

Das Wappen wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Flagge

Die Flagge ist blau – weiß (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Wappen belegt.

Literatur

  • Gustav Reischel, Historische Kommission für die Provinz Sachsen und für Anhalt: Wüstungskunde der Kreise Jerichow I und Jerichow II. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und des Freistaates Anhalt (= Neue Reihe). Band 9. Selbstverl. d. Hist. Kommission, Magdeburg 1930 (Google Books [abgerufen am 26. Januar 2014]).

Weblinks

Commons: Lübars – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 275 (PDF).</ref>

<ref name="AB-RB-Magdeburg 1928 S. 202">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 202.</ref>

<ref name="AB-RB-Magdeburg 1928 S. 230">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 230.</ref> </references>

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Vorlage:Klappleiste/Ende