Mühledorf BE
| BE ist das Kürzel für den Kanton Bern in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Mühledorf zu vermeiden. |
| Mühledorf | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat: | Vorlage:CHE2 | |||||
| Kanton: | Datei:CHE Bern COA.svg Bern (BE) | |||||
| Verwaltungskreis: | Bern-Mittelland | |||||
| Einwohnergemeinde: | Kirchdorf | |||||
| Postleitzahl: | 3116 | |||||
| frühere BFS-Nr.: | 0875 | |||||
| Koordinaten: | 607649 / 186451
{{#coordinates:46,82916|7,538888|primary
|
dim=5000 | globe= | name= | region=CH-BE | type=city
}} |
| Höhe: | 605 m ü. M. | |||||
| Fläche: | 2,32 km² | |||||
| Einwohner: | 261 (31. Dezember 2017) | |||||
| Einwohnerdichte: | 113 Einw. pro km² | |||||
| Karte | ||||||
Mühledorf ist ein Ort in der politischen Gemeinde Kirchdorf im Verwaltungskreis Bern-Mittelland des Kantons Bern in der Schweiz. Bis zum 31. Dezember 2017 war Mühledorf eine eigene politische Gemeinde. Am 1. Januar 2018 fusionierte diese mit den Gemeinden Gelterfingen und Noflen zur neuen Gemeinde Kirchdorf.
Geographie
Mühledorf liegt auf 605 m ü. M., elf Kilometer nordwestlich der Stadt Thun (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich auf dem südlichen Ausläufer des Belpberges zwischen den Talebenen der Gürbe im Westen und der Aare im Osten, westlich des Gerzensees.
Die Fläche des 2,3 km² grossen Gebiets der ehemaligen Gemeinde umfasst einen Abschnitt der breiten Aaresenke zwischen Bern und Thun. Der östliche Teil liegt auf der gewellten Hochfläche des südlichen Belpberges, welche durch den eiszeitlichen Aargletscher überformt wurde. Ganz im Osten reicht das Gebiet bis an das Ufer des Gerzensees. Mit 630 m ü. M. wird auf der Höhe gegen die Gemeinde Gerzensee die höchste Erhebung von Mühledorf erreicht. Nach Westen erstreckt sich Mühledorf in die landwirtschaftlich intensiv genutzte Gürbetalebene und reicht über die kanalisierte Müsche bis etwa in die Mitte der hier rund 1,5 km breiten Ebene. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 7 % auf Siedlungen, 6 % auf Wald und Gehölze und 86 % auf Landwirtschaft; etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.
Zur Gemeinde Mühledorf gehörten einige Hofgruppen und Einzelhöfe. Nachbargemeinden bzw. ‑orte von Mühledorf sind Gerzensee, Kirchdorf (Ortsteil), Mühlethurnen, Kirchenthurnen und Gelterfingen.
Bevölkerung
Mit 261 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) gehörte Mühledorf zu den kleinen Gemeinden des Kantons Bern. Von den Bewohnern waren im Jahr 2000 97,3 % deutschsprachig, 1,1 % französischsprachig, und 1,1 % sprachen Rätoromanisch. Die Bevölkerungszahl von Mühledorf belief sich 1850 auf 277 Einwohner, 1900 auf 220 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts nahm sie durch starke Abwanderung bis 1960 um weitere 40 % auf 137 Personen ab. Seither wurde wieder eine deutliche Bevölkerungszunahme verzeichnet.
<timeline> Colors=
id:lightgrey value:gray(0.9) id:darkgrey value:gray(0.8)
ImageSize = width: auto height:200 barincrement:45 PlotArea = top:20 left:40 bottom:20 right:35 AlignBars = justify DateFormat = x.y Period = from:0 till:300 TimeAxis = orientation:vertical AlignBars = justify ScaleMajor = gridcolor:darkgrey increment:60 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:12 start:0 PlotData=
color:yellowgreen width: 35 mark:(line,white) align:center bar:1764 from:start till:132 text:"132" bar:1850 from:start till:277 text:"277" bar:1860 from:start till:273 text:"273" bar:1870 from:start till:299 text:"299" bar:1880 from:start till:278 text:"278" bar:1888 from:start till:250 text:"250" bar:1900 from:start till:220 text:"220" bar:1910 from:start till:214 text:"214" bar:1920 from:start till:193 text:"193" bar:1930 from:start till:142 text:"142" bar:1941 from:start till:148 text:"148" bar:1950 from:start till:146 text:"146" bar:1960 from:start till:137 text:"137" bar:1970 from:start till:161 text:"161" bar:1980 from:start till:184 text:"184" bar:1990 from:start till:193 text:"193" bar:2000 from:start till:183 text:"183" bar:2010 from:start till:228 text:"228" bar:2015 from:start till:245 text:"245" bar:2017 from:start till:261 text:"261"
</timeline>
Politik
Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2015 betrugen: SVP 44,9 %, BDP 19,0 %, SP 9,8 %, FDP 7,6 %, glp 4,1 %, GPS 3,8 %, EVP 3,4 %.<ref>Wahlen 2015. Resultate der Gemeinde Mühledorf. Kanton Bern, 18. Oktober 2015, abgerufen am 21. März 2016</ref>
Wirtschaft
Mühledorf war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben der Ackerbau und der Gemüsebau (insbesondere Kohlpflanzungen) im Gürbetal sowie die Milchwirtschaft und die Viehzucht einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf dank seiner attraktiven Lage zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in den grösseren Ortschaften der Umgebung, in der Agglomeration Bern oder im Raum Thun arbeiten.
Verkehr
Mühledorf ist verkehrstechnisch recht gut erschlossen, obwohl es abseits der grösseren Durchgangsstrassen an einer Verbindungsstrasse von Kirchenthurnen nach Kirchdorf liegt. Der nächste Anschluss an die Autobahn A6 (Bern–Thun) befindet sich rund 5 km vom Ortskern entfernt. Durch die Postautokurse, welche die Strecken von Kaufdorf nach Wichtrach und von Münsingen nach Kirchdorf bedienen, ist Mühledorf an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1364 unter dem Namen Mulidorf. Im Mittelalter gehörte Mühledorf zunächst zum Gebiet der Herren von Kramburg, ab 1373 zum Besitz der Johanniterkommende in Münchenbuchsee. Nach der Reformation kam das Dorf unter die direkte Berner Herrschaft und war dem Landgericht Seftigen unterstellt. Die Niedere Gerichtsbarkeit lag zunächst bei Gelterfingen, wurde aber im 18. Jahrhundert nach Mühledorf transferiert (Vennergericht). Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Mühledorf während der Helvetik zum Distrikt Seftigen und ab 1803 zum Oberamt Seftigen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt.
Sehenswürdigkeiten
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Im Längmoos befindet sich ein dreigeschossiges Herrschaftshaus von 1795 mit Ründe in einer ausgedehnten Gartenanlage. Aus dem 16. Jahrhundert ist ein Speicher erhalten. Auch das eingeschossige Landhaus Fimelen (1923) im historisierenden Architekturstil steht in einem grossen Park. Mühledorf besitzt keine eigene Kirche, es gehört zur Pfarrei Kirchdorf.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Allmendingen | Arni | Bäriswil | Belp | Bern | Biglen | Bolligen | Bowil | Bremgarten bei Bern | Brenzikofen | Deisswil bei Münchenbuchsee | Ferenbalm | Fraubrunnen | Frauenkappelen | Freimettigen | Gerzensee | Grosshöchstetten | Guggisberg | Gurbrü | Häutligen | Herbligen | Iffwil | Ittigen | Jaberg | Jegenstorf | Kaufdorf | Kehrsatz | Kiesen | Kirchdorf | Kirchlindach | Köniz | Konolfingen | Kriechenwil | Landiswil | Laupen | Linden | Mattstetten | Meikirch | Mirchel | Moosseedorf | Mühleberg | Münchenbuchsee | Münchenwiler | Münsingen | Muri bei Bern | Neuenegg | Niederhünigen | Niedermuhlern | Oberbalm | Oberdiessbach | Oberhünigen | Oberthal | Oppligen | Ostermundigen | Riggisberg | Rubigen | Rüeggisberg | Rüschegg | Schwarzenburg | Stettlen | Thurnen | Toffen | Urtenen-Schönbühl | Vechigen | Wald | Walkringen | Wichtrach | Wiggiswil | Wileroltigen | Wohlen bei Bern | Worb | Zäziwil | Zollikofen | Zuzwil
Ehemalige Gemeinden: Aeschlen bei Oberdiessbach | Albligen | Ausserbirrmoos | Ballmoos | Barschwand | Belpberg | Bleiken bei Oberdiessbach | Bremgarten Stadtgericht | Bümpliz | Büren zum Hof | Clavaleyres | Diemerswil | Englisberg | Etzelkofen | Gelterfingen | Golaten | Grafenried | Gysenstein | Hauben | Innerbirrmoos | Kirchenthurnen | Limpach | Lohnstorf | Messen-Scheunen | Mühledorf | Mühlethurnen | Mülchi | Münchringen | Niederwichtrach | Noflen | Oberscheunen | Oberwichtrach | Otterbach bei Oberdiessbach | Rümligen | Rüti bei Riggisberg | Schalunen | Scheunen | Schlosswil | Schönthal | Stalden im Emmental | Tägertschi | Trimstein | Wahlern | Zauggenried | Zimmerwald
Kanton Bern | Verwaltungskreise des Kantons Bern | Gemeinden des Kantons Bern