Zum Inhalt springen

Ludwig Schwitzer von Bayersheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Ludwig Schwitzer von Bayersheim als Generalmajor 1887.jpg
Ludwig Schwitzer von Bayersheim als Generalmajor 1887

Ludwig Freiherr Schwitzer von Bayersheim (* 2. November 1839; † 28. Februar 1919 in Graz) war ein k. u. k. Wirklicher Geheimer Rat, Offizier, zuletzt Feldzeugmeister, Kommandant des 7. Korps und Inhaber des Artillerieregiments Nr. 82.

Biografie

Ludwig absolvierte die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt<ref name="Svoboda">Johann Svoboda: Die Theresianische Militär-akademie zu Wiener-Neustadt und ihre Zöglinge: 1838–1893. Band 2, K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1897, S. 24.</ref> und wurde 1858 als Unterleutnant 2., dann 1. Klasse, dem Linien-Infanterieregiment Nr. 25 zugeteilt.<ref>Militär-Schematismus des österreichischen Kaiserthums. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1859, S. 131.</ref> Nach erfolgreichem Absolvieren der k.u.k. Kriegsschule wurde er mit gleichzeitiger Beförderung zum Oberleutnant zum Infanterieregiment Nr. 70 beim Festungsgouvernement zu Verona beordert und 1865 dort auch Hauptmann im Generalstab beim Armeekommando.<ref>V. Streffleur: Österreichische militärische Zeitschrift. III. Jg., 4. Band, Druck- und Kommissionsverlag Carl Gerold’s Sohn, Wien 1862, S. 155.</ref><ref>Militär-Schematismus des österreichischen Kaiserthums. Band 1, K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1895, S. 130.</ref> 1866 war er mit dem der Eisernen Krone III. Klasse ausgezeichnet worden.<ref>http://www.coresno.com/ordensritter/158-mischa-orden/2787-eko3-s-v.html</ref>

Als Oberstleutnant im Generalstabskorps (Rang vom 1. Mai 1878) im Infanterieregiment Nr. 60 nahm er 1879 im Verbande des 4. Korps an den Kämpfen an der Nova Brčka und Majevica Planina teil und erhielt ob seiner Tapferkeit das Militärverdienstkreuz (KD.).<ref> Alphons Freiherr von Wrede, Anton Semek: Geschichte der K. und K. Wehrmacht. Band 1, Verlag L. W. Seidel, Wien 1898, S. 542.</ref><ref>Andreas Graf von Thürheim: Gedenkblätter aus der kriegsgeschichte der K. K. Oesterreichischen Armee. Band 1, Buchhandlung für Militärliteratur, Wien 1880, S. 428.</ref> Während der Okkupation Bosniens war er 1881 Generalstabschef unter dem Kommandierenden General in Sarajewo und Gouverneur von Bosnien und Herzegowina Feldmarschalleutnant Hermann Freiherr Dahlen von Orlaburg.<ref name="austro-hungarian-army_1881">Order of Battle 1st November 1881. In: Austro-Hungarian Army. Abgerufen am 24. April 2016 (englisch).</ref> Mit 1. Jänner 1883 wurde er zum Generalstabschef beim 15. Corps ernannt. Diese Funktion übte er bis 1887 aus.<ref>Laibacher Zeitung vom 15. Dezember 1882</ref><ref name="austro-hungarian-army_1883">Corps Commanders and Chiefs of Staff 1883-1918. In: Austro-Hungarian Army. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Januar 2012; abgerufen am 24. April 2016 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.austro-hungarian-army.co.uk</ref> Wegen seiner militärischen Befähigung wurde er am 7. Juli 1884 mit dem Komturkreuz 1. Klasse des Albrechtsordens geehrt.

