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Mampong (Ashanti Region)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mampong
Mampong (Ashanti Region) (Ghana)
Mampong (Ashanti Region) (Ghana)
Koordinaten 7° 4′ N, 1° 24′ WKoordinaten: 7° 4′ N, 1° 24′ W
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Basisdaten
Staat Ghana
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Ashanti Region
Distrikt Sekyere West District
Höhe 391 m
Einwohner 42.037 (2022)

Mampong ist eine Stadt in der Ashanti Region als Hauptstadt des Sekyere West District in Ghana und leicht zu verwechseln mit Mampong in Akwapim. Daher wird für Mampong in Ashanti der Zusatz Ash. verwendet.

Geografie

Mampong liegt etwa 50 km nördlich von Kumasi am nördlichen Ende des Mampong-Hochlands. In der Nähe liegen das Boumfoum-Wildtierreservat im Westen und das Kogyae-Reservat im Nordwesten von Mampong. Die Stadt liegt an der großen Ausfallstraße, die von Kumasi nach Norden führt und in Yeji endet. Die Straße zwischen Mampong und Kumasi ist gut ausgebaut und asphaltiert, so dass die 50 km in einer Dreiviertelstunde bewältigt werden können. Bei der Schaffung des Volta-Sees wurde hingegen die Verbindung zwischen Mampong und Tamale zunächst unterbrochen, und Mampong hat an Bedeutung als Handelsstadt verloren.

Geschichte

Tetteh Quarshie brachte 1879 die ersten Kakaosamen nach Ghana und damit erstmals den Kakaoanbau auf das afrikanische Festland. Bei Mampong baute er erstmals auf dem afrikanischen Festland erfolgreich Kakaopflanzen an und durchbrach so das portugiesische und spanische Monopol. Noch heute ist seine Plantage und sein Haus in der Nähe des Ortes zu besichtigen.<ref>Andrea Franc: Wie die Schweiz zur Schokolade kam. Der Kakaohandel der Basler Handelsgesellschaft mit der Kolonie Goldküste (1893–1960) (= Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft. Nr. 180). Schwabe Verlag, Basel 2008, ISBN 978-3-7965-2409-7, S. 78 f.</ref> Quarshie arbeitete in Abhängigkeit von der kolonial tätigen Basler Mission. Deren Aktiengesellschaft Missionshandelsgesellschaft (MHG) lieferte der Überlieferung zufolge 1893 die ersten zwei aus dem Land exportierten Kakaosäcke aus Mampong.<ref>Matthias Buschle, Daniel Hagmann: Kleine Basler Weltgeschichte. 2. Auflage. Christoph Merian Verlag, Basel 2012, ISBN 978-3-85616-536-9, S. 75 f.</ref>

Bevölkerung

Mit Stand 2022 leben 42.037 Menschen in Mampong.<ref>Population of Cities in Ghana (2019)</ref> Hauptsächlich sind diese als Plantagenbauern beschäftigt, da hier ein Schwerpunkt auf dem Kakao-, Kaffee- und Tabakanbau liegt.

Kultur

Mampong ist neben Kumasi die zweitwichtigste Residenz der traditionellen Könige der Aschanti. Historisch gesehen hatte Mampong daher eine bedeutende Rolle inne. Auf dem Weg von Kumasi nach Mampong entlang der Mampong Road liegen viele der Bedeutenden Orte der Aschanti-Kultur, wie Zentren der Kente-Kunst, Adinkra-Druckkunst und Webereien (Beispiele: Pankronu, Ahwiaa, Ntonso).

Religion

Seit 1995 ist Mampong Sitz des römisch-katholischen Bistums Konongo-Mampong.

Personen

Weblinks

Commons: Mampong – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />