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Lucas Liß

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Lucas Liß (2024)
Lucas Liß (2024)
Zur Person
Spitzname Lulu
Geburtsdatum 12. Januar 1992
Nation Deutschland
Disziplin Bahn (Ausdauer)/Straße
Verein(e) / Renngemeinschaft(en)
2005 bis 2012
2020–2021
2022–
RSV Unna
RSV Unna
Harvestehuder RV 1909
Internationale Team(s)
2013
2014
2015–2018
2019
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Team Stölting
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Team Sauerland NRW p/b SKS GERMANY
Wichtigste Erfolge
UCI-Bahn-Weltmeisterschaften
2017 Silbermedaille – Scratch
2015 Regenbogentrikot Weltmeister – Scratch
UEC-Bahn-Europameisterschaften
2012 Europameister-Trikot Europameister – Omnium
Team(s) als Sportlicher Leiter
2015–2021 rad-net Rose Team Ass. Sportdirektor<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rad-net Rose Team (Memento vom 22. Februar 2021 im Internet Archive)</ref>
Letzte Aktualisierung: 5. Januar 2025

Lucas Liß (* 12. Januar 1992 in Unna) ist ein deutscher Radrennfahrer, der auf Straße und Bahn aktiv ist. Er wurde ein Mal Weltmeister, ein Mal Europameister der Elite auf der Bahn und gewann zwei Läufe des Bahnrad-Weltcups. Seit 2025 ist er im Paracycling aktiv.

Sportliche Laufbahn

Als Schüler wurde Lucas Liß 2006 deutscher Vize-Meister im Straßenrennen und im Mannschaftszeitfahren (mit Kai Exner, Sven Schöne und Marvin Pfannschilling). Zudem gewann er die 14. Int. Kids-Tour in Berlin und die 9. Süd-Pfalz-Tour. 2007 belegte er den sechsten Platz im DM-Straßenrennen und wurde deutscher Vize-Meister in der Mannschaftsverfolgung auf der Bahn im Berliner Velodrom (mit Daniel Mrosek, Raphael Shakoor und Stefan Barufke).

Im Jahr darauf stand Liß als Junior viermal bei den deutschen Bahnmeisterschaften auf dem Podium: Er wurde jeweils Zweiter im 500-Meter-Zeitfahren, im Zweier-Mannschaftsfahren mit Hans Pirius und in der Einerverfolgung. In der Mannschaftsverfolgung belegte er mit seinem Team (Pirius, Jan Radermacher, Max Stahr) Platz drei. Auch 2009 errang er Podiumsplätze bei deutschen Meisterschaften, indem er jeweils Zweiter im Zweier-Mannschaftsfahren und in der Mannschaftsverfolgung sowie Dritter in der Einerverfolgung wurde. Im selben Jahr startete Liß zum ersten Mal bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Moskau und gewann Bronze in der Mannschaftsverfolgung auf der Bahn (mit Nikias Arndt, Kersten Thiele und Christopher Muche).

2010 errang Liß bei den Junioren-Bahn-Weltmeisterschaften in Montichiari zwei Bronzemedaillen, nachdem er im Jahr zuvor in Moskau ebenfalls Bronze gewonnen hatte. Bei den Bahn-Europameisterschaften des Nachwuchses 2011 in Sankt Petersburg belegte er zwei zweite Plätze, in der Mannschaftsverfolgung (mit Jakob Steigmiller, Johannes Kahra und Theo Reinhardt) sowie im Omnium. Bei den deutschen Meisterschaften in diesem Jahr errang er zwei Junioren-Titel, in der Mannschaftsverfolgung (mit Ruben Zepuntke und Hans Pirius) sowie im Zweier-Mannschaftsfahren, ebenfalls mit Pirius. 2010 gewann Liß das Nachwuchs Sechstagerennen in Berlin mit Hans Pirius. Die 35. Int. Cottbuser Junioren-Etappenfahrt beendete er auf den zweiten Rang. Zudem wurde er in diesem Jahr dreifacher deutscher Meister auf der Bahn (Einerverfolgung, Mannschaftsverfolgung und Madison) und konnte die zweite Etappe der 16. Internationalen Niedersachsen-Rundfahrt gewinnen.

2011 gehörte Lucas Liß zum Aufgebot des Bundes Deutscher Radfahrer bei den Bahn-Europameisterschaften in Apeldoorn. Bei seinem ersten Einsatz in einem internationalen Wettkampf der Elite belegte er im Punktefahren Platz zwölf, im Jahr darauf wurde er bei den Bahnradsport-Weltmeisterschaften 2012 in Melbourne Sechster im Scratch, und im 1000-Meter-Zeitfahren belegte er Platz 19. Bei den Bahn-Europameisterschaften für Junioren und U23 wurde Liß Dritter im Omnium (U23), Vierter in der Mannschaftsverfolgung und Fünfter im Madison (U23).

Im Januar 2012 belegte Liß den sechsten Platz beim Bahnweltcup in Peking im Madison und den siebten in der Mannschaftsverfolgung (mit Nikias Arndt, Henning Bommel, Stefan Schäfer). Im Oktober 2012 wurde Lucas Liß bei den Bahnradsport-Europameisterschaften 2012 in Panevėžys Europameister im Omnium und Vize-Europameister in der Mannschaftsverfolgung, gemeinsam mit Henning Bommel, Theo Reinhardt und Maximilian Beyer. Im selben Jahr gewann er das Omnium beim Bahnrad-Weltcup 2012/13 in Glasgow und belegte mit dem Vierer in der Mannschaftsverfolgung Rang zwei.

Ende des Jahres 2012 wurde Lucas Liß im Berliner Velodrom Deutscher Meister im Omnium. 2014 wurde er Europameister (U23) in derselben Disziplin. 2015 gewann er den Weltmeistertitel im Scratch. 2017 errang er bei den Bahnweltmeisterschaften in Hongkong die Silbermedaille in derselben Disziplin.

Im Dezember 2017 stürzte Liß beim Training für die deutschen Omnium-Meisterschaften in der Oderlandhalle in Frankfurt/Oder nach der Kollision mit einem anderen Rennfahrer schwer. Im Krankenhaus wurden bei ihm ein Riss im rechten Lungenflügel sowie Prellungen und Hautabschürfungen festgestellt.<ref name="wa-456310">Lucas Liß nach Trainingssturz schwer verletzt. In: wa.de. 17. Dezember 2017, abgerufen am 17. Dezember 2017.</ref> Nach dieser schweren Verletzung und weiteren gesundheitlichen Problemen begann Lucas Liß zunächst eine Ausbildung.<ref name="wa-976227">Die besten Bergkamener Radrennfahrer machen einen klaren Schnitt. In: wa.de. 2. Januar 2018, abgerufen am 28. März 2020.</ref> Im Juni 2023 kehrte er in den Radsport zurück: Bei den deutschen Bahnmeisterschaften in Cottbus wurde er als Mitglied des Teams aus Nordrhein-Westfalen deutscher Vizemeister in der Mannschaftsverfolgung.<ref name="unna">Das Comeback des Jahres – Lucas Liß wird Deutscher Vizemeister. In: sport-kreisunna.de. 20. Juni 2023, abgerufen am 21. Juni 2023.</ref>

Seine ersten Rennen als Steher bestritt Liß, geführt von Schrittmacher Matthias Acker, bei der deutschen Meisterschaft der Steher am 16./17. September 2023 auf der Radrennbahn Chemnitz.<ref>Steher-DM in Chemnitz mit mehreren Medaillenkandidaten. In: classic.rad-net.de. 13. September 2023, abgerufen am 20. September 2023.</ref> In der Gesamtwertung belegten Liß / Acker Platz ácht.<ref>Ergebnis Deutsche Meisterschaft Steher 2023 Chemnitz. In: rad-net.de. Abgerufen am 20. September 2023.</ref>

Im Juli 2025 startet Lucas Liß im Paracycling als Pilot des sehbehinderten Sportlers Mathias Köhler. Bei ihrem ersten gemeinsamen Start errangen die beiden Sportler bei den deutschen Paracycling-Bahnmeisterschaften in Cottbus eine Gold- und zwei Silbermedaillen.<ref name="pinger">Sabine Pinger: Mit dem Start im Paracycling betritt Bergkamener Athlet Neuland - und ist überaus erfolgreich. In: wa.de. 11. Juli 2025, abgerufen am 2. September 2025.</ref> Im Dezember 2025 siegte er als Pilot von Thomas Ulbricht bei der Track Cycling Challenge im schweizerischen Grenchen in Sprint und im Zeitfahren.<ref>RSV Unna-Sportler Lucas Liß triumphiert im Para-Cycling-Tandem – Doppelsieg mit seinem Partner Thomas Ulbricht. In: sport-kreisunna.de. 23. Dezember 2025, abgerufen am 5. Januar 2026.</ref>

Privates und Familie

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Liß mit seinem Vater Lucjan Lis (2010)

Liß hat die Fachhochschulreife am Berufskolleg abgelegt und ist ausgebildeter kaufmännischer Assistent. Ab September 2011 war er Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr. Er machte eine Ausbildung bei der Polizei und wurde als Kriminalbeamter in Unna tätig.<ref name="unna" /> Er absolvierte ein Studium im gehobenen Dienst der Polizei NRW.<ref name="pinger" />

