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Lombard Street (London)

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Datei:Exchange Alley - London.jpg
Karte von 1746
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St. Edmund the King and Martyr nahe der Gracechurch Street
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St. Mary Woolnoth nahe der Threadneedle Street

Die Lombard Street ist eine Straße in der City of London. Sie erstreckt sich in nordwestlicher Richtung von der Gracechurch Street bis zu einer Hauptkreuzung, an der die King William Street, die Threadneedle Street, Cornhill, Poultry, Prince’s Street und der kleinere Mansion House Place zusammentreffen. Hier befinden sich die Bank of England und das heutige Einkaufszentrum Royal Exchange, ehemals die erste Börse Londons. Der Verkehr wird nicht direkt auf diese Kreuzung, sondern in die King William Street geleitet.

Name und Geschichte

Der Name geht auf die florentinische Bankiersfamilie Bardi zurück, mit denen das englische Königshaus in Geschäftsbeziehung stand und denen König Edward I. Land an der Straße übertrug, um sie in London anzusiedeln. Der Name selbst verweist auf die Lombarden, italienische Bankiers des Mittelalters.

Hier hatten zahlreiche britische Finanzinstitute seit ihrer Gründung bis in die 1980er Jahre ihren Hauptsitz. Im Haus Nummer 32 wurde 1688 Alexander Pope geboren.<ref>Alexander Pope in der Datenbank Find a GraveVorlage:Abrufdatum. </ref> Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Straße zu einer der wichtigsten Adressen von Kreditinstituten in der City. Hier stand auch das Kaffeehaus von Edward Lloyd, aus dem später Lloyd’s of London hervorging.

Forschung

1873 veröffentlichte der britische Ökonom Walter Bagehot sein Buch Lombard Street: A Description of the Money Market, in dem er allgemeinverständlich die Funktionsweise der Geldmarktaktivitäten darzustellen versuchte.<ref>Walter Bagehot: Lombard Street: A Description of the Money Market. Hrsg.: E. Johnstone, Hartley Withers. Henry S. King and Co., London 1873.</ref><ref>Lombard Street: A Description of the Money Market. In: Online Library of Liberty. Lauren Landsburg, abgerufen am 13. September 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wirkung und Rezeption

Die Bezeichnung Lombardclub für ein Zinskartell österreichischer Banken spielte auf die Rolle der Lombard Street als früheres Zentrum des britischen Finanzsektors an<ref name=standard>Wissen: Der Lombard-Club als fixes Ritual. In: Der Standard. 14. Dezember 2006, abgerufen am 28. Mai 2014.</ref>.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 30′ 43″ N, 0° 5′ 13″ W

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