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Luise von Haugwitz

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Karoline Albertine Eleonore Luise (Louise) von Haugwitz, geborene von Rohr (* 5. Juni 1782 in Daber, Westpommern; † 16. Februar 1855 in Groß Tworsimirke, Landkreis Militsch, Provinz Schlesien) war eine deutsche Schriftstellerin. Sie veröffentlichte auch unter dem Pseudonym Arminia.

Leben

Sie entstammte dem hauptsächlich in Brandenburg und Pommern ansässigen Adelsgeschlecht von Rohr und war die Tochter des preußischen Capitäns (Hauptmanns) Otto Friedrich von Rohr in Daber bei Stettin, dem um 1785 auch Gut Sparrenfelde zugeschrieben war.<ref>Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil II, Band 2, W. Dietze, Anklam 1865, S. 1709.</ref> Nach dem Tod seines Vaters erhielt Otto Friedrich von Rohr das Gut Daber.<ref>Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtuns Vor- und Hinterpommern. Teil I. Stettin 1779, S. 220.</ref> Der Name der Mutter scheint überliefert, nach Heinrich Berghaus ist es Margaretha Beata Louisa von Rohr geb. von Ramin,<ref>Siehe: Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Teil II, Band 2, W. Dietze, Anklam 1865, S. 1572–1576.</ref> Tochter der Johanna Luise von Rohr († 11. August 1766) und des Landrats Carl Bogislav von Ramin zu Daber. Ihr Vater Otto Friedrich von Rohr war mit seinem Bruder Thomas Friedrich Ernst von Rohr aktiver Offizier im<ref>Georg von Albedyll: Geschichte des Kürassier-Regiments Königin (Pommersches) Nr. 2. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1896, S. 70. Nr. 244., und S. 80, Nr. 322.</ref> Kürassier-Regiments Königin (Pommersches) Nr. 2 und starb am 25. Oktober 1823 in Speck/Mecklenburg, heute ein Ortsteil von Kargow, welche es er 1808 vom Bruder erbte.

Das Damen Conversations Lexikon berichtete, sie habe an ihrem ländlichen Wohnort nur eine unvollkommene Erziehung erhalten, aber „ihre eifrige Lernbegierde wurde durch die Überzeugung, sich selbst überlassen zu sein, und deshalb, was sie lernte, ganz sich selbst zu verdanken, nur mehr angeregt und gesteigert“. Nachdem sie sich mit der gleichaltrigen Friederike Adelung angefreundet hatte, arbeiteten beide zusammen an dem Roman Nanny und Adelinde, oder die Macht der Sympathie (veröffentlicht 1808).

Datei:Brauchitschdorf-Sammlung Duncker (5417380).jpg
Wohnsitz Schloss Brauchitschdorf. Lithographie a. d. 19. Jahrhundert, Sammlung Alexander Duncker.

Familie

Im Jahr 1804 heiratete sie Karl von Haugwitz (* 1771; † 1844), Sohn vom Reichenauer Gutsbesitzer und Landrat Hans Friedrich von Haugwitz († 1790) und der Margarete Sophie von Niebleschütz († 1804). Ihr Ehemann war damals Forstrat zu Tworsimirke und ebenfalls als Schriftsteller tätig. Die Eheleute Luise und Karl lebten zeitweise im Schloss Brauchitschdorf in Brauchischdorf. Die Eindrücke, die das unweit gelegene Riesengebirge auf sie machte, schlugen sich in ihren Werken nieder. Sie schrieb mehrere belletristische Werke, die sie teils unter dem Pseudonym Arminia veröffentlichte. Karl bewirtschaftete nachfolgend teils Gut Reichenau des Vaters.

Das Ehepaar hatte einen Sohn Alfred von Haugwitz († 1874), der Luise von Ferber-Melz († 1860) aus Mecklenburg heiratete und Nachfahren bekam. Der Enkel Edmund von Haugwitz († 1914) ehelichte in London Beatrice verwitwete Lady Inglefield († 1906) geb. Hodnet, wurde Gutsherr auf Speck, mit etwa 3500 ha ein für Mecklenburg sehr großes Gut. Die Spuren des letzten direkten Nachfahren Karl Odo von Haugwitz führen Ende der 1960er Jahre nach Greenwich Conn. USA, während dessen seine aus Potsdam stammende Frau Elisabeth Stuhrmann in Hannover lebte.<ref>Nachfahren, In: Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler, Oskar Pusch: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1969. Band IX, Band 43 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1969, S. 177.</ref> Karl von Haugwitz hatte allerdings mehrere Geschwister. Sein Bruder Hans (Hans Ernst) von Haugwitz wurde Landschaftsdirektor und Landrat, der Neffe Ernst von Haugwitz erfüllte für Preußen die gleiche Funktion. Nach der Haugwitz`schen Familienchronik von 1910 war Luise von Haugwitz geb. von Rohr einst sogar Lehns-Erbjungfrau für Gut Speck.

Werke

  • Nanny und Adelinde, oder die Macht der Sympathie. Breslau 1802.
  • Waldblumen, in Thannenhains Thälern gesammelt. Breslau 1809.
  • Bergblumen, gepflückt in den Trümmern des Kynasts. Breslau 1812.
  • Der Veilchenkranz. Breslau 1815.
  • Der goldne Schleier, oder Irmgard und Hugo. Eine Sage aus dem Riesengebirge Hirschberg 1821.
  • Weltsinn und Gemüth. Liegnitz 1823.
  • Die Stiefmutter, oder Edwin und Theodora.Leipzig 1826.
  • Das Dreiblatt. 1827.
  • Das zweite Dreiblatt. 1831.
  • Das dritte Kleeblatt oder Pommersche Geschichten. 1832.
  • Die Liebe nach der Hochzeit, oder Edmund und Bertha. Eine Erzählung nach zwölf aufgegebenen Worten. 1834.

Genealogie

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1906. Jahrgang 7, Justus Perthes, Gotha 1904, S. 285 f.
  • Eberhard Graf von Haugwitz: Die Geschichte der Familie von Haugwitz. Nach den Urkunden und Regesten aus den Archiven von Dresden, Naumburg, Breslau, Prag, Brünn und Wien. Band 1: Darstellung. Verlag Duncker & Humblot, Berlin 1910, S. 199 f.

Literatur

Einzelnachweise

<references />

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