Loge (Zuschauerraum)
Eine Loge ist ein kleiner, an die Rück- oder Seitenwände im Inneren des Zuschauerraumes eines Theaters, Opernhauses oder Kinos gebauter, zur Bühne hin offener Raum mit mehreren Sitzplätzen. Theater, in deren Zuschauerräumen Logen überwiegen, werden Logentheater genannt. Logen existieren auch in Stadien und ebenso in Kirchen als Patronatsloge oder in Form einer Prieche.
Beschaffenheit
Im Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon von 1838 heißt es, Loge „nennt man die in einem Schauspielhause an den Wänden desselben bis zur Bühne herumlaufenden und nach dieser zu offenen Gänge“.<ref></ref> Ergänzend heißt es in Meyers Großem Konversations-Lexikon von 1908, Logen sind „ein nach einer Seite offenes Kabinett … die durch Scheidewände voneinander getrennten, mit gesonderten Zugängen und einer nur kleinen Zahl von Sitzplätzen versehenen Zuschauerzellen.“ Man unterscheidet hierbei noch zwischen Parterrelogen, Proszeniumslogen etc.<ref></ref> Krünitz (1858) führt dazu aus „Solche Logen werden in Logen vom ersten, zweyten etc. etc. Range eingetheilt, je nachdem sie ihrer Lage und Bequemlichkeit wegen Vorzüge vor einander haben.“<ref>Loge, die. In: J. G. Krünitz: Oeconomische Encyclopädie.</ref>
In ihrer historischen Bedeutung sollte der abgegrenzte Raum vor allem die Stellung der hier Platz nehmenden Gäste deutlich machen und es ihnen ermöglichen, sich ungestört mit ihren Begleitern zu unterhalten. Höfische Opern- und Theaterhäuser waren oftmals im Schlossgebäude selbst oder daran angeschlossen gelegen, was den jeweiligen Herrschern einen direkten Zugang zu ihren Logen ermöglichte.<ref>Heiko Laß: Bauten für das höfische Musiktheater im 17. und 18. Jahrhundert – vornehmlich in den deutschsprachigen Ländern. Heidelberg University Publishing, 2020, ISBN 978-3-947732-36-4, doi:10.17885/heiup.469.c7706 (uni-heidelberg.de [abgerufen am 22. Oktober 2025]).</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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