Mapuche
Die Mapuche (früher zusammen mit benachbarten Völkern Araukaner genannt) sind ein indigenes Volk Südamerikas. Ihr angestammtes Gebiet erstreckt sich auf die Staaten Chile und Argentinien. Die Mapuche teilen sich in diverse Regionalidentitäten auf, so zum Beispiel die Picunche (Menschen des Nordens), die Huilliche (Menschen des Südens), die Lafkenche (Menschen des Meeres), die Wenteche (Menschen der Täler) und die Pehuenche (Menschen der Andentanne), die die bekannteste und größte Gruppe bilden. Die Picunche wurden bereits in vorkolumbischer Zeit von den Inka unterworfen und als Fronarbeiter eingesetzt, wobei die Landstrukturen allerdings bestehen blieben.<ref>Olaf Kaltmeier: Bewegungen im Raum. Identitäten, Territorialitäten und Widerstände der Mapuche in Chile. In: Ders. (Hrsg.): Neoliberalismus – Autonomie – Widerstand: Soziale Bewegungen in Lateinamerika. Westfälisches Dampfboot, Münster 2004. S. 122–140.</ref> Die Huilliche waren bis ins 13. oder 14. Jahrhundert Jäger und Sammler, bevor sie ergänzend dazu einen begrenzten Gartenbau einführten. Der reiche Wildbestand und Pinienfrüchte lieferten nach wie vor die wichtigste Subsistenzbasis. Im 16. und 17. Jahrhundert gingen sie zu Ackerbau (Weizen, Kartoffel) und Viehzucht (Lama, Rind, Schaf, Pferd) über.<ref name="Lindig u. Münzel">Wolfgang Lindig, Mark Münzel: Die Indianer. Kulturen und Geschichte der Indianer Nord-, Mittel- und Südamerikas. dtv, München 1978, [[Spezial:ISBN-Suche/{{#if:trim|3-423-04317-X}}|ISBN {{#if:trim|3-423-04317-X}}]] S. 119–125.</ref>
Die Mapuche (genauer: die Pehuenche und Teile der Huilliche) widersetzten sich der spanischen Kolonisation mit erbitterter und – im Gegensatz zu den meisten anderen indigenen Völkern Amerikas – über 300 Jahre langer erfolgreicher Gegenwehr. Von der Mitte des 16. Jahrhunderts an etablierten die Mapuche einen eigenen Staat (zum Teil nach spanischem Vorbild), der bis 1883 Bestand hatte. Seitdem besteht teilweise unter den Mapuche die Bestrebung, wieder die Unabhängigkeit zu erlangen, was bis heute zu Konflikten führt.<ref name=":0" />
Etymologie
Die Bezeichnung „Mapuche“ verwenden die Angehörigen seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Begriff wird auch genutzt, um sich von anderen gesellschaftlichen Gruppen abzugrenzen. Die Bezeichnung der Spanier lautete „Araukaner“ und wurde nach der Unabhängigkeit von der spanischen Krone zunächst von den Chilenen übernommen, wenn sie sich auf gesellschaftliche Gruppen südlich des Flusses Bío Bío bezogen. Anfang der 1980er Jahre verlangten die Mapuche vom chilenischen Staat und der chilenischen Gesellschaft, die Bezeichnung Araukaner nicht mehr zu verwenden.<ref name="BPB">Johanna Höhl: Die Mapuche, Bundeszentrale für politische Bildung, 25. August 2023</ref>
Geschichte
Vorkolumbische Kultur
Den Mapuche gelang es als einzigem indigenen Volk Amerikas über lange Zeit hinweg, sich der Kolonisation durch die Spanier zu entziehen und ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Ihr Siedlungsgebiet erstreckte sich vom Río Choapa im mittleren Norden Chiles bis zur Insel Chiloé, es hatte also eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 1600 Kilometern. In der Sprache der Mapuche, dem Mapudungun, bedeutet Mapu Erde und Che so viel wie Mensch. Die Mapuche nennen sich selbst, wie viele andere indigene Volksgruppen, „Menschen der Erde“.
„Mapuche“ als identitärer Oberbegriff für die verschiedenen Regionalidentitäten entwickelte sich erst im 17. und 18. Jahrhundert in Abgrenzung zu den „Winkas“ (< ue ingka, „neue Inkas“), den Fremden, wie zunächst die spanischen Kolonisatoren und später die chilenische Mehrheitsgesellschaft bezeichnet wurde. Die Eigenbezeichnung als „Mapuche“ ist somit als Resultat von Widerstands- und Reorganisationsprozessen unter dem Einfluss der Spanier zu verstehen.<ref>Mirco Lomoth: Mapuche, Forstunternehmen und Staat: Ein Streitfall aus dem heutigen Chile. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2007.</ref> Die Mapuche sehen sich als eine Volkseinheit, Jeqmonche genannt, die sich in mehrere nach geografischen Herkunftsgebieten benannte Gruppen gliedert. Bei den vorkolonialen Mapuche handelte es sich um Halbnomaden, die nur in geringem Maße Land- und Viehwirtschaft betrieben. Sie lebten in zahlenmäßig kleinen Familienverbänden, so genannten Lofche, die autarke und autonome Einheiten bildeten. Sie kannten weder größere Dörfer noch Städte. Auch das Rad war unbekannt. Ihr Land verwalten die Mapuche noch heute in Gemeineigentum.<ref name="Der Spiegel">Der Spiegel. Hamburg 2008, Nr. 4 (21. Januar), S. 91. {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0038-7452|0}}{{#ifeq:1|0|[!] }}{{#ifeq:0|1
|{{#switch:00
|11= (print/online)
|10= (print)
|01= (online)
}}
}}{{#ifeq:0|0
|{{#ifeq:0|0
|{{#if:{{#invoke:URIutil|isISSNvalid|1=0038-7452}}
|
|{{#invoke:TemplUtl|failure|ISSN ungültig}}}}}}
}}</ref>
Das vorkolumbische Volk der Mapuche wird in der heutigen Literatur teilweise auch „Reche-Mapuche“ genannt, was so viel bedeutet wie „ursprüngliche“ oder „authentische“ Mapuche, von Mapudungun Re (rein, unvermischt, unverfälscht) und Che (Mensch). Die Reche-Mapuche besaßen nach Darstellungen einiger Autoren bis zum Auftauchen der spanischen Kolonisatoren eine gesellschaftliche Struktur, die frei von jeglicher Herrschaft war und keine festen territorialen Grenzen oder Barrieren zwischen den gesellschaftlichen Schichten kannte. Ordnung wurde durch soziale Bindungen wie Verwandtschaften oder Allianzen hergestellt, die frei eingegangen werden konnten.<ref name="Kaltmeier">Olaf Kaltmeier: Auf der Suche nach Anarchie. In: Jürgen Mümken (Hrsg.): Anarchismus in der Postmoderne. Edition AV, Frankfurt am Main 2005. ISBN 3-936049-37-8</ref> Diese Deutung des Gesellschaftsmodells der Mapuche als einer dem Anarchismus nahestehenden Form des Zusammenlebens, die auch von Vertretern der Mapuche selbst verfochten wird, kritisiert an der neuzeitlichen politischen Anthropologie, dass sie keine Gesellschaft ohne Herrschaft denken konnte und die herrschaftsfreien Gesellschaften des amerikanischen Doppelkontinents deshalb stets nur im Hinblick auf Funktionsträger wie „Häuptlinge“ (etwa die temporären Kriegshäuptlinge der Mapuche) oder (auch als Priesterärzte<ref>Carl Hans Sasse: Geschichte der Augenheilkunde in kurzer Zusammenfassung mit mehreren Abbildungen und einer Geschichtstabelle (= Bücherei des Augenarztes. Heft 18). Ferdinand Enke, Stuttgart 1947, S. 17.</ref> tätige) Machi (weibliche oder homosexuelle „Schamanen“)<ref name="Lindig u. Münzel" /> untersucht habe. In der ursprünglichen Mapuche-Gesellschaft hätten derartige Personen zwar durchaus über Macht (im Sinne von Einfluss), nicht aber über die zur Durchsetzung von tatsächlicher Herrschaft nötigen Zwangs- und Gewaltmittel verfügt. Wer sich ihnen nicht beugen wollte, ging eigene Wege und wurde in Ruhe gelassen. Auch gab es bei den Reche-Mapuche keine universelle Gottesfigur. Anders als Maya und Azteken kannten sie keine zentralen Gottheiten und Repräsentationsinstanzen der religiösen Sphäre, die von allen vorbehaltlos anzuerkennen waren.<ref name="Kaltmeier"/>
So sahen denn auch die spanischen Konquistadoren in den Mapuche eine Art Gegenbild zum eigenen, straff hierarchisch organisierten System: {{
#if: | „{{ #ifeq: {{#if:de|de|de}} | de | Vorlage:Str trim | {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} }}“ | {{#ifeq: {{#if:de|de|de}} | de | „Vorlage:Str trim“ | {{#invoke:Text|quote |1={{#if: | {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} | {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} }} |2=de |3=1}} }}
}}{{#if: Holdenis Casanova Guarda
| (<templatestyles src="Person/styles.css" />Holdenis Casanova Guarda{{#if: | : }}{{#if: | , deutsch: „“ }})
| {{#if:
| ({{#if: | , deutsch: „“ }})
| {{#if: | (deutsch: „“) }}
}}
}}{{#if: Sie haben kein Oberhaupt, sie erkennen keine Obrigkeiten an, sie haben keine Schriftsprache, sie haben kein Gesetz, ihnen fehlen Glaube und Ansehen
| {{#if: Sie haben kein Oberhaupt, sie erkennen keine Obrigkeiten an, sie haben keine Schriftsprache, sie haben kein Gesetz, ihnen fehlen Glaube und Ansehen
| {{#if:
| Vorlage:": Text= und 1= gleichzeitig, bzw. Pipe zu viel }} }}
| Vorlage:": Text= fehlt }}{{#if: | {{#if: {{#invoke:Text|unstrip|{{{ref}}}}}
| Vorlage:": Ungültiger Wert: ref=
| {{{ref}}} }}
}}<ref>Holdenis Casanova Guarda: La Araucania Colonial – Discursos y Esteriotipos (1550–1800). 1998, zit. nach Olaf Kaltmeier: Auf der Suche nach Anarchie. In: Jürgen Mümken (Hrsg.): Anarchismus in der Postmoderne. Edition AV, Frankfurt 2005, S. 99 f., ISBN 3-936049-37-8.</ref>
Die kirchlich und kolonial geprägte, ethnnozentrische Sicht stellte die Mapuche oft als „Mangelgesellschaft“ dar – also als Gesellschaft ohne Staat, ohne Schrift, ohne Geschichte und ohne Markt. Diese Perspektive wird der Realität aber nicht gerecht. Sie übersieht, dass die Mapuche ihre natürliche Umwelt sehr erfolgreich nutzten und beherrschten – und zwar so, dass es zu ihrer Lebensweise und ihren Bedürfnissen passte. Zudem ist die übliche Vorstellung gesellschaftlicher „Entwicklung“, die davon ausgeht, dass wirtschaftliche Entwicklung automatisch mit dem Aufbau politischer Machtstrukturen einhergeht, nach heutiger Meinung nicht geeignet, um solche Gemeinschaften richtig zu verstehen.
Kolonisation durch die Spanier ab 1536
Die seit 1536 eindringenden Spanier wurden – wie zuvor die Inkas – erbittert bekämpft. Sehr schnell und viel gezielter als etwa die nordamerikanischen Indianer übernahmen die Araukaner das Pferd durch systematischen Diebstahl und erlernten die Reitkunst und Zucht der Tiere. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich eine kriegerische südamerikanische Reiterkultur, die es vollbrachte, jahrhundertelang als antikolonialer Gegenstaat (der viel von den Spaniern kopierte) zu bestehen.<ref name="Motz">Hartmut Motz: Sprachen und Völker der Erde – Linguistisch-ethnographisches Lexikon. Band 1, Projekte-Verlag Cornelius, Halle 2007, ISBN 978-3-86634-368-9. S. 230–232.</ref>
1546 trafen spanische Konquistadoren unter Pedro de Valdivia am Fluss Bío Bío erstmals auf die Mapuche, die die Kolonisatoren zunächst erfolgreich am Aufbau einer Festung hinderten. Erst 1550 gelang es den Spaniern, die Stadt Concepción zu gründen. Die Mapuche entschlossen sich daraufhin zum Krieg. Im Dezember 1553 kam es zur Schlacht von Tucapel, die mit einem Desaster für die Spanier endete und in der Valdivia selbst zu Tode kam. Unter ihrem gemeinsamen Kriegshäuptling, dem Toki („Beil“) Lautaro zerstörten sie von 1554 bis 1556 in mehreren Angriffswellen eine Reihe von Stützpunkten, darunter auch die Festung Arauco und die befestigte Stadt Concepción, wurden dann aber auf dem Marsch nach Santiago de Chile in der Schlacht bei Peteroa (1. April 1557) von Francisco de Villagra bei einem nächtlichen Überraschungsangriff geschlagen, bei dem auch Lautaro ums Leben kam. Der neue Gouverneur García Hurtado de Mendoza unternahm ab Sommer 1557 einen weiteren Feldzug nach Süden, der jedoch nach mehreren verlustreichen Gefechten ins Stocken kam und schließlich abgebrochen werden musste. Arauco konnte allerdings wieder besetzt werden und wurde endgültig erst 1723 von den Mapuche überrannt. Lautaros Nachfolger Caupolicán wurde von den Spaniern gefangen und grausam getötet. Er diente dem spanischen Schriftsteller Alonso de Ercilla y Zúñiga, der den Feldzug selbst miterlebte, als Vorbild für seinen 1569 veröffentlichten Versroman La Araucana. Auch der Chronist Pedro Mariño de Lobeira beschreibt in seiner „Chronik des Königreichs Chile“ (Crónica del Reino de Chile, erschienen 1595) die Kämpfe mit den Mapuche aus der Sicht der Eroberer anschaulich.
In der Folgezeit zerstörten die Indianer die meisten der von Siedlern gegründeten Ansiedlungen im Süden des Landes und verhinderten damit eine weitere Kolonisierung Chiles nachhaltig. Zu einem weiteren großen Aufstand kam es in den Jahren von 1598 bis 1604, nachdem die Huilliche die spanischen Truppen 1598 in der Schlacht von Curalaba noch einmal vernichtend geschlagen hatten. Dabei war auch der spanische Gouverneur Chiles, Martín García Óñez de Loyola, getötet worden. Die spanische Verwaltung in Südchile konnte sich danach nur noch auf der Insel Chiloé halten.
Die Mapuche erkannten sehr schnell, dass die Spanier nur erfolgreich zu bekämpfen waren, wenn man sie mit ihren eigenen Mitteln schlug. Daher übernahmen sie neben der Reitkunst zahlreiche spanische Kulturelemente und errichteten eine Gesellschaft, die auf streng militärischer Erziehung und systematischer „Hassentwicklung“ gegen die Spanier beruhte: So wurden gefangene Spanier bereits durch Kinder gefoltert, gedemütigt, vergewaltigt und schließlich getötet und verspeist. Auch das Christentum konnte sich bis zum Ende des Mapuche-Staates nicht ausbreiten. Selbst Araukanern drohte bei Übernahme des neuen Glaubens der Tod.<ref name="Lindig u. Münzel" />
Der andauernde Widerstand der Ureinwohner zwang die Spanier 1641 zur Anerkennung einer unabhängigen Mapuche-Nation im Vertrag von Quillín. Darin wurde der Bío-Bío-Fluss als faktisch schon seit 1602 bestehende Grenze zum Mapuchegebiet festgeschrieben und dem Volk der Mapuche Souveränität zugebilligt. Wenngleich sie in den Augen der Spanier unabhängige Vasallen des spanischen Königreichs waren, bleibt dies ein in der Geschichte indigener Bevölkerungen in Südamerika einzigartiger Vorgang. Auch, dass mit dem Gouverneur von Chile, Francisco López de Zúñiga, ein spanischer Adliger auf Augenhöhe mit indigenen Gruppen verhandelte, war revolutionär.<ref>When Chile’s Indigenous Made the Spanish Back Down, americasquarterly.org, 26. Juli 2022</ref> Zwar kam es auch danach immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen und Eroberungsversuchen, doch hatte die Grenzziehung im Wesentlichen bis zum Ende der Kolonialzeit Bestand.
In dieser Zeit erweiterten die Mapuche ihren Siedlungsraum allmählich über die Anden nach Osten, wo sie verwilderte Rinder und Pferde jagten. Dabei kam es zu einem Kulturtransfer zu den dort lebenden Ethnien, der sogenannten „Araukanisierung“. Ein Teil der dort lebenden Tehuelche übernahm die Pferdezucht und aus der Verbindung dieser Gruppe mit den Mapuche entstand die Araukanergruppe der Pewenche. Die neue Heimat, eine Steppenlandschaft, eignete sich ausgezeichnet für die Viehzucht. Die Mapuche hielten dort große Herden Rinder, Pferde und Schafe und kontrollierten zeitweise den Salz- und Viehhandel im gesamten südlichen Südamerika.<ref name="Motz" />
Im Jahr 1803 fand mit dem Parlamento de Negrete eine Zusammenkunft von über 3000 Mapuche – darunter rund 200 Stammesführer – mit den Vertretern der spanischen Krone sowie der Katholischen Kirche statt. Seit der Mitte des Jahrhunderts hatten solche Beratungen die Koexistenz sowie den Handel definiert und offenen Krieg verhindert. In der Begrüssung sprach der spanische Tagungsleiter vom „Gehorsam gegenüber dem König als gute Vasallen“. Ein Teil der Abmachungen war, dass Häuptlinge ihre Kinder die Schule der Franziskaner in Chillán besuchen lassen durften, oder der Umgang mit Dieben und Deserteuren. Die Beistandspflicht im Falle eines Angriffes fremder Nationen wurde erneuert. Eine Neuigkeit dieser Zusammenkunft war das Verbot, ausländischen Seefahrern die Walfangjagd vor der Küste zu erlauben, ferner eine Einschränkung des Handels der vier Regionen mit der Pampas-Region (Argentinien), sowie die Duldung, respektive sogar Unterstützung von Missionaren im Mapuche-Gebiet. Die Erlaubnis zur Missionierung war bereits im Vertrag von 1641 enthalten.<ref>Stefan Rinke: Kleine Geschichte Chiles, BPB, 25. August 2023</ref>
Die Mapuche verhielten sich mehrheitlich loyal zu den Royalisten, als der Unabhängigkeitskrieg nach 1818 die Region erreichte.<ref>Displacing the stage: the Araucanians in the Independence Process of Chile</ref>
Das Königreich von Araukanien und Patagonien
Das Königreich von Araukanien und Patagonien gehört zu den skurrilsten Episoden der chilenischen Geschichte. Im Jahre 1858 reiste der französische Rechtsanwalt Orélie Antoine de Tounens nach Chile. Er war von der Idee besessen, mit den Mapuche und den Indianern Patagoniens ein eigenes Königreich zu errichten. Nach Verhandlungen mit dem Kaziken Mañil reiste er in die Region Bío-Bío. Mañil war inzwischen verstorben, aber sein Nachfolger Quilapán nahm ihn herzlich auf. Tounens legte den Mapuche einen selbst ausgearbeiteten Verfassungsentwurf vor und konnte die Indianer davon überzeugen, ihn am 17. November 1860 zum „König von Araukanien und Patagonien“ zu wählen. Die chilenische Regierung und andere Regierungen ignorierten ihn vorläufig einfach. Schließlich verriet ihn sein Diener Juan Rosales Baptist an die chilenischen Behörden, die ihn festnehmen ließen. 1862 wurde Tounens nach Frankreich abgeschoben. Trotzdem versuchte er noch mehrmals, nach Südamerika zurückzugelangen, um sein „Königreich“ wieder aufzubauen.
Landnahme durch den unabhängigen chilenischen Staat
Nach 1825 hatte das unabhängige Chile die Eigenständigkeit der Mapuche zunächst ausdrücklich anerkannt. Erst im Rahmen der 1861 – ausgelöst unter anderem durch die Aktivitäten von Antoine de Tounens und innenpolitische Konflikte – vom Präsidenten José Joaquín Pérez ausgerufenen „Befriedung Araukaniens“ wurde das Mapuche-Gebiet in den 1860er Jahren sukzessive militärisch besetzt und gewaltsam an Chile angegliedert. Zwar verabschiedete der chilenische Kongress am 4. Dezember 1866 ein Gesetz,<ref>Simona Tarozzi: LAND GRANT IN LATE ANTIQUITY: A PATTERN FOR MODERN COLONIAL REGULATIONS?, in Historical Perspectives - on Property and Land Law, The Figuerola Institute, 2019, ISBN 978-84-1324-499-0, S. 60</ref> das die Eigentumsrechte der Mapuche im „Indigenen Territorium“ anerkannte, und setzte eine Expertenkommission – die Kommission für die Landangelegenheiten der Indigenen – ein, deren Aufgabe die Abgrenzung indigener Besitztümer war.<ref>Nicole Jullian: Der Mapuche-Konflikt - Entstehung und Status Quo Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), 2013</ref> Bei der Besetzung wurden die Gebiete jedoch wie Staatseigentum behandelt und die Gesetzgebung blieb wirkungslos.<ref>José Millalén Paillal: ¡…Escucha, winka…! cuatro ensayos de historia nacional mapuche y un epílogo sobre el futuro, Lom Ediciones, 2006, ISBN 978-956-282-851-2.</ref> Nachdem es wegen der nachlassenden militärischen Präsenz während des Salpeterkrieges zu neuerlichen Aufständen gekommen war, erfolgte zwischen 1881 und 1883 die endgültige Niederwerfung des Widerstands durch chilenische Truppen. Anschließend brachte der Staat Siedler aus Europa in den Süden Chiles und damit in die bislang von den Mapuche bewohnten Gebiete, darunter besonders viele Deutschsprachige. Vielfach rodeten die Siedler den Wald und legten Ackerland an.<ref>Schweizer Siedler in Chile – Der Konflikt mit den Mapuche-Indianern, wem gehört das Land?, SRF DOK, 3. Oktober 2019, Minute 1:30</ref> Die verbliebenen Mapuche mussten große Teile ihrer angestammten Siedlungsräume verlassen und wurden in verhältnismäßig kleinen Reservaten konzentriert, wo sie infolge der räumlichen Enge häufig kein Auskommen fanden.<ref>Reducciones y radicaciones de comunidades mapuche, memoriachilena.cl (Nationalbibliothek Chiles), abgerufen am 19. Dezember 2025.</ref> Verarmung, Kriminalität, soziale Konflikte mit den europäischen Neuansiedlern und schließlich Abwanderung in die Städte waren die Folge. 1934 scheiterte der letzte größere Aufstand der Mapuche bei Ranquil.
20. Jahrhundert
Bedingt durch den Verlust ihres Landes an Großgrundbesitzer (latifundistas) und Holzfirmen wanderten im 20. Jahrhundert viele Mapuche in die Städte ab, etwa 40 Prozent leben heute in der chilenischen Hauptstadt Santiago, in Temuco und anderen Ballungsräumen. Gewisse Verbesserungen ergaben sich für die Mapuche unter der Regierung Salvador Allendes, der die massive Enteignung von Landwirtschaftsbetrieben vorantrieb, was zur Rückgabe von Land an die Bewohner führte. Auch war geplant, zweisprachigen Schulunterricht zu ermöglichen.
Unter der Pinochet-Diktatur wurde die Enteignung der Großgrundbesitzer jedoch wieder rückgängig gemacht. Zudem folgte als schwerer Eingriff in die Lebensweise der Mapuche 1976 die Abschaffung des Gemeineigentums, was nicht nur die Enteignung der Mapuche-Gemeinschaften bedeutete, sondern auch, dass Einzelpersonen ihr Land – im Gegensatz zum seit hundert Jahren praktizierten Gemeineigentum – an Gläubiger verlieren konnten.<ref>Mapuche, Encyclopædia Britannica</ref><ref>Historia</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20250420220516
| {{#ifeq: 20250420220516 | *
| {{#if: Historia | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Historia}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|https://chileprecolombino.cl/en/pueblos-originarios/mapuche/historia/}} }} (Archivversionen)
| {{#iferror: {{#time: j. F Y|20250420220516}}
| {{#if: || }}Der Wert des Parameters {{#if: wayback | wayback | Datum }} muss ein gültiger Zeitstempel der Form YYYYMMDDHHMMSS sein!
| {{#if: Historia | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Historia}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|https://chileprecolombino.cl/en/pueblos-originarios/mapuche/historia/}} }} {{#ifeq: | [] | [ | ( }}{{#if: {{#if: | {{{archiv-bot}}} | }} | des Vorlage:Referrer }} vom {{#time: j. F Y|20250420220516}} im Internet Archive{{#if: | ; }}{{#ifeq: | [] | ] | ) }}
}}
}}
| {{#if:
| {{#iferror: {{#time: j. F Y|{{{webciteID}}}}}
| {{#switch: {{#invoke:Str|len|{{{webciteID}}}}}
| 16= {{#if: Historia | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Historia}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|https://chileprecolombino.cl/en/pueblos-originarios/mapuche/historia/}} }} {{#ifeq: | [] | [ | ( }}{{#if: {{#if: | {{{archiv-bot}}} | }} | des Vorlage:Referrer }} vom {{#time: j. F Y| 19700101000000 + {{#expr: floor {{#expr: {{#invoke:Str|sub|{{{webciteID}}}|1|10}}/86400}} }} days}} auf WebCite{{#if: | ; }}{{#ifeq: | [] | ] | ) }}
| 9 = {{#if: Historia | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Historia}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|https://chileprecolombino.cl/en/pueblos-originarios/mapuche/historia/}} }} {{#ifeq: | [] | [ | ( }}{{#if: {{#if: | {{{archiv-bot}}} | }} | des Vorlage:Referrer}} vom {{#time: j. F Y| 19700101000000 + {{#expr: floor {{#expr: {{#invoke:Str|sub|{{#invoke:Expr|base62|{{{webciteID}}}}}|1|10}}/86400}} }} days}} auf WebCite{{#if: | ; }}{{#ifeq: | [] | ] | ) }}
| #default= Der Wert des Parameters {{#if: webciteID | webciteID | ID }} muss entweder ein Zeitstempel der Form YYYYMMDDHHMMSS oder ein Schüsselwert mit 9 Zeichen oder eine 16-stellige Zahl sein!{{#if: || }}
}}
| c|{{{webciteID}}}}} {{#if: Historia | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Historia}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|https://chileprecolombino.cl/en/pueblos-originarios/mapuche/historia/}} }} ({{#if: {{#if: | {{{archiv-bot}}} | }} | des Vorlage:Referrer}} vom {{#time: j. F Y|{{{webciteID}}}}} auf WebCite{{#if: | ; }}{{#ifeq: | [] | ] | ) }}
}}
| {{#if:
| Vorlage:Webarchiv/Today
| {{#if:
| Vorlage:Webarchiv/Generisch
| {{#if: Historia | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|Historia}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|https://chileprecolombino.cl/en/pueblos-originarios/mapuche/historia/}} }}
}}}}}}}}{{#if:
| Vorlage:Webarchiv/archiv-bot
}}{{#invoke:TemplatePar|check
|all = url=
|opt = text= wayback= webciteID= archive-is= archive-today= archiv-url= archiv-datum= ()= archiv-bot= format= original=
|cat = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
|errNS = 0
|template = Vorlage:Webarchiv
|format = *
|preview = 1
}}{{#ifexpr: {{#if:20250420220516|1|0}}{{#if:|+1}}{{#if:|+1}}{{#if:|+1}}{{#if:|+1}} <> 1
| {{#if: || }}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Genau einer der Parameter 'wayback', 'webciteID', 'archive-today', 'archive-is' oder 'archiv-url' muss angegeben werden.|1}}
}}{{#if:
| {{#switch: {{#invoke:Webarchiv|getdomain|{{{archiv-url}}}}}
| web.archive.org =
{{#if: || }}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Im Parameter 'archiv-url' wurde URL von Internet Archive erkannt, bitte Parameter 'wayback' benutzen.|1}}
| webcitation.org =
{{#if: || }}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Im Parameter 'archiv-url' wurde URL von WebCite erkannt, bitte Parameter 'webciteID' benutzen.|1}}
| archive.today |archive.is |archive.ph |archive.fo |archive.li |archive.md |archive.vn =
{{#if: || }}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Im Parameter 'archiv-url' wurde URL von archive.today erkannt, bitte Parameter 'archive-today' benutzen.|1}}
}}{{#if:
| {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}
| {{#if: || }}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Der Wert des Parameter 'archiv-datum' ist ungültig oder hat ein ungültiges Format.|1}}
| }}
| {{#if: || }}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Der Pflichtparameter 'archiv-datum' wurde nicht angegeben.|1}}
}}
| {{#if:
| {{#if: || }}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Der Parameter 'archiv-datum' ist nur in Verbindung mit 'archiv-url' angebbar.|1}}
}}
}}{{#if:{{#invoke:URLutil|isHostPathResource|https://chileprecolombino.cl/en/pueblos-originarios/mapuche/historia/}}
|| {{#if: || }}
}}{{#if: Historia
| {{#if: {{#invoke:WLink|isBracketedLink|Historia}}
| {{#if: || }}
}}
| {{#if: || }}
}}{{#switch:
|addlarchives|addlpages= {{#if: || }}{{#if: 1 |}}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: enWP-Wert im Parameter 'format'.|1}}
}}{{#ifeq: {{#invoke:Str|find|https://chileprecolombino.cl/en/pueblos-originarios/mapuche/historia/%7Carchiv}} |-1
|| {{#ifeq: {{#invoke:Str|find|{{#invoke:Str|cropleft|https://chileprecolombino.cl/en/pueblos-originarios/mapuche/historia/%7C4}}%7Chttp}} |-1
|| {{#switch: {{#invoke:Webarchiv|getdomain|https://chileprecolombino.cl/en/pueblos-originarios/mapuche/historia/ }}
| abendblatt.de | daserste.ndr.de | inarchive.com | webcitation.org =
| #default = {{#if: || }}{{#if: 1 |}}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Archiv-URL im Parameter 'url' anstatt URL der Originalquelle. Entferne den vor der Original-URL stehenden Mementobestandteil und setze den Archivierungszeitstempel in den Parameter 'wayback', 'webciteID', 'archive.today' oder 'archive-is' ein, sofern nicht bereits befüllt.|1}}
}}
}}
}}, Museo Chileno de Arte Precolombino</ref>
Zu Billigpreisen kauften die Holzkonzerne in der Amtszeit Pinochets natürliche Wälder<ref name="Global">Stolen land and fading forests in Chile: New report on conflict plantations, Global Forest Coalition, 11. Juli 2022</ref><ref>Richard Sanders: Chile Seeks Solutions to Mapuche Tensions, 3. Februar 2022</ref> und Ackergebiete auf und verwandelten sie in Holzplantagen. Indigenendörfer und Bauernhöfe, die nicht weichen wollten, wurden zu Inseln inmitten von Holzplantagen.<ref name=":0">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Im weiteren Verlauf wurden im Gebirge zwischen den Regionen Bio Bío und Araucanía in den 25 Jahren zwischen 1986 und 2011 ein Drittel der natürlichen Wälder durch Holzmonokulturen ersetzt.<ref name="Global"/> Ab 1993 wurde der Río Bío Bío in drei Kraftwerken aufgestaut, was weite Landstriche des Mapuche-Landes unter Wasser setzte.
Das Ende der Pinochet-Diktatur hatte keine Besserung gebracht: Die demokratischen Regierungen übernahmen das Wirtschaftsmodell Pinochets, das auf dem Export von Rohstoffen beruhte. Zahlreiche Indigenenfamilien flüchteten in der Folge in die Städte, auch weil sie der Ackerbau nicht mehr ernährte. Alkoholismus, Prostitution und Verbrechen verbreiteten sich.<ref name=":0" />
1993 wurde das Gesetz zu Standards für den Schutz, die Förderung und die Entwicklung indigener Völker verabschiedet.<ref>Ley 19253 ESTABLECE NORMAS SOBRE PROTECCION, FOMENTO Y DESARROLLO DE LOS INDIGENAS, Y CREA LA CORPORACION NACIONAL DE DESARROLLO INDIGENA</ref> Das Gesetz erkannte indigene Völker lediglich als „ethnische Gruppen“ an und ging nicht auf ihre territorialen Forderungen ein. In jener Zeit entstand die Gruppierung Aukin Ngulam Wallmapu, der „Rat aller Länder“. Die Bewegung propagiert Selbstbestimmung sowie die verfassungsrechtliche Anerkennung und die Erlangung territorialer politischer Autonomie. Die zukünftige Coordinadora Arauco-Malleco (CAM) ab 1998 entstand aus einer Abspaltung der 1996 gegründeten Coordinadora Territorial Lafquenche (CTL)<ref>Fernando Pairicán Padilla, Rolando Álvarez Vallejos: La Nueva Guerra de Arauco: la Coordinadora Arauco-Malleco y los nuevos movimientos de resistencia mapuche en el Chile de la Concertación (1997–2009)*, Revista Izquierda, 10. August 2011</ref> und verfolgte Gewalt als einzige Strategie. Die Identidad Territorial Lafkenche besteht in zwei Provinzen der Küste. In der Folgezeit brachte der Staat das „Anti-Terror-Gesetz“, das 1984 während der Militärregierung entstanden war, zur Anwendung. Weitere Mapuche-Bewegungen entstanden in den 2010er Jahren.<ref>Verónica Figueroa Huencho: Mapuche Movements in Chile: From Resistance to Political Recognition, 21. Mai 2021</ref>
In nationalistischen Kreisen Chiles wird die Existenz des Mapuche-Volkes bis heute regelmäßig geleugnet; es sei, so eine gängige These, durch „Vermischung“ (mestizaje) in der Gesamtbevölkerung aufgegangen. Bezeichnend ist der Ausspruch Pinochets: {{
#if: | „{{ #ifeq: {{#if:de|de|de}} | de | Vorlage:Str trim | {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} }}“ | {{#ifeq: {{#if:de|de|de}} | de | „Vorlage:Str trim“ | {{#invoke:Text|quote |1={{#if: | {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} | {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} }} |2=de |3=1}} }}
}}{{#if:
| (<templatestyles src="Person/styles.css" />{{#if: | : }}{{#if: | , deutsch: „“ }})
| {{#if:
| ({{#if: | , deutsch: „“ }})
| {{#if: | (deutsch: „“) }}
}}
}}{{#if: Es gibt keine Ureinwohner, wir sind alle Chilenen.
| {{#if: Es gibt keine Ureinwohner, wir sind alle Chilenen.
| {{#if:
| Vorlage:": Text= und 1= gleichzeitig, bzw. Pipe zu viel }} }}
| Vorlage:": Text= fehlt }}{{#if: | {{#if: {{#invoke:Text|unstrip|{{{ref}}}}}
| Vorlage:": Ungültiger Wert: ref=
| {{{ref}}} }}
}} Dagegen betonen die meisten Vertreter der Mapuche-Gemeinschaften (comunidades) ihre Eigenständigkeit und zumindest die Radikaleren unter ihnen lehnen es ab, sich als Chilenen zu bezeichnen. Historisch bedingte gegenseitige Vorbehalte prägen das Verhältnis zwischen den Kulturen der Mapuche und der Weißen teilweise bis heute.
21. Jahrhundert
Der chilenische Zensus von 2002 ergab 604.349 Mapuche auf chilenischem Staatsgebiet (928.500 im Jahre 1992). Inwieweit dieser Rückgang Assimilierungseffekte widerspiegelt oder auf Erhebungstechniken zurückgeht, ist umstritten. Die ursprüngliche Sprache der Mapuche, das Mapudungun, wird in Chile nur noch von etwa 260.000 Menschen verstanden. In Argentinien beläuft sich die Mapuche-Bevölkerung auf ungefähr 250.000 Menschen, von denen ca. 10.000 Mapudungun verstehen. Die Alphabetisierungsrate sowohl in der Amtssprache Spanisch als auch in Mapudungun ist sehr gering. Das Gros der Mapuche lebt in einfachen Verhältnissen. Männer arbeiten häufig als Gelegenheitsarbeiter, zum Beispiel in der Landwirtschaft, Frauen oft als Hausangestellte in Häusern der Oberschicht.
Seit Jahren ist das Verhältnis zwischen Mapuche, die den Großteil der indigenen Bewegung in Chile ausmachen, und dem chilenischen Staat durch Landrechtskonflikte zerrüttet.<ref name=":0" /> Mittlerweile gab es in gewissem Umfang Landrückgaben, aber auch neue Konflikte und umstrittene Gerichtsurteile gegen militante Mapuche-Angehörige. Die rechtliche Stellung ist auch deshalb schwierig, weil die chilenische Verfassung indigenen Gruppen (anders als in den meisten südamerikanischen Ländern) keine ethnisch-kulturelle Sonderstellung einräumt.
Microsoft beabsichtigte Presseberichten zufolge, eine Version von Windows XP in Mapudungun zu veröffentlichen. Im November 2006 wurde bekannt, dass die Führer der Indianer daraufhin wegen Verletzung geistigen Eigentums gegen Microsoft klagen wollten.<ref name="winfuture_28671">Vorlage:WinFuture</ref>
2008 flammte der Konflikt um die natürlichen Ressourcen Wald und Wasser erneut auf. Um ihre Interessen zu verteidigen und die teils tausend Jahre alten Araukarienwälder vor der Verarbeitung zu Cellulose zu bewahren, besetzten Aktivisten Farmen und setzten Lastwagen von Holzfällern in Brand. Bei dem Versuch einer Farmbesetzung wurde ein 22-jähriger Aktivist bei Auseinandersetzungen mit der Polizei getötet<ref name="Der Spiegel"/>
Präsidentin Michelle Bachelet bat im Jahr 2017 um Vergebung für die „Fehler und Gräueltaten“, die der chilenische Staat in seinen Beziehungen zu den Mapuche-Gemeinschaften begangen hatte.<ref name=„SeixlackSilva“>Alessandra Seixlack, Danielle Freire da Silva: Gradualism and Rupturism in the Contemporary Mapuche Movement in Chile 19. Februar 2025</ref>
Immer wieder, mit jeder Ermordung auf beiden Seiten (bspw. der des Aktivisten Camilo Catrillanca im Jahr 2018<ref>{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:John Bartlett|John Bartlett: }}{{#if:|{{#if:Chile: four police officers arrested over fatal shooting of indigenous man|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Chile: four police officers arrested over fatal shooting of indigenous man}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1=Chile: four police officers arrested over fatal shooting of indigenous man}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Chile: four police officers arrested over fatal shooting of indigenous man}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:The Guardian2018-11-29{{#if: 2019-04-12 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}
| )
| {{#if:{{#ifeq:en|de||{{#if:en|1}}}}| ;
| )}}}}}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}}}{{#if:https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested%7C{{#if:{{#invoke:URLutil%7CisResourceURL%7C1=https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested}}%7C%7C}}}}{{#if:Chile: four police officers arrested over fatal shooting of indigenous man|{{#if:{{#invoke:WLink|isValidLinktext|1=Chile: four police officers arrested over fatal shooting of indigenous man|lines=0}}||}}}}{{#if: The Guardian| In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=The Guardian}}}}{{#if: | {{{hrsg}}}{{#if: 2018-11-29|,|{{#if: 2019-04-12 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||,}}}}}}}}{{#if: 2018-11-29| {{#if:{{#invoke:DateTime|format|2018-11-29|noerror=1}}
|{{#invoke:DateTime|format|2018-11-29|T._Monat JJJJ}}
|{{#invoke:TemplUtl|failure|1=Fehler bei Vorlage:Internetquelle, datum=2018-11-29|class=Zitationswartung}} }}{{#if: |,|{{#if: 2019-04-12 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||,}}}}}}}}{{#if: | S. {{{seiten}}}{{#if: |,|{{#if: 2019-04-12 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||,}}}}}}}}{{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty|}}| {{#if:2018-11-29|{{#if:|archiviert|ehemals}}|{{#if:|Archiviert|Ehemals}}}} {{#if:|vom|im}} Vorlage:Referrer{{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}| (nicht mehr online verfügbar)}}{{#if: | am {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|{{{archiv-datum}}}{{#if:26015||(?)}}}}}}{{#if: 2019-04-12|;}}}}{{#if: 2019-04-12| {{#if:2018-11-29{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}|abgerufen|Abgerufen}} {{#switch: {{#invoke:Str|len| {{#invoke:DateTime|format| 2019-04-12 |ISO|noerror=1}} }}
|4=im Jahr
|7=im
|10=am
|#default={{#invoke:TemplUtl|failure|1=Fehler bei Vorlage:Internetquelle, abruf=2019-04-12|class=Zitationswartung}} }} {{#invoke:DateTime|format|2019-04-12|T._Monat JJJJ}}
| {{#invoke:TemplUtl|failure|1=Vorlage:Internetquelle | abruf=2026-MM-TT ist Pflichtparameter}} }}{{#if:{{#ifeq:en|de||{{#if:en|1}}}}|{{#if:The Guardian2018-11-29{{#if: 2019-04-12 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}
| (
| {{#if: | | (}}
}}{{#ifeq:{{#if:en|en|de}}|de||
{{#invoke:Multilingual|format|en|slang=!|split=[%s,]+|shift=m|separator=, }}}}{{#if: |{{#ifeq:{{#if:en|en|de}}|de||, }}{{{kommentar}}}}})}}{{#if: 2018-11-29{{#if: 2019-04-12 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}} }}en|{{#if: |: {{
#if:
| „{{
#ifeq: {{#if:{{#if: {{#invoke:templutl|faculty|}}|de-ch|de}}|{{#if: {{#invoke:templutl|faculty|}}|de-ch|de}}|de}} | de
| Vorlage:Str trim
| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
}}“
| {{#ifeq: {{#if:{{#if: {{#invoke:templutl|faculty|}}|de-ch|de}}|{{#if: {{#invoke:templutl|faculty|}}|de-ch|de}}|de}} | de
| „Vorlage:Str trim“
| {{#invoke:Text|quote
|1={{#if:
| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} }}
|2={{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty|}}|de-CH|de}}
|3=1}} }}
}}{{#if:
| (<templatestyles src="Person/styles.css" />{{#if: | : }}{{#if: | , deutsch: „“ }})
| {{#if:
| ({{#if: | , deutsch: „“ }})
| {{#if: | (deutsch: „“) }}
}}
}}{{#if: {{{zitat}}}
| {{#if:
| {{#if: {{{zitat}}}
| Vorlage:": Text= und 1= gleichzeitig, bzw. Pipe zu viel }} }}
| Vorlage:": Text= fehlt }}{{#if: | {{#if: {{#invoke:Text|unstrip|{{{ref}}}}}
| Vorlage:": Ungültiger Wert: ref=
| {{{ref}}} }}
}}|.{{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}|{{#if:||{{#ifeq: | JaKeinHinweis |{{#switch:
|0|=Vorlage:Toter Link/Core{{#if: https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested | {{#if: | [1] }} (Seite {{#switch:|no|0|=|dauerhaft }}nicht mehr abrufbar{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}. Suche im Internet Archive ){{#if: | {{#if: deadurlausgeblendet | | Vorlage:Toter Link/archivebot }} }} | (Seite {{#switch:|no|0|=|#default=dauerhaft }}nicht mehr abrufbar{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}.) }}{{#switch: |no|0|= |#default={{#if: || }} }}{{#invoke:TemplatePar|check |opt = inline= url= text= datum= date= archivebot= bot= botlauf= fix-attempted= checked= |cat = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link |errNS = 0 |template = Vorlage:Toter Link |format = |preview = 1 }}{{#if: https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested | {{#if:{{#invoke:URLutil|isWebURL|https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested}} || {{#if: || }} }} | {{#if: | {{#if: || }} | {{#if: || }} }} }}{{#if: | {{#if:{{#invoke:DateTime|format||F Y|noerror=1}} || {{#if: || }} }} }}{{#switch: deadurl |checked|deadurl|= |#default= {{#if: || }} }}|#default= https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wikipedia:Defekte_Weblinks&dwl=https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested Die nachstehende Seite ist {{#switch:|no|0|=|dauerhaft }}nicht mehr abrufbar]{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}. (Suche im Internet Archive. ) {{#if: | {{#if: deadurlausgeblendet | | Vorlage:Toter Link/archivebot }} }}Vorlage:Toter Link/Core{{#switch: |no|0|= |#default= {{#if: || }} }}{{#invoke:TemplatePar|check |all = inline= url= |opt = datum= date= archivebot= bot= botlauf= fix-attempted= checked= |cat = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link |errNS = 0 |template = Vorlage:Toter Link |format = |preview = 1 }}{{#if: https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested | {{#if:{{#invoke:URLutil|isWebURL|https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested}} || {{#if: || }} }} }}{{#if: | {{#if:{{#invoke:DateTime|format||F Y|noerror=1}} || {{#if: || }} }} }}{{#switch: deadurl |checked|deadurl|= |#default= {{#if: || }} }}[https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested }}|{{#switch: |0|=Vorlage:Toter Link/Core{{#if: https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested | {{#if: | [2] }} (Seite {{#switch:|no|0|=|dauerhaft }}nicht mehr abrufbar{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}. Suche im Internet Archive ){{#if: | {{#if: | | Vorlage:Toter Link/archivebot }} }} | (Seite {{#switch:|no|0|=|#default=dauerhaft }}nicht mehr abrufbar{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}.) }}{{#switch: |no|0|= |#default={{#if: || }} }}{{#invoke:TemplatePar|check |opt = inline= url= text= datum= date= archivebot= bot= botlauf= fix-attempted= checked= |cat = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link |errNS = 0 |template = Vorlage:Toter Link |format = |preview = 1 }}{{#if: https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested | {{#if:{{#invoke:URLutil|isWebURL|https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested}} || {{#if: || }} }} | {{#if: | {{#if: || }} | {{#if: || }} }} }}{{#if: | {{#if:{{#invoke:DateTime|format||F Y|noerror=1}} || {{#if: || }} }} }}{{#switch: |checked|deadurl|= |#default= {{#if: || }} }}|#default= https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wikipedia:Defekte_Weblinks&dwl=https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested Die nachstehende Seite ist {{#switch:|no|0|=|dauerhaft }}nicht mehr abrufbar]{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}. (Suche im Internet Archive. ) {{#if: | {{#if: | | Vorlage:Toter Link/archivebot }} }}Vorlage:Toter Link/Core{{#switch: |no|0|= |#default= {{#if: || }} }}{{#invoke:TemplatePar|check |all = inline= url= |opt = datum= date= archivebot= bot= botlauf= fix-attempted= checked= |cat = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link |errNS = 0 |template = Vorlage:Toter Link |format = |preview = 1 }}{{#if: https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested | {{#if:{{#invoke:URLutil|isWebURL|https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested}} || {{#if: || }} }} }}{{#if: | {{#if:{{#invoke:DateTime|format||F Y|noerror=1}} || {{#if: || }} }} }}{{#switch: |checked|deadurl|= |#default= {{#if: || }} }}[https://www.theguardian.com/world/2018/nov/29/chile-camilo-catrillanca-death-four-police-officers-arrested }} }}}}}}}}}}{{#if:| {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivBot|stamp={{{archiv-bot}}}|text={{#if:|Vorlage:Webarchiv/archiv-bot}}
}}}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle}} |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref>) brechen die Konflikte zwischen den Mapuche und der Polizei und dem Militär Chiles von Neuem auf.<ref name=":0" /> 2019 reichten Vertreter der Mapuche beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) eine Petition ein, worin sie Chile und Argentinien Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorwarfen und den IStGH aufforderten, dagegen vorzugehen.<ref>{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:Mat Youkee|Mat Youkee: }}{{#if:|{{#if:'We are hostages': indigenous Mapuche accuse Chile and Argentina of genocide|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel='We are hostages': indigenous Mapuche accuse Chile and Argentina of genocide}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1='We are hostages': indigenous Mapuche accuse Chile and Argentina of genocide}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1='We are hostages': indigenous Mapuche accuse Chile and Argentina of genocide}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:The Guardian2019-04-12{{#if: 2019-04-12 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}
| )
| {{#if:{{#ifeq:en|de||{{#if:en|1}}}}| ;
| )}}}}}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}}}{{#if:https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide%7C{{#if:{{#invoke:URLutil%7CisResourceURL%7C1=https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide}}%7C%7C}}}}{{#if:'We are hostages': indigenous Mapuche accuse Chile and Argentina of genocide|{{#if:{{#invoke:WLink|isValidLinktext|1='We are hostages': indigenous Mapuche accuse Chile and Argentina of genocide|lines=0}}||}}}}{{#if: The Guardian| In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=The Guardian}}}}{{#if: | {{{hrsg}}}{{#if: 2019-04-12|,|{{#if: 2019-04-12 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||,}}}}}}}}{{#if: 2019-04-12| {{#if:{{#invoke:DateTime|format|2019-04-12|noerror=1}}
|{{#invoke:DateTime|format|2019-04-12|T._Monat JJJJ}}
|{{#invoke:TemplUtl|failure|1=Fehler bei Vorlage:Internetquelle, datum=2019-04-12|class=Zitationswartung}} }}{{#if: |,|{{#if: 2019-04-12 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||,}}}}}}}}{{#if: | S. {{{seiten}}}{{#if: |,|{{#if: 2019-04-12 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||,}}}}}}}}{{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty|}}| {{#if:2019-04-12|{{#if:|archiviert|ehemals}}|{{#if:|Archiviert|Ehemals}}}} {{#if:|vom|im}} Vorlage:Referrer{{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}| (nicht mehr online verfügbar)}}{{#if: | am {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|{{{archiv-datum}}}{{#if:26015||(?)}}}}}}{{#if: 2019-04-12|;}}}}{{#if: 2019-04-12| {{#if:2019-04-12{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}|abgerufen|Abgerufen}} {{#switch: {{#invoke:Str|len| {{#invoke:DateTime|format| 2019-04-12 |ISO|noerror=1}} }}
|4=im Jahr
|7=im
|10=am
|#default={{#invoke:TemplUtl|failure|1=Fehler bei Vorlage:Internetquelle, abruf=2019-04-12|class=Zitationswartung}} }} {{#invoke:DateTime|format|2019-04-12|T._Monat JJJJ}}
| {{#invoke:TemplUtl|failure|1=Vorlage:Internetquelle | abruf=2026-MM-TT ist Pflichtparameter}} }}{{#if:{{#ifeq:en|de||{{#if:en|1}}}}|{{#if:The Guardian2019-04-12{{#if: 2019-04-12 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}
| (
| {{#if: | | (}}
}}{{#ifeq:{{#if:en|en|de}}|de||
{{#invoke:Multilingual|format|en|slang=!|split=[%s,]+|shift=m|separator=, }}}}{{#if: |{{#ifeq:{{#if:en|en|de}}|de||, }}{{{kommentar}}}}})}}{{#if: 2019-04-12{{#if: 2019-04-12 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}} }}en|{{#if: |: {{
#if:
| „{{
#ifeq: {{#if:{{#if: {{#invoke:templutl|faculty|}}|de-ch|de}}|{{#if: {{#invoke:templutl|faculty|}}|de-ch|de}}|de}} | de
| Vorlage:Str trim
| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
}}“
| {{#ifeq: {{#if:{{#if: {{#invoke:templutl|faculty|}}|de-ch|de}}|{{#if: {{#invoke:templutl|faculty|}}|de-ch|de}}|de}} | de
| „Vorlage:Str trim“
| {{#invoke:Text|quote
|1={{#if:
| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} }}
|2={{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty|}}|de-CH|de}}
|3=1}} }}
}}{{#if:
| (<templatestyles src="Person/styles.css" />{{#if: | : }}{{#if: | , deutsch: „“ }})
| {{#if:
| ({{#if: | , deutsch: „“ }})
| {{#if: | (deutsch: „“) }}
}}
}}{{#if: {{{zitat}}}
| {{#if:
| {{#if: {{{zitat}}}
| Vorlage:": Text= und 1= gleichzeitig, bzw. Pipe zu viel }} }}
| Vorlage:": Text= fehlt }}{{#if: | {{#if: {{#invoke:Text|unstrip|{{{ref}}}}}
| Vorlage:": Ungültiger Wert: ref=
| {{{ref}}} }}
}}|.{{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}|{{#if:||{{#ifeq: | JaKeinHinweis |{{#switch:
|0|=Vorlage:Toter Link/Core{{#if: https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide | {{#if: | [3] }} (Seite {{#switch:|no|0|=|dauerhaft }}nicht mehr abrufbar{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}. Suche im Internet Archive ){{#if: | {{#if: deadurlausgeblendet | | Vorlage:Toter Link/archivebot }} }} | (Seite {{#switch:|no|0|=|#default=dauerhaft }}nicht mehr abrufbar{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}.) }}{{#switch: |no|0|= |#default={{#if: || }} }}{{#invoke:TemplatePar|check |opt = inline= url= text= datum= date= archivebot= bot= botlauf= fix-attempted= checked= |cat = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link |errNS = 0 |template = Vorlage:Toter Link |format = |preview = 1 }}{{#if: https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide | {{#if:{{#invoke:URLutil|isWebURL|https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide}} || {{#if: || }} }} | {{#if: | {{#if: || }} | {{#if: || }} }} }}{{#if: | {{#if:{{#invoke:DateTime|format||F Y|noerror=1}} || {{#if: || }} }} }}{{#switch: deadurl |checked|deadurl|= |#default= {{#if: || }} }}|#default= https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wikipedia:Defekte_Weblinks&dwl=https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide Die nachstehende Seite ist {{#switch:|no|0|=|dauerhaft }}nicht mehr abrufbar]{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}. (Suche im Internet Archive. ) {{#if: | {{#if: deadurlausgeblendet | | Vorlage:Toter Link/archivebot }} }}Vorlage:Toter Link/Core{{#switch: |no|0|= |#default= {{#if: || }} }}{{#invoke:TemplatePar|check |all = inline= url= |opt = datum= date= archivebot= bot= botlauf= fix-attempted= checked= |cat = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link |errNS = 0 |template = Vorlage:Toter Link |format = |preview = 1 }}{{#if: https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide | {{#if:{{#invoke:URLutil|isWebURL|https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide}} || {{#if: || }} }} }}{{#if: | {{#if:{{#invoke:DateTime|format||F Y|noerror=1}} || {{#if: || }} }} }}{{#switch: deadurl |checked|deadurl|= |#default= {{#if: || }} }}[https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide }}|{{#switch: |0|=Vorlage:Toter Link/Core{{#if: https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide | {{#if: | [4] }} (Seite {{#switch:|no|0|=|dauerhaft }}nicht mehr abrufbar{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}. Suche im Internet Archive ){{#if: | {{#if: | | Vorlage:Toter Link/archivebot }} }} | (Seite {{#switch:|no|0|=|#default=dauerhaft }}nicht mehr abrufbar{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}.) }}{{#switch: |no|0|= |#default={{#if: || }} }}{{#invoke:TemplatePar|check |opt = inline= url= text= datum= date= archivebot= bot= botlauf= fix-attempted= checked= |cat = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link |errNS = 0 |template = Vorlage:Toter Link |format = |preview = 1 }}{{#if: https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide | {{#if:{{#invoke:URLutil|isWebURL|https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide}} || {{#if: || }} }} | {{#if: | {{#if: || }} | {{#if: || }} }} }}{{#if: | {{#if:{{#invoke:DateTime|format||F Y|noerror=1}} || {{#if: || }} }} }}{{#switch: |checked|deadurl|= |#default= {{#if: || }} }}|#default= https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wikipedia:Defekte_Weblinks&dwl=https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide Die nachstehende Seite ist {{#switch:|no|0|=|dauerhaft }}nicht mehr abrufbar]{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}. (Suche im Internet Archive. ) {{#if: | {{#if: | | Vorlage:Toter Link/archivebot }} }}Vorlage:Toter Link/Core{{#switch: |no|0|= |#default= {{#if: || }} }}{{#invoke:TemplatePar|check |all = inline= url= |opt = datum= date= archivebot= bot= botlauf= fix-attempted= checked= |cat = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link |errNS = 0 |template = Vorlage:Toter Link |format = |preview = 1 }}{{#if: https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide | {{#if:{{#invoke:URLutil|isWebURL|https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide}} || {{#if: || }} }} }}{{#if: | {{#if:{{#invoke:DateTime|format||F Y|noerror=1}} || {{#if: || }} }} }}{{#switch: |checked|deadurl|= |#default= {{#if: || }} }}[https://www.theguardian.com/world/2019/apr/12/indigenous-mapuche-accuse-chile-brazil-genocide }} }}}}}}}}}}{{#if:| {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivBot|stamp={{{archiv-bot}}}|text={{#if:|Vorlage:Webarchiv/archiv-bot}}
}}}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle}} |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref>
Im Oktober 2020 stimmte Chile für eine neue Verfassung.<ref>Chile's Mapuche indigenous group fights for rights, BBC, 26. November 2020</ref> Für die Verfassungsreform tagte von September 2021 bis Juli 2022 der Verfassungskonvent, in welchem 11 Prozent der Sitze für indigene Personen reserviert waren. Eine Akademikerin mit Mapuche-Vorfahren wurde zur ersten Vorsitzenden ernannt.<ref>Die Mapuche-Indigene Elisa Loncón leitet Chiles Verfassungskonvent. Die chilenische Gesellschaft wird damit auf den Kopf gestellt, NZZ, 7. Juli 2021</ref> Der Konvent schlug Selbstverwaltung für indigene Völker in einem „plurinationalen“ Staat vor, beinhaltend separate Gerichtssysteme, garantierte Sitze für indigene Gemeinschaften im nationalen Parlament und Landrückgabe. Die Wähler lehnten die vorgeschlagene Verfassung jedoch in einem landesweiten Referendum deutlich ab, unter anderem aufgrund dieser Reformen.<ref name=„SeixlackSilva“/> Nicht alle Mapuche beteiligten sich; Radikale Gruppen hatten gar nicht an dem Konvent teilgenommen, zudem gibt es in den Mapuche-Kommunen evangelikale und pfingstkirchliche Gruppen.<ref name=„SeixlackSilva“/>
Stand 2021 waren über zwei Millionen Hektar natürlicher Araukarien- und Mischwälder von Holzkonzernen gefällt und mit schnell wachsendem Eukalyptus und Kiefern bepflanzt worden. Als Reaktion stecken die Mapuche Bulldozer, Fahrzeuge, Lagerhäuser und Verwaltungsgebäude der Holzfirmen in Brand, errichten Straßensperren und attackieren Siedler und Polizisten.<ref name=":0" /> Im Oktober 2021 verhängte Präsident Piñera über vier Provinzen den Ausnahmezustand.<ref>"Indigene Rechte und viel mehr", Amnesty International, 24. Januar 2022</ref>
Bei seiner Antrittsrede bekräftigte der neue Präsident Gabriel Boric im Juni 2022: „Wir wissen, dass die Rückgabe des Landes eine der dringlichsten Forderungen der indigenen Völker ist“.<ref>Presidente de la República rinde la primera Cuenta Pública de su mandato, 1. Juni 2022</ref>
Ab März 2023 wurden von der von Boric initiierten Kommission für Frieden und Verständigung Landforderungen der Mapuche systematisch aufgenommen, um Mechanismen zur Landrückgabe zu entwickeln.<ref name="BPB"/> Zu den 21 Empfehlungen ihres Berichts gehörten die verfassungsrechtliche Anerkennung, die Wiederbelebung indigener Sprachen und Aspekte politische Repräsentation. Neu waren Vorschläge von Entschädigungen für alle Gewaltopfer. Diese Maßnahmen wurden von sieben der acht Kommissionsmitglieder unterstützt, darunter auch ein Mitglied der Republikanischen Partei, welches laut eigenen Angaben von der Partei unter Druck gesetzt worden war und daraufhin zurücktrat. Eine Ausführung der Empfehlungen war aufgrund der anstehenden Wahlen 2025 schon bei der Präsentation unwahrscheinlich,<ref>Victor Tricot: Boric’s policies toward the Mapuche people are more of the same, latinoamerica21.com, 26. Juni 2025</ref> trotz der Erläuterungen des noch amtierenden Präsidenten Boric,<ref>President Boric makes six announcements on Commission for Peace and Understanding report, gob.cl, 23. Mai 2025</ref> die als Marschplan aufgefasst worden waren.<ref>Maxwell Radwin: Chile draws road map for peace in Mapuche land conflict, but concerns remain, mongabay.com, 21. Mai 2025</ref>
Religion und Mythologie
Der oberste Gott der Mapuche – allmächtiger Schöpfer und Sonnengott<ref name="Lindig u. Münzel" /> – ist Gynechen (span. Ngenechén). Für die Mapuche ist er zugleich Vater, Mutter, Bruder und Schwester. Neben ihm heilt eine „Freundin der Sonne“ Krankheiten der Menschen und es werden Sterngottheiten verehrt.<ref name="Lindig u. Münzel" /> Der Osten und der Süden sind den Mapuche heilig, da von dort die guten Winde kommen. Auch das Blau des Himmels ist heilig. Ein Huecuvus ist in der Mythologie ein böser Geist, der zum Beispiel als Wirbelwind erscheint und Krankheiten bringt. Die heiligen Tiere der Mapuche sind die Pferde, die hauptsächlich zum Reiten verwendet werden und die man an hohen Feiertagen wie dem Gilhatun (span. Ngillatún) auch schlachtet und verspeist.
Das größte Fest des Jahres ist das sogenannte We Tripantu, das neue Jahr der Mapuche, das jeweils am kürzesten Tag im Jahr gefeiert wird. Dem Tag, an dem die Sonne sich ausruht und der Mond die Rolle der Sonne übernimmt, damit die Sonne sich ausruhen kann und gestärkt für ein neues Jahr wieder erscheint. Die Mapuche baden sich jeweils im Morgengrauen in den Gewässern, um sich zu reinigen, weil die Gewässer an diesem Tag am wärmsten sind.
Das wichtigste Ritual der Mapuche ist der Gilhatun. Das kleine Gilhatun findet jährlich, das große alle vier Jahre um die Weihnachtszeit statt. Für die Mapuche kommt alles paarweise vor, Gut und Böse, Mann und Frau etc. Es ist ein Bitt- und Dankesritual, das mehrere Tage dauern kann. Dabei wird Gynechen für die vergangenen Jahre gedankt, böse Geister werden vertrieben<ref name="Lindig u. Münzel" /> und gleichzeitig wird für die nächsten Jahre, für Fruchtbarkeit für Ernte und Vieh, gutes Wetter und Reichtum<ref name="Lindig u. Münzel" /> gebetet. Dem Gilhatun kommt auch eine große soziale Bedeutung zu, da es das Ritual ist, in dem jeweils die Gemeinde zusammenkommt und die Tage zusammen verbringt, wobei den bekannten Familien und Menschen die Ehre erwiesen wird, indem man mit ihnen Essen teilt, typischerweise ein Stück Fleisch (Pferd, Schwein, Rind oder Schaf, gekocht oder gegrillt) und ein Stück iwiñ kofke, ein in Pferdefett frittiertes Brot. Nicht selten schlachtet eine Familie mindestens ein Pferd und ein Schwein, um alle Gäste und Bekannte bedienen zu können. Das Fest verbindet Elemente des europäischen Neujahrsfestes mit einer eindrucksvollen Darstellung der traditionellen araukanischen Reiterkultur: Man errichtet einen rustikalen Altar, den man in feierlicher Prozession umreitet, immer rascher, schließlich in vollem Galopp. Zudem werden Lämmer geopfert, deren Blut man in Schüsseln auf dem Altar Gott anbietet. Zuletzt wird in großen Mengen Chicha (Mais- oder Apfelbier) getrunken. Zu diesem Fest gehört auch zumeist der Auftritt einer Machi. Sie erklimmt einen treppenartig eingekerbten mannshohen Holzklotz, Symbol der Himmelsleiter, auf welcher sie ins Jenseits zu den Göttern gelangt. Auf der Schamanentrommel kultrún schlagend, dreht sie sich auf der Spitze der Leiter so lange um sich selbst, bis sie in Trance fällt. Sie stürzt schließlich zu Boden, bleibt eine Weile wie tot liegen und erwacht dann, um zu berichten, was sie von Gott erfahren hat und ob er mit den Opfern und Gebeten zufrieden ist.
Dieses Ritual von Jenseitsreisen, die zum Teil noch von Hilfsgeistern begleitet werden und in Ekstase stattfinden, die Taten in der Geisterwelt, die Berufung der Machi durch Gott, die mehrjährige Lehrzeit, die Form und Bedeutung der Trommel und das zentrale Symbol der Himmelsleiter erinnert so stark an Konzepte des sibirischen Schamanismus, dass der Begriff Schamanismus in Zusammenhang mit den Mapuche häufig genannt wird – obwohl es sich aller Wahrscheinlichkeit nach nur um eine zufällige analoge Entwicklung handeln kann.<ref name="Lindig u. Münzel" /> Hier homologe Bezüge zu Sibirien herzustellen, gilt heute als höchst spekulativ.<ref>Walter Hirschberg (Begründer), Wolfgang Müller (Redaktion): Wörterbuch der Völkerkunde. Neuausgabe, 2. Auflage. Reimer, Berlin 2005, S. 326–327.</ref>
Nach den laufenden Erhebungen des evangelikal-fundamentalistisch ausgerichteten Bekehrungsnetzwerkes Joshua Project bekennen sich heute noch 19 Prozent der Mapuche offiziell zur traditionellen Religion, etwa zehn Prozent sind nicht religiös und 71 Prozent nennen sich Christen.<ref>Joshua Project: Webseite: joshuaproject.net, (Verlinkung wg. Linkspams blockiert), (Mapuche, Araucanian)</ref> Allerdings ist das „Mapuche-Christentum“ in der Praxis vielmehr eine synchretistische Mischreligion. Die klassischen Rituale und die (oder der) Machi haben weiterhin eine zentrale Bedeutung.<ref>Ramón Francisco Curivil Paillavil: Überlegungen zur Möglichkeit eines interreligiösen und interspirituellen Dialogs angesichts der kulturellen und religiösen Kolonialisierung im Gebiet der Mapuche. In: Klaus Krämer u. Klaus Vellguth (Hrsg.): Weltkirchliche Spiritualität. Den Glauben neu erfahren. Festschrift zum 70. Geburtstag von Sebastian Painadath SJ. Herder, Freiburg-Basel-Wien 2012. S. 152–266.</ref><ref>Carmen Arellano Hoffmann, Hermann Holzbauer, Roswitha Kramer (Hrsg.): Die Mapuche und die Republik Chile: Pater Siegfried von Frauenhäusl und das Parlament der Mapuche von 1907 in Coz Coz. Otto Harrassowitz, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-447-05270-2. S. 143–144.</ref> 80 Prozent aller heutigen Machi sind Frauen.<ref name="Lindig u. Münzel" />
Kultur
Kalender
Die Mapuche haben ein eigenes Kalendersystem, das aus 13 Monaten zu je 28 Tagen besteht; es zählen sechs Monate von Sommer bis Winter und sieben Monate von Winter bis Sommer. Der Jahreswechsel findet am 24. Juni, zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende auf der Südhalbkugel, statt.<ref>{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:|{{{autor}}}: }}{{#if:|{{#if:Der Mapuche-Kalender|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Der Mapuche-Kalender}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:Monate - Jahreszeiten - Energiezeiten| Monate - Jahreszeiten - Energiezeiten{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel=Monate - Jahreszeiten - Energiezeiten}}}}}}|{{#if:http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1=Der Mapuche-Kalender}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Der Mapuche-Kalender}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:Monate - Jahreszeiten - Energiezeitensouthamtrips.com{{#if: 2023-11-10 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}
| )
| {{#if:{{#ifeq:de|de||{{#if:|1}}}}| ;
| )}}}}}}{{#if:Monate - Jahreszeiten - Energiezeiten| Monate - Jahreszeiten - Energiezeiten{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel=Monate - Jahreszeiten - Energiezeiten}}}}}}}}{{#if:http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html%7C{{#if:{{#invoke:URLutil%7CisResourceURL%7C1=http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html}}%7C%7C}}}}{{#if:Der Mapuche-Kalender|{{#if:{{#invoke:WLink|isValidLinktext|1=Der Mapuche-Kalender|lines=0}}||}}}}{{#if: southamtrips.com| In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=southamtrips.com}}}}{{#if: | {{{hrsg}}}{{#if: |,|{{#if: 2023-11-10 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||,}}}}}}}}{{#if: | {{#if:{{#invoke:DateTime|format|{{{datum}}}|noerror=1}}
|{{#invoke:DateTime|format|{{{datum}}}|T._Monat JJJJ}}
|{{#invoke:TemplUtl|failure|1=Fehler bei Vorlage:Internetquelle, datum={{{datum}}}|class=Zitationswartung}} }}{{#if: |,|{{#if: 2023-11-10 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||,}}}}}}}}{{#if: | S. {{{seiten}}}{{#if: |,|{{#if: 2023-11-10 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||,}}}}}}}}{{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty|}}| {{#if:|{{#if:|archiviert|ehemals}}|{{#if:|Archiviert|Ehemals}}}} {{#if:|vom|im}} Vorlage:Referrer{{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}| (nicht mehr online verfügbar)}}{{#if: | am {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|{{{archiv-datum}}}{{#if:26015||(?)}}}}}}{{#if: 2023-11-10|;}}}}{{#if: 2023-11-10| {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}|abgerufen|Abgerufen}} {{#switch: {{#invoke:Str|len| {{#invoke:DateTime|format| 2023-11-10 |ISO|noerror=1}} }}
|4=im Jahr
|7=im
|10=am
|#default={{#invoke:TemplUtl|failure|1=Fehler bei Vorlage:Internetquelle, abruf=2023-11-10|class=Zitationswartung}} }} {{#invoke:DateTime|format|2023-11-10|T._Monat JJJJ}}
| {{#invoke:TemplUtl|failure|1=Vorlage:Internetquelle | abruf=2026-MM-TT ist Pflichtparameter}} }}{{#if:{{#ifeq:de|de||{{#if:|1}}}}|{{#if:Monate - Jahreszeiten - Energiezeitensouthamtrips.com{{#if: 2023-11-10 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}
| (
| {{#if: | | (}}
}}{{#ifeq:{{#if:de|de|de}}|de||
{{#invoke:Multilingual|format|{{{sprache}}}|slang=!|split=[%s,]+|shift=m|separator=, }}}}{{#if: |{{#ifeq:{{#if:de|de|de}}|de||, }}{{{kommentar}}}}})}}{{#if: {{#if: 2023-11-10 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}} }}|{{#if: |: {{
#if:
| „{{
#ifeq: {{#if:{{#if: {{#invoke:templutl|faculty|}}|de-ch|de}}|{{#if: {{#invoke:templutl|faculty|}}|de-ch|de}}|de}} | de
| Vorlage:Str trim
| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
}}“
| {{#ifeq: {{#if:{{#if: {{#invoke:templutl|faculty|}}|de-ch|de}}|{{#if: {{#invoke:templutl|faculty|}}|de-ch|de}}|de}} | de
| „Vorlage:Str trim“
| {{#invoke:Text|quote
|1={{#if:
| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
| {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} }}
|2={{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty|}}|de-CH|de}}
|3=1}} }}
}}{{#if:
| (<templatestyles src="Person/styles.css" />{{#if: | : }}{{#if: | , deutsch: „“ }})
| {{#if:
| ({{#if: | , deutsch: „“ }})
| {{#if: | (deutsch: „“) }}
}}
}}{{#if: {{{zitat}}}
| {{#if:
| {{#if: {{{zitat}}}
| Vorlage:": Text= und 1= gleichzeitig, bzw. Pipe zu viel }} }}
| Vorlage:": Text= fehlt }}{{#if: | {{#if: {{#invoke:Text|unstrip|{{{ref}}}}}
| Vorlage:": Ungültiger Wert: ref=
| {{{ref}}} }}
}}|.{{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}|{{#if:||{{#ifeq: | JaKeinHinweis |{{#switch:
|0|=Vorlage:Toter Link/Core{{#if: http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html | {{#if: | [5] }} (Seite {{#switch:|no|0|=|dauerhaft }}nicht mehr abrufbar{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}. Suche im Internet Archive ){{#if: | {{#if: deadurlausgeblendet | | Vorlage:Toter Link/archivebot }} }} | (Seite {{#switch:|no|0|=|#default=dauerhaft }}nicht mehr abrufbar{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}.) }}{{#switch: |no|0|= |#default={{#if: || }} }}{{#invoke:TemplatePar|check |opt = inline= url= text= datum= date= archivebot= bot= botlauf= fix-attempted= checked= |cat = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link |errNS = 0 |template = Vorlage:Toter Link |format = |preview = 1 }}{{#if: http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html | {{#if:{{#invoke:URLutil|isWebURL|http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html}} || {{#if: || }} }} | {{#if: | {{#if: || }} | {{#if: || }} }} }}{{#if: | {{#if:{{#invoke:DateTime|format||F Y|noerror=1}} || {{#if: || }} }} }}{{#switch: deadurl |checked|deadurl|= |#default= {{#if: || }} }}|#default= https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wikipedia:Defekte_Weblinks&dwl=http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html Die nachstehende Seite ist {{#switch:|no|0|=|dauerhaft }}nicht mehr abrufbar]{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}. (Suche im Internet Archive. ) {{#if: | {{#if: deadurlausgeblendet | | Vorlage:Toter Link/archivebot }} }}Vorlage:Toter Link/Core{{#switch: |no|0|= |#default= {{#if: || }} }}{{#invoke:TemplatePar|check |all = inline= url= |opt = datum= date= archivebot= bot= botlauf= fix-attempted= checked= |cat = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link |errNS = 0 |template = Vorlage:Toter Link |format = |preview = 1 }}{{#if: http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html | {{#if:{{#invoke:URLutil|isWebURL|http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html}} || {{#if: || }} }} }}{{#if: | {{#if:{{#invoke:DateTime|format||F Y|noerror=1}} || {{#if: || }} }} }}{{#switch: deadurl |checked|deadurl|= |#default= {{#if: || }} }}[http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html }}|{{#switch: |0|=Vorlage:Toter Link/Core{{#if: http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html | {{#if: | [6] }} (Seite {{#switch:|no|0|=|dauerhaft }}nicht mehr abrufbar{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}. Suche im Internet Archive ){{#if: | {{#if: | | Vorlage:Toter Link/archivebot }} }} | (Seite {{#switch:|no|0|=|#default=dauerhaft }}nicht mehr abrufbar{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}.) }}{{#switch: |no|0|= |#default={{#if: || }} }}{{#invoke:TemplatePar|check |opt = inline= url= text= datum= date= archivebot= bot= botlauf= fix-attempted= checked= |cat = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link |errNS = 0 |template = Vorlage:Toter Link |format = |preview = 1 }}{{#if: http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html | {{#if:{{#invoke:URLutil|isWebURL|http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html}} || {{#if: || }} }} | {{#if: | {{#if: || }} | {{#if: || }} }} }}{{#if: | {{#if:{{#invoke:DateTime|format||F Y|noerror=1}} || {{#if: || }} }} }}{{#switch: |checked|deadurl|= |#default= {{#if: || }} }}|#default= https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Wikipedia:Defekte_Weblinks&dwl=http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html Die nachstehende Seite ist {{#switch:|no|0|=|dauerhaft }}nicht mehr abrufbar]{{#if: | , festgestellt im {{#invoke:DateTime|format||F Y}} }}. (Suche im Internet Archive. ) {{#if: | {{#if: | | Vorlage:Toter Link/archivebot }} }}Vorlage:Toter Link/Core{{#switch: |no|0|= |#default= {{#if: || }} }}{{#invoke:TemplatePar|check |all = inline= url= |opt = datum= date= archivebot= bot= botlauf= fix-attempted= checked= |cat = Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link |errNS = 0 |template = Vorlage:Toter Link |format = |preview = 1 }}{{#if: http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html | {{#if:{{#invoke:URLutil|isWebURL|http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html}} || {{#if: || }} }} }}{{#if: | {{#if:{{#invoke:DateTime|format||F Y|noerror=1}} || {{#if: || }} }} }}{{#switch: |checked|deadurl|= |#default= {{#if: || }} }}[http://southamtrips.com/am-sur/Mapuche/agenda-mapuche2008-D/01-mapuche-kalender.html }} }}}}}}}}}}{{#if:| {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivBot|stamp={{{archiv-bot}}}|text={{#if:|Vorlage:Webarchiv/archiv-bot}}
}}}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf= zugriff= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= AT= CH= offline= |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle}} |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}</ref>
Handwerk
Bekannt sind die Mapuche für ihre Silberschmiedekunst, die sich allerdings erst im 17. Jahrhundert voll entfaltete. Jedes Schmuckstück hat seinen eigenen Namen und seine eigene magische Bedeutung. Auch erwähnenswert sind daneben Weberei (hierbei die besonderen Formen und Farben der Mapuche), Töpferei, Schnitzerei und das Steinmetzhandwerk.
Hausbau
Die Mapuche lebten früher in großen Häusern aus Holz und Grassoden, die Ruka genannt wurden. Der Fußboden blieb naturbelassen, da die Mapuche die Erde als Mutter ansehen und nichts zwischen sich und der Erde haben wollten. Eine Ruka hat keine Fenster und die Türöffnung wies immer Richtung Osten. In der Mitte befand sich stets das Feuer, dem die Mapuche heilende Kräfte zuschreiben. Inzwischen leben auch die Mapuche auf dem Land zumeist in Häusern nach europäischem Vorbild, wobei auch hier oft darauf geachtet wird, die Türöffnung Richtung Osten beizubehalten.
Kleidung
Traditionell tragen die Frauen den Chamalh oder Kemalh, ein viereckiges, schwarzes Tuch, das man um den Körper wickelt und ein Ende über die Schulter zieht. Über den Schultern tragen die Frauen das ekulh, ein – ebenfalls schwarzes – Umhängetuch mit blauen Ecken. Um die Hüfte trägt man eine reich verzierte Schärpe.
Männer tragen die Chiripa – eine Art dreiviertellange Hose – und einen fein gewebten Poncho mit Verzierungen. Beide Geschlechter tragen Stirnbänder. Heute wird diese Kleidung hauptsächlich von den älteren Generationen und zu Festlichkeiten getragen.
Landwirtschaft
Die traditionelle Form der Landwirtschaft ist bei den Mapuche seit dem 17./18. Jahrhundert die Landwechselwirtschaft mit Kartoffeln, Weizen, Quinoa, Bohnen und Chili auf Allmenden.<ref>dradio.de, Das Feature, 24. August 2012, Karl-Ludolf Hübener: Bäume mit blauen Wurzeln - Begegnungen mit Elicura Chihuailaf (26. August 2012; Manuskript: dradio.de)</ref> Früher kam noch die Jagd und das Sammeln wilder Früchte (vor allem von der Araukarie) hinzu.
Literatur
Die mündlich überlieferte Literaturtradition hat bei den Mapuche einen hohen Stellenwert. Seit den 1920er und verstärkt den 1960er Jahren erlebt auch die verschriftlichte Literatur der Mapuche eine Blütezeit. Zu erwähnen sind Autoren wie Elicura Chihailaf, Jaime Luis Huenún und Leonel Lienlaf unter anderen. Charakteristisch für die neuere Mapuche-Literatur ist der interkulturelle Zwiespalt der Autoren.<ref>Antillanca/Cuminao/Loncón: Escritos Mapuche (1910–1999). Santiago: Asociación Mapuche Xawun Ruka, 2000.</ref> 2020 erhielt Elicura Chihuailaf, der sowohl in spanischer Sprache als auch in Mapudungun schreibt, den Premio nacional de literatura de Chile.
Musik
Die traditionelle Mapuche-Musik gehört hauptsächlich zum religiösen Bereich; daneben gibt es Liebeslieder und Gesänge über die Heimat. Es werden Perkussionsinstrumente verwendet, z. B. ausschließlich für den rituellen Gebrauch die kultrún (eine flache Kesseltrommel, die als Schamanentrommel verwendet wird) und die cascahuillas (Schellen). Zwei weitere charakteristische Instrumente sind die trutruka, eine Naturtrompete, die aus dem Rohr einer Bambusart (colihue) und einem Mundstück besteht, die ähnliche nolkin, deren Ton jedoch durch Ansaugen von Luft aus der Röhre produziert wird, und die Maultrommel trompe. Herausragende Sängerinnen der Mapuche-Musik sind Aimé Paine und Nancy San Martin.
Siehe auch
- Geschichte Chiles
- Indigene Völker Südamerikas
- Indigene Völker in Argentinien
- Königreich von Araukanien und Patagonien
Literatur
- Otto Aichel: Über die Medizin der Mapuche. In: Archiv für Geschichte der Medizin. Band 6, 1912, S. 161–204.
- Joanna Crow: The Mapuche in Modern Chile: A Cultural History. University Press of Florida, 2013.
- Stefan Eim: The Conceptualisation of Mapuche Religion in Colonial Chile (1545–1787). (Dissertation) Universität Heidelberg, 2010 (bei heiDOK)
- Sebastian Garbe: Solidarität mit Wallmapu. Der transnationale Widerstand der Mapuche. Unrast, Münster 2024, ISBN 978-3-89771-189-1.
- Carmen Arellano Hoffmann, Hermann Holzbauer, Roswitha Kramer (Hrsg.): Die Mapuche und die Republik Chile. Pater Siