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Lipnjaki

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Vorlage:Infobox Ort in Russland Lipnjaki (Vorlage:RuS, deutsch Trausen) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)). Er liegt im Rajon Prawdinsk (Kreis Friedland (Ostpr.)) und gehört zur Gorodskoje posselenije Schelesnodoroschnoje (Stadtgemeinde Schelesnodoroschny (Gerdauen)).

Geographische Lage

Lipnjaki liegt fünf Kilometer nordwestlich der früheren Kreisstadt Schelesnodoroschny (Gerdauen) an einer Nebenstraße (Teilabschnitt der ehemaligen deutschen Reichsstraße 141), die Schelesnodoroschny mit Druschba (Allenburg) verbindet. Innerorts mündet eine von Perewalowo (Muldszen, 1936–1938 Muldschen, 1938–1945 Mulden) kommende und über Nowo-Bijskoje (Friedrichswalde) führende Straße ein. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Geschichte

Im Jahre 1874 war der früher Trausen genannte Ort eine der kommunalen Einheiten, die den neu errichteten Amtsbezirk Schloss Gerdauen<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Schloß Gerdauen</ref> bildeten. Dieser gehörte zum Landkreis Gerdauen im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen. 1910 lebten in Trausen 198 Einwohner<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>.

Im Jahre 1930 wurde Trausen in den Amtsbezirk Adamswalde (russisch: Nowo-Galitscheski) eingegliedert, um aber dann noch in demselben Jahr selber Sitz und namensgebender Ort des Amtsbezirks Trausen<ref>Rolf Jehke, Amtsbezirk Trausen</ref> zu werden. In diesem Jahr gehörten fünf Landgemeinden dazu und blieben es bis 1945: Adamswalde (Nowo-Galitscheski), Friedrichswalde (Nowo-Bijskoje), Grünheim (Kostromino), Peißnick (Cholmogorje) und Trausen (Lipnjaki).

Die Einwohnerzahl Trausens im Jahr 1933 belief sich auf 282 und betrug 1939 noch 258<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>.

1945 kam Trausen mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahre 1947 erhielt es den russischen Namen „Lipnjaki“<ref>Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 17. November 1947)</ref> und war danach bis 2009 innerhalb der seit 1991/92 russischen Oblast Kaliningrad in den Wischnjowski sowjet (Dorfsowjet Wischnjowoje (Altendorf)) eingegliedert. Seither ist Lipnjaki aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform<ref>Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 476 vom 21. Dezember 2004, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009</ref> eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) eingestufte Ortschaft innerhalb der Gorodskoje posselenije Schelesnodoroschnoje (Stadtgemeinde Schelesnodoroschny (Gerdauen)) im Rajon Prawdinsk.

Kirche

Mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung war Trausen bis 1945 in das Kirchspiel Gerdauen<ref>Kirchspiel Gerdauen</ref> (russisch: Schelesnodoroschny) im gleichnamigen Kirchenkreis innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.

Heute liegt Lipnjaki im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu gebildeten Auferstehungskirchengemeinde in Kaliningrad (Königsberg (Preußen)) innerhalb der Propstei Kaliningrad<ref>Vorlage:Webarchiv</ref> der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Stadtkreis Prawdinsk