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Lauter (Fils)

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Vorlage:Infobox Fluss

Die Lauter ist ein Fluss am Nordrand der Schwäbischen Alb und im Albvorland im mittleren Baden-Württemberg, der nach einem 16 km langen, erst etwa südlichen, dann etwa südwestlichen Lauf am Rand der Stadt Süßen im Landkreis Göppingen von rechts und Osten in die Fils mündet.

Geographie

Verlauf

Datei:Lauter; Quellbereich.jpg
Quellbereich der Lauter

Die Lauter entspringt im Ostalbkreis etwa 2 km nördlich des Schwäbisch Gmünder Stadtteils Degenfeld und weniger als einen halben Kilometer südöstlich des Furtlepasses auf etwa Vorlage:Höhe im Flurstück Zumpen.<ref name="Zumpen-Anmerkung" /> Abhängig von der Niederschlags- oder Schmelzwassermenge führt entweder bereits der Hangschutt im dortigen Schluchtwald Wasser oder aber erst der Graben in den unten angrenzenden Grünlandflächen.

Die junge Lauter erreicht von der linken Talflanke her unter der vom Furtlepass nach Weißenstein führenden Straße hindurch bald die Mitte ihres trogartigen, auf der Sohle offenen und erst am mittleren Hang oder darüber bewaldeten Tals und läuft darin etwa südwärts. Sie durchquert das Dorf Degenfeld im südlichsten Stadtteils von Gmünd und wechselt weiter abwärts an der Ortsgrenze zu dessen oberen Stadtteil Weißenstein über die Kreisgrenze ins Gebiet der Kleinstadt Lauterstein im Landkreis Göppingen. Im Ortsbereich knickt die Lauter nach der Aufnahme der Weißensteiner Lauter aus dem Südosten etwa am Beginn des Mittellaufes auf künftig westlichen bis südwestlichen Lauf, die begleitende Landesstraße mündet in die aus dem Nebental kommende B 466, die nun bis zur Mündung den Fluss begleitet.

Etwas abwärts durchquert der Fluss den Südteil des anderen Stadtteils Nenningen von Lauterstein, von dem Siedlungsteile auch im von Nordnordwesten zulaufenden Nebental des Schwarzwiesenbachs liegen, wechselt aus der Schwäbischen Alb über die Stadtgrenze auf Donzdorfer Gebiet ins Albvorland und passiert gleich dessen Weiler Grünbach am linken Unterhang. An einem kleinen Mühlenwohnplatz der Kleinstadt mündet wieder von rechts der Maibach, danach passiert er Donzdorf selbst an dessen nordwestlicher und nördlicher Siedlungsgrenze. Durch den Ort fließt der Simonsbach zu, nach ihm, nun wieder aus dem Norden kommend, der Reichenbach, mit über 9 km Länge und einem fast 16 km² erreichenden Teileinzugsgebiet der bedeutendste aller Nebenflüsse.

Schließlich überquert die Lauter die Kommunalgrenze zur Kleinstadt Süßen, an deren östlichen Siedlungsrand sie bald auf etwa Vorlage:Höhe von rechts und zuletzt Nordosten gegen Ende von deren großer Kehre nach Westen in die mittlere Fils einfließt.

Die Lauter mündet nach 16,4 km langem Lauf mit mittleren Sohlgefälle von etwa 15 ‰ rund 246 Höhenmeter unterhalb ihres Ursprungs.

In Donzdorf läuft die Lauter über einen sieben Meter hohen Wasserfall. Zwischen Donzdorf und Süßen hat sie natürliche Ufersteilwände; dort kommt auch der Eisvogel vor. Der Mündungsbereich in Süßen ist in keinem natürlichen Zustand, denn das Bachbett wurde dort ausgehoben und mit Stein- und Betonplatten belegt und seitlich stehen Wände aus Beton.

Einzugsgebiet

Die Lauter hat ein 68,2 km² großes Einzugsgebiet, das naturräumlich gesehen mit seinem oberen Teil bis abwärts von Nenningen im westlichen Teil des Albuch und Härtsfeld, genauer des Albuchs liegt. Die Teile weiter im Westen zählen nacheinander zum Unterraum Rehgebirge des Östlichen und der Filsalbvorberge des Mittleren Albvorlandes.<ref name="BfL-171" />

Höchster Punkt ist der Gipfel des Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" /> hohen Bernhardus am Nordosteck des Einzugsgebietes über der Lauterquelle.

Reihum grenzen die Einzugsgebiete der folgenden Nachbargewässer an:

  • Im Nordwesten entsteht jenseits des Kalten Felds zwischen diesem und dem Stuifen der Waldstetter Bach.
  • Im Nordosten liegt jenseits des Fürtlepasses das Quellgebiet des Strümpfelbachs, der den Waldstetter Bach aufnimmt und in die Rems mündet.
  • Im Osten liegt auf der gewässerarmen Albhochfläche das obere Einzugsgebiet des Wedel, eines Zuflusses der Brenz, die über die Donau ins Schwarze Meer entwässert; auf diesem kurzen Abschnitt der Gesamtwasserscheide ist diese also Teil der Europäischen Hauptwasserscheide zwischen diesem und der Nordsee.
  • Im Südosten entwässert das anliegende Gebiet meist über die Eyb zur Fils oberhalb der Lauter.
  • Im Westen führt nach noch lautermündungsnahen kleineren Zuflüssen dieser überwiegend die Krumm den Abfluss der anderen Seite weiter abwärts zur Fils, die wie danach auch die Rems über den Neckar den Rhein speist.

Zuflüsse

Liste einer Auswahl der direkten Zuflüsse und Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Seen von der Quelle zur Mündung. Mit der Zuflussseite, der Länge<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW"/> auf dem Hauptstrang<ref name="Hauptstrang-Anmerkung" />, der Seefläche<ref name="SG-Seefläche" group="LUBW" />, wo nachgewiesen der Fläche des (Teil-)Einzugsgebiets<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW"/>, dem Mündungsort und der Mündungshöhe<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW"/> sowie dem Quellort und der Quellhöhe.<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW"/> Andere Angaben oder Datenquellen sind im Einzelnen vermerkt.

Ursprung der Lauter nördlich-oberhalb des Schwäbisch Gmünder Stadtteils Degenfeld beim Furtlepass auf etwas über Vorlage:Höhe. Der Bach fließt bald nach Süden.

Mündung der Lauter in Süßen auf ca. Vorlage:Höhe von rechts und zuletzt Nordosten in die Fils. Der Bach ist hier 16,4 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 68,2 km²<ref name="Agg05-EZG" group="LUBW" /> hinter sich.

Geschichte

Das im Oberlauf auch Degenfelder Lauter genannte Fließgewässer war zeitweise Grenzbach zwischen den Herrschaftsbereichen der Degenfelder und Rechberger.

Siehe auch

Einzelnachweise und Anmerkungen

LUBW

Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet der Lauter Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle <references group="LUBW"> Höhe:

   <ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW">Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
   <ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW">Höhe nach schwarzer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

Länge:

   <ref name="GeNe-Länge" group="LUBW">Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).</ref>

EZG:

   <ref name="BEZG-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref>
   <ref name="BEZG-Summe-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref>
   <ref name="Agg05-EZG" group="LUBW" group="LUBW">Einzugsgebiet nach dem Layer Aggregierte Gebiete 05.</ref>

Seefläche:

   <ref name="SG-Seefläche" group="LUBW">Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer.</ref>

</references>

Andere Nachweise und Anmerkungen

<references>

   <ref name="Zumpen-Anmerkung">Hanns Baum: Gmünder Bäche, die von der Rems nichts wissen wollen, S. 127.</ref>
   <ref name="Hauptstrang-Anmerkung">Alle außer den elementarsten Fließgewässern laufen aus vielen Nebengewässern und Oberläufen zusammen. Was im gewöhnlichen Sprachgebrauch ein Fluss oder Bach genannt wird, nämlich eine maximale Fließgewässerstrecke mit gleichem Namen, ist oft im hydrologischen Sinne unvollständig, weil etwa der Abschnitt an keiner Quelle, sondern erst unterhalb beginnt, nämlich dann, wenn alle Oberläufe einen anderen Namen tragen. Oder er ist nicht repräsentativ für das von ihm entwässerte Flusssystem, weil sich der Pfad des so benannten Abschnitts das Bachsystem aufwärts in den nach Wasserführung unbedeutenderen von zwei sich vereinenden Oberläufen fortsetzt. Hydrologisch relevanter als der alltäglich übliche, von den historischen Zufälligkeiten der Namengebung abhängige Laufabschnitt gleichen Namens ist deshalb der sogenannte Hauptstrang, also derjenige Strang im sich bergwärts auffiedernden Gewässersystem, der flussaufwärts betrachtet an jeder Aufteilung dem bedeutenderen Zweig folgt. Näheres steht unter Namensgebung von Haupt- und Nebenflüssen.</ref>
   <ref name="BfL-171">Vorlage:GeoQuelle</ref>

</references>

Literatur

  • Hanns Baum: Gmünder Bäche, die von der Rems nichts wissen wollen. In: Gmünder Heimatblätter, 7. Jg., Nr. 7/Juli 1934, S. 127–128.
  • Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt
    • Nr. 7225 Heubach und Nr. 7324 Geislingen an der Steige West (für den Flusslauf)
    • Nr. 7224 Schwäbisch Gmünd Süd und Nr. 7325 Geislingen an der Steige Ost (fürs übrige Einzugsgebiet)

Weblinks

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