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Lawrence Tierney

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Datei:Lawrence Tierney-Anne Jeffreys in Dillinger trailer.jpg
Tierney (l.) im Film Jagd auf Dillinger aus dem Jahr 1945

Lawrence James Tierney (* 15. März 1919 in Brooklyn; † 26. Februar 2002 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Er war vornehmlich als Darsteller von Gangstern bekannt und geriet auch selbst häufig mit dem Gesetz in Konflikt.

Biografie

Lawrence Tierney wurde in Brooklyn, einem Stadtteil von New York City, geboren. Seine Eltern waren Lawrence (Polizist) und Mary Tierney (starb durch Suizid). Seine jüngeren Brüder Gerard Kenneth Tierney alias Scott Brady (1924–1985) und Edward „Ed“ Tierney alias Ed Tracy (1928–1985) sollten ihm später unter Künstlernamen als Schauspieler ins Filmgeschäft folgen. Lawrence Tierney war ein guter Schüler, der die Boy’s High School in Brooklyn besuchte und ein Stipendium für das Manhattan College erhielt.<ref>{{#if:426/000073207|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}|{{#invoke:Wikidata|labelOf}}}} in der Notable Names Database{{#if: |, abgerufen am {{#invoke:DateTime|format|{{{Abruf}}}|T._Monat JJJJ}} }} (englisch)</ref> Tierney verließ jedoch das College, um sich als Wanderarbeiter zu betätigen. Über Umwege bekam er einen Job als Katalog-Model.

Anfang der 1940er Jahre begann Tierney, als Theaterdarsteller zu arbeiten und erhielt anschließend einen Vertrag bei der Filmgesellschaft RKO. Er bekam zunächst Nebenrollen, etwa in dem Horrorfilm The Ghost Ship (1943) und dem Teenager-Drama Youth Runs Wild (1944), die beide von Val Lewton produziert wurden. Einem breiten amerikanischen Publikum wurde Tierney erstmals durch seine Darstellung des John Dillinger in dem Film Jagd auf Dillinger bekannt, das für ein B-Movie unerwartete Popularität entwickelte. Aufgrund seines Erfolges in diesem Film bekam er von RKO zahlreiche Rollen als harter Kerl oder Verbrecher, darunter zweimal als Gesetzloser Jesse James in den Western Badman’s Territory (Land der Banditen) und Best of the Badmen (Der Rächer). Weiter verkörperte er den Mörder im Film noir Born to Kill, einen Soziopathen in The Devil Thumbs a Ride und einen Berufsverbrecher in The Hoodlum.<ref name="BIO">Biografie auf lawrencetierney.com, abgerufen am 27. November 2012.</ref>

Da Tierney, wie in seinen Filmrollen, zum Genuss von reichlich Alkohol und körperlicher Gewalt neigte, kam er des Öfteren mit dem Gesetz in Konflikt und war so ein regelmäßiger Gast im Gefängnis von Los Angeles. Sein Schauspielkollege Robert Mitchum, der 1948 wegen illegalem Drogenbesitzes dort einsaß, sagte zu den Wärtern: “We’re keeping Lawrence Tierney’s cell warm for ya.” („Wir halten Lawrence Tierneys Zelle für euch warm.“)<ref name="BIO"/>

1952 wirkte Tierney in Cecil B. DeMilles Oscar-prämiertem Film Die größte Schau der Welt mit. Im Verlaufe der Dekade kam Tierney aber immer seltener zu guten Filmrollen. Das versuchte er mit einigen Gastauftritten in Serien auszugleichen. Nach seiner Mitwirkung im Drama Ein Kind wartet (1963) von John Cassavetes zog Tierney nach Europa, wo er jedoch wiederum Schwierigkeiten mit dem Gesetz bekam. In den späten 1960ern, als er nach New York zurückgekehrt war, hielt er sich mit Gelegenheitsjobs, beispielsweise als Barmann, über Wasser. 1973 war er in eine Schlägerei verwickelt und 1975 wurde er im Zusammenhang mit dem Suizid einer Frau von der Polizei vernommen.<ref name="BIO"/>

Dennoch gelang es Tierney, seine schauspielerischen Qualitäten in weiteren Filmen unter Beweis zu stellen. So war er 1971 in Otto Premingers Film So gute Freunde (Such Good Friends), 1977 in Andy Warhols Bad oder 1981 in der Komödie Arthur – Kein Kind von Traurigkeit zu sehen. Nach einer Entziehungskur kehrte er 1983 nach Hollywood zurück, um seine Karriere ernsthaft wiederzubeleben und arbeitete regelmäßig für Fernseh- und Kinoproduktionen.

Neben einer wiederkehrenden Nebenrolle in der NBC-Produktion Polizeirevier Hill Street war Tierney auch in Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert zu sehen und spielte einen Sheriff in dem Fernsehfilm Dillinger von 1991. Seine wahrscheinlich bekannteste Altersrolle verkörperte er 1992, als Superhirn „Joe Cabot“ in Quentin Tarantinos Reservoir Dogs – Wilde Hunde.<ref name="BIO"/> Tierney blieb bis etwa zur Jahrtausendwende als Schauspieler tätig.

Tierney verstarb im Februar 2002 an einer Lungenentzündung. Er hatte zwei jüngere Brüder Gerald und Edward Tierney, beide ebenfalls Schauspieler. Sein Neffe ist der Filmregisseur und Schauspieler Michael Tierney.<ref>Vorlage:IMDb</ref> Er hatte drei Kinder, darunter eine Tochter Elizabeth.<ref>Ronald Bergan: Nachruf auf guardian.co.uk, abgerufen am 27. November 2012.</ref>

Filmografie (Auswahl)

Weblinks

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Einzelnachweise

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