Lucas Liß ist der Sohn des im Januar 2015 verstorbenen polnischen Olympiamedaillengewinners von 1972, Lucjan Lis, der ihn auch trainierte und managte.<ref>Olympedia – Lucjan Lis. In: olympedia.org. 26. Januar 2015, abgerufen am 1. Juni 2022.</ref>

Nach seinem Sieg im Omnium beim Bahnrad-Weltcup in Glasgow 2012 trug sich Liß in das Goldene Buch der Stadt Bergkamen ein.<ref>Lucas Liß trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein auf wa.de v. 23. November 201</ref>

Palmarès

Bahn

2009
Bronzemedaille Junioren-Weltmeisterschaft – Mannschaftsverfolgung mit Nikias Arndt, Kersten Thiele und Christopher Muche
2010
Deutsches Meistertrikot Deutscher Meister (Junioren) – Zweier-Mannschaftsfahren, mit Hans Pirius
Deutsches Meistertrikot Deutscher Meister (Junioren) – Mannschaftsverfolgung, mit Hans Pirius, Justin Wolf und Ruben Zepuntke
Deutsches Meistertrikot Deutscher Meister (Junioren) – Einerverfolgung
2011
Bronzemedaille Junioren-Weltmeisterschaft – Omnium
Bronzemedaille Junioren-Weltmeisterschaft – Mannschaftsverfolgung, mit Maximilian Beyer, Christopher Muche und Kersten Thiele
Silbermedaille Europameisterschaft (Junioren) – Omnium
Silbermedaille Europameisterschaft (Junioren) – Mannschaftsverfolgung, mit Jakob Steigmiller, Theo Reinhardt und Johannes Kahra
2012
Bronzemedaille U23-Europameisterschaft – Omnium
Europameister-Trikot Europameister – Omnium
Silbermedaille Europameisterschaft – Mannschaftsverfolgung, mit Theo Reinhardt, Maximilian Beyer und Henning Bommel
Bahnrad-Weltcup 2012/2013 in Glasgow – Omnium
Deutsches Meistertrikot Deutscher Meister – Omnium
2013
Bronzemedaille Deutsche Bahnmeisterschaften – Einerverfolgung
Silbermedaille Deutsche Bahnmeisterschaften – 1000 m Zeitfahren
Bronzemedaille Deutsche Bahnmeisterschaften – Mannschaftsverfolgung
2014
Europameister-Trikot U23-Europameister – Omnium
Bahnrad-Weltcup 2014/2015 in Guadalajara – Omnium
2015
Regenbogentrikot Weltmeister – Scratch
2016
Deutsches Meistertrikot Deutscher Meister – Mannschaftsverfolgung (mit Maximilian Beyer, Leif Lampater und Marco Mathis)
2017
Silbermedaille Weltmeisterschaft – Scratch
Deutsches Meistertrikot Deutscher Meister – Scratch, Mannschaftsverfolgung (mit Theo Reinhardt, Kersten Thiele und Domenic Weinstein)
2018
Deutsches Meistertrikot Deutscher Meister – Mannschaftsverfolgung (mit Felix Groß, Leif Lampater und Jasper Frahm)

2025

Straße

2016

Paracycling

2025

Weblinks

Commons: Lucas Liß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Lucas Liß in der Datenbank von Radsportseiten.com
  • [[[:Vorlage:ProCyclingStats/URL]]/rider.php?id=138805 Lucas Liß] in der Datenbank von ProCyclingStats.com (englisch)
  • Lucas Liß in der Datenbank von rad-net.de

Einzelnachweise

<references />

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2010 Roger Kluge | 2011 Ed Clancy | 2012 Lucas Liß | 2013 Wiktor Manakow | 2014, 2015 Elia Viviani | 2016, 2017 Albert Torres | 2018, 2024 Ethan Hayter | 2019, 2023 Benjamin Thomas | 2020 Matthew Walls | 2021 Alan Banaszek | 2022 Donavan Grondin | 2025 Tim Torn Teutenberg | 2026 Iúri Leitão

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1982 Henry Rinklin | 1983 Josef Kristen | 2011 Robert Bengsch | 2012 Lucas Liß | 2013, 2016, 2019 Maximilian Beyer | 2014 Theo Reinhardt | 2015, 2018 Roger Kluge | 2017 Leif Lampater | 2022–2024 Tim Torn Teutenberg | 2025 Moritz Augenstein

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2012, 2013, 2015, 2019 Maximilian Beyer | 2014 Michel Koch | 2016 Max Kanter | 2017 Lucas Liß | 2018 Leon Rohde | 2022 Tim Torn Teutenberg | 2023, 2024 Moritz Augenstein | 2025 Benjamin Boos

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