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Lebenskundlicher Unterricht

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Lebenskundlicher Unterricht (LKU oder LeKU<ref>Was ist "LKU" bzw. "LeKU"? eka.militaerseelsorge.bundeswehr.de, 11. April 2016, abgerufen am 2. Dezember 2016.</ref>) ist der berufsethische Unterricht der Soldaten der Bundeswehr. Er ist Teil der Gesamterziehung von Soldaten und eine an die Militärseelsorge übertragene Sonderaufgabe, die durch Militärseelsorger und Pastoralreferenten wahrgenommen wird. Dabei ist Lebenskundlicher Unterricht kein Religionsunterricht. Er ist seit 2010 für alle Soldaten verpflichtend.<ref name="hpd.de">http://hpd.de/node/11810</ref>

Ziel ist es, mit dem Lebenskundlichen Unterricht sowie den Seminaren und Arbeitsgemeinschaften für Offiziere und Unteroffiziere ein Forum für freie und vertrauensvolle Gespräche und offenen Gedankenaustausch über ethische Grundfragen der Lebensführung zu bieten. Dies soll der Persönlichkeitsentwicklung und der Schärfung der politischen und ethischen Urteilsfähigkeit der Soldaten dienen. So soll der von den katholischen und evangelischen Militärgeistlichen durchgeführte<ref name="hpd.de"/> Lebenskundliche Unterricht z. B. die mit einem Auslandseinsatz verbundenen Lebensfragen thematisieren und einen Beitrag bei der Entwicklung berufsethischer Kompetenz leisten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.katholische-militaerseelsorge.de</ref><ref>[1] Katholisches Militärbischofsamt zu LKU</ref>

Diese Praxis wird von kirchenkritischer Seite angegriffen, da keine Trennung von Kirche und Staat vorliege.<ref name="hpd.de"/> Auch habe sich der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck wiederholt diskriminierend über Homosexuelle geäußert, sei jedoch für die inhaltliche Ausgestaltung des lebenskundlichen Unterrichts mitverantwortlich.<ref name="hpd.de"/> Overbecks Haltung stehe im Widerspruch zur Führungshilfe der Bundeswehr zum Umgang mit Sexualität<ref>Führungshilfe der Bundeswehr zum Umgang mit Sexualität (PDF; 499 kB)</ref>.

Im September 2018 wurde der Fall eines Oberstleutnants und Rüstungskontrollstabsoffiziers bekannt, der eine „erzieherische Maßnahme in Form einer Belehrung und Ermahnung“, vergleichbar einer Abmahnung, wegen zu reger, kritischer Teilnahme am Unterricht (Thema: Ist der Islam mit der Moderne vereinbar?) erhalten hatte.<ref>Religionskritik im Lebenskundlichen Unterricht unerwünscht: Der Fall des Herrn K. weltanschauungsrecht.de. 26. September 2018, abgerufen am 29. September 2018.</ref> Das Verfahren dauert derzeit noch an.

Historischer Vorläufer des Lebenskundlichen Unterrichts waren die Kasernenstunden.<ref>Angelika Dörfler-Dierken: Zur Entstehung der Militärseelsorge und zur Aufgabe der Militärgeistlichen in der Bundeswehr. Forschungsbericht 83 des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr, März 2008 @1@2Vorlage:Toter Link/www.streitkraeftebasis.dePDF (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2026. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>

Einzelnachweise

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