Magnesiumcarbid
Magnesiumcarbid gehört in der Gruppe der Carbide zu den ionischen Carbiden, welches sich formal vom Propin (Allylen) oder Propadien (Allen) ableitet und somit der Gruppe der Alleniden zugeordnet wird.
Gewinnung und Darstellung
Die Verbindung entsteht bei der Pyrolyse von Magnesiumacetylid<ref>Vorlage:Holleman-Wiberg</ref>
- <math>\mathrm{2 \ MgC_2 \rightarrow Mg_2C_3 + C}</math>
oder durch Überleiten von gasförmigen Kohlenwasserstoffen (z. B. Pentan) über auf 700 °C erhitztes Magnesium.<ref name="brauer" />
Eigenschaften
Das Kristallgitter der hell- bis dunkelgrauen<ref name="brauer" /> Verbindung enthält isolierte Allylenid-Ionen ([C=C=C]4−). Bei der Hydrolyse von Magnesiumcarbid entsteht leicht entzündbares Propin.<ref Name="Roth_Weller CD-ROM">L. Roth, U. Weller-Schäferbarthold: Gefährliche Chemische Reaktionen - Potentiell gefährliche chemische Reaktionen zu über 1750 Stoffen, Eintrag für Magnesiumcarbid, CD-ROM Ausgabe 12/2025, ecomed Sicherheit Landsberg/Lech, ISBN 978-3-609-48040-4 .</ref> Magnesiumcarbid zerfällt bei 740–750 °C in seine Elemente.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 916.</ref>
Quellen
<references />