Mit Rang vom 5. November 1887 avancierte er zum Generalmajor. Am 1. November 1891 wurde er zum Feldmarschalleutnant und Kommandanten der 18. Truppeninfanteriedivision zu Mostar ernannt, sodann durch Allerhöchste Entschließung vom 13. September 1894 in gleicher Eigenschaft zur 11. Truppeninfanteriedivision in Lemberg übersetzt.<ref name="Svoboda"/>

Mit der Ernennung vom 1. November 1899 (Rang vom 26. November 1899) stieg er zum Feldzeugmeister und Inhaber des Artillerieregiments Nr. 82 auf, erhielt den Titel eines Wirklichen Geheimen Rates, war ab Februar 1898 Kommandant des 7. Korps und kommandierender General sowie Festungskommandant (1898–1908) in Temeswar (Timișoara).<ref name="Militär-Schematismus_107">Militär-Schematismus des österreichischen Kaiserthums. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1895, S. 107.</ref><ref name="austro-hungarian-army_1883" />

Der Offizier wurde am 1. Oktober 1908 auf eigenen Wunsch beurlaubt, sodann nach Schaffung des Dienstgrades General der Infanterie (anstelle des Feldzeugmeisters) am 15. November 1908 zu diesem ernannt.<ref>Antonio Schmidt-Brentano: Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918. Österreichisches Staatsarchiv, 1907, S. 170</ref>

Ludwig Ritter Schwitzer von Bayersheim wurde mit Allerhöchster Entschließung Kaiser Franz Josefs I. vom 6. September 1911 in den österreichischen Freiherrnstand erhoben.<ref>http://www.coresno.com/heraldik/181-rekem/4606-rekem.html</ref>

Auszeichnungen (Auswahl)

Quelle:<ref name="austro-hungarian-army_1883" /><ref name="Militär-Schematismus_107" />

Literatur

  • Militär-Schematismus des österreichischen Kaiserthums. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1878 und 1893
  • Antonio Schmidt-Brentano: Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918. Österreichisches Staatsarchiv, 1907
  • V. Streffleur: Österreichische militärische Zeitschrift. III. Jg., 4. Band, Druck- und Kommissionsverlag Carl Gerold’s Sohn, Wien 1862

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Temescher Banat
(1718–1779)

Graf Franz Paul von Wallis • Johann Friedrich Edler von Sprung • Franz Anton Leopold Pontz von Engelshofen • Johann von Scotti • Emanuel Lorenz Voghtern • Franz Ludwig von Thürheim • Johann Sebastian von Soro • Alexander von Villars • Johann von Soro

Königreich Ungarn
(1779–1848)

Johann von Soro • Ludwig Leopold von Lebzeltern • Peter Duka von Kádár • Joseph von Martini • Johann Festenberg von Hassenwein • Joseph von Ghenedegg • Johann Hager von Altensteig • Carl von Greth • Franz Mumb von Mühlheim • Joseph Söldner von Söldenhofen • Johann Nepomuk Berger von der Pleisse • Georg von Rukavina

Woiwodschaft Serbien und Temeser Banat
(1848–1860)

Georg von Rukavina • Adolph Schütte von Warensberg • Joseph Maurer von Maurersthal • Carl Fischer von See • Karl Joseph Franz Wolf von Wachtentreu • Carl von Braum

Königreich Ungarn
(1860–1920)

Carl von Braum • Josepf Reichlin von Meldegg • August Ritter von Ruff • Anton von Scudier • Karl Ernst von Boxberg • Ferdinand von Bauer • Heinrich Isaacson von Newfort • Anton von Scudier • Ludwig von Pulz • Johann Nepomuk von Appel • Christoph von Degenfeld-Schonburg • Johann Baptist von Waldstätten • Ludwig Schwitzer von Bayersheim • Liborius Frank • Anton Seefranz von Kevevára • Otto Meixner von Zweienstamm

Anmerkung: Ab 1872 (Anton von Scudier) war der Kommandierende General des Banats gleichzeitig Festungskommandant von Temeswar

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein