Levin Friedrich von Hacke
Levin Friedrich von Hacke, auch Levin Friedrich III. von Hake, (* 10. Januar 1713 oder 1714 auf Gut Genshagen; † 25. März 1785 in Stettin) war ein preußischer Generalleutnant, Chef des Infanterie-Regiments Nr. 8, sowie Gouverneur von Stettin.
Herkunft
Sein Vater war der kursächsische Hauptmann Levin Friedrich von Hacke (* 1673; † 11. Juni 1743).<ref>Marcelli Janecki (Red. zug.): Jahrbuch des Deutschen Adels, Band 1, Hrsg. Deutsche Adelsgenossenschaft, W. T. Bruer, Berlin 1896, S. 766.</ref> Seine Mutter ist vermutlich Dorothea Maria Schäfer (1675–1735), oder die zweite Ehefrau des Vaters, Dorothea Sophia von Hacke aus dem Hause Petkus, einen Besitz an der brandenburgischen Grenze zu Sachsen bei Baruth/Mark gelegen. Sein Vater war Mitinhaber von Petkus, Petkus-Kaltenhausen und Liepe und der Besitzer des Gutes Genshagen in der Mittelmark, im Teltowischen Kreis.
Leben
Nachdem er beim Infanterieregiment „Glasenapp“ Nr. 1 und im Infanterieregiment „Kalkstein“ Nr. 25 von 1728 bis 1729 als Fahnenjunker gedient hatte, versetzte ihn König Friedrich Wilhelm wegen seiner ansehnlichen Körpergröße als Junker in das Potsdamer Leibregiment, die Riesengarde, bei welchem er 1738 Fähnrich wurde. Dort verblieb er auch unter König Friedrich II., der ihn bei der Reorganisation der Garden 1740 in das Leibgrenadiergarde Bataillon „Einsiedel“ Nr. 6 einrangierte, wo er 1741 Seconde-Lieutenant und 1743 Premierleutnant wurde. 1750 wurde Hacke, immer noch im gleichen Regiment, Stabs- und wirklicher Hauptmann, 1757 Major und 1762 Oberstleutnant. 1763 wurde er als Kommandeur zum Regiment „Leipziger“ Nr. 3 versetzt, 1765 zum Oberst, 1769 zum Chef des Regiments „Queis“ Nr. 8, 1770 zum Generalmajor, und 1781 zum Generalleutnant und Gouverneur von Stettin ernannt.
1744 ging er zum ersten Mal ins Feld und war bei der Belagerung von Prag dabei. In den folgenden Jahren kämpfte er dann bei Hohenfriedberg, wo er im Gesicht verwundet wurde und bei Soor. In der Schlacht bei Lobositz erlitt er eine Quetschung, als eine Stückkugel ihm den Rockschoß wegriss. Für seine Leistungen während dieser Schlacht erhielt er den Orden Pour le Mérite. Im Gefecht am Moysberg bei Görlitz wurde Hacke am Fuß verwundet und in der Schlacht bei Liegnitz ihm ein Pferd unter dem Leibe erschossen. Ferner beteiligte er sich an der Schlacht bei Torgau, dem Rückzug von Prag und der Belagerung von Dresden.
Immer noch unverheiratet, erlag er 1785 in Stettin einem Schlaganfall.
Er war seit 1784 Ritter des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler, des höchsten preußischen Ordens, und Drost zu Sparrenberg.
Genealogie
- Dietloff von Hake-Kleinmachnow: Geschichte der brandenburgischen Familie von Hake. Band 2: Die Häuser Bornim, Stülpe-Genshagen, Petkus, der österreichische Zweig, die Nachkommen Hans Friedrichs II. auf Genshagen, die rote Linie Hake, Dietloff. Art.: Die schwarze Linie, jüngerer Zweig-Haus Petkus, C. A. Starke Verlag, Görlitz 1928.
Literatur
- Unser Levin Friedrich von Haacke-Genzhagen m. s. Regiment-1767, In: Geschichte und Nachrichten von dem königl. preuß. Infanterieregimente Fürst Franz Adolph von Anhalt-Bernburg von der Zeit seiner Stiftung bis zum 18. August des Jahres 1767. No. III, In: Vollständige Geschichte aller königlichen preußischen Regimenter von ihrer Errichtung an bis auf die gegenwärtige Zeit. Viertes Stück, Verlag Johann Gottfried Trampe, Halle 1767, S. 234.
- Levin Friedrich von Hacke, Generalieutnant, In Historisches Portefeuille auf das Jahr 1786. Zur Kenntniß der gegenwärtigen und vergangenen Zeit. Fünfter Jahrgang, Band 1, Drittes Stück-Monat März, Wien / Breslau / Leipzig / Berlin / Hamburg 1786, S. 365.
- Levin Friedrich von Hacke., In: Anton Balthasar König: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen, welche sich in Preußischen Diensten berühmt gemacht haben. Band 2, Arnold Wever, Berlin 1789, S. 97.
- 3. Juni bei der Revue in Stettin 1784-No. 167: Levin Friedrich von Hacke, General-Lieutnant, In: Rudolph Graf Stillfried und Rattonitz: Liste der Ritter des Königlich Preußischen hohen Ordens vom Schwarzen Adler. III: Von Sr. Majestät dem Könige Friedrich II. ernannte Ritter. Verlag Decker (Geheime Ober-Hofbuchdruckerei), Berlin 1851, S. 11.
- Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 2, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. [1937], {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}
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Einzelnachweise
<references />
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- Regimentsinhaber der Frühen Neuzeit
- Ritter des Schwarzen Adlerordens
- Träger des Pour le Mérite (Militärorden)
- Person in den Schlesischen Kriegen (Preußen)
- Person im Siebenjährigen Krieg (Preußen)
- Gouverneur (Preußen)
- General der Frühen Neuzeit (Brandenburg-Preußen)
- Familienmitglied des brandenburgischen Adelsgeschlechts Hake
- Adliger
- Geboren im 18. Jahrhundert
- Gestorben 1785
- Mann