Musculus brachioradialis
| Musculus brachioradialis |
|---|
| Datei:Brachioradialis.png |
| Ursprung |
| Äußerer Rand des Humerus (Crista supracondylaris lateralis) |
| Ansatz |
| Radius (Processus styloideus radii) |
| Funktion |
| Flexion, Pronation und Supination des Unterarms |
| Innervation |
| Nervus radialis des Plexus brachialis |
| Spinale Segmente |
| C5–C7 |
Der Musculus brachioradialis (lat. für „Oberarmspeichenmuskel“) ist einer der speichen- beziehungsweise daumenseitigen Skelettmuskeln des Unterarms.<ref name="prometheus330">Michael Schünke, Erik Schulte, Udo Schumacher (Hrsg.): Prometheus – LernAtlas der Anatomie. Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem. 6. Auflage. Thieme, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-13-244413-3, S. 330.</ref>
Funktion
Der Musculus brachioradialis ist an der Beugung des Ellbogengelenks beteiligt. Er ist weiterhin sowohl an der Pronation (aus Supinationsstellung) als auch der Supination des Unterarms (aus Pronationsstellung) beteiligt.<ref name="prometheus340">Michael Schünke, Erik Schulte, Udo Schumacher (Hrsg.): Prometheus – LernAtlas der Anatomie. Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem. 6. Auflage. Thieme, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-13-244413-3, S. 340.</ref> Die stärkste Beugung entwickelt der Muskel bei einer Semipronationsstellung des Unterarms.<ref name="drenckhahn">Detlev Drenckhahn (Hrsg.): Anatomie. 17. Auflage. Urban & Fischer, München und Jena 2008, ISBN 978-3-437-42342-0, S. 313.</ref>
Nervenversorgung
Der Muskel wird über Nervenfasern des Nervus radialis innerviert<ref name="prometheus330" /> und ist Kennmuskel für das Rückenmarkssegment C6.<ref name="dualereihe">Gerhard Aumüller et al. (Hrsg.): Duale Reihe Anatomie. 5. Auflage. Thieme, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-13-243502-5, S. 497.</ref>
Vergleichende Anatomie
Bei den Huftieren ist der Musculus brachioradialis nicht ausgebildet, bei Hunden kann er fehlen.<ref>Horst Erich König, Hans-Georg Liebich (Hrsg.): Anatomie der Haussäugetiere: Lehrbuch und Farbatlas für Studium und Praxis. Schattauer Verlag, Stuttgart / New York 2009, ISBN 978-3-79452650-5, S. 191.</ref> Beim Hund strahlt er in der Mitte des Unterarms in die Unterarmfaszie ein, setzt also nicht am Radius an.<ref>Atlas der Anatomie des Hundes: Lehrbuch für Tierärzte und Studierende. Schlütersche, 2007, ISBN 978-3-89993039-9, S. 22.</ref> Bei Katzen ist er stets vorhanden und setzt innenseitig am unteren Ende der Speiche an.<ref>Horst Erich König, William Perez: Anatomie der Katze und ihr Verhalten aus der Sicht des Anatomen, eine Textsammlung. Cuvillier Verlag, 2022, ISBN 978-3-73696610-9, S. 48.</ref>
Siehe auch
Einzelnachweise
<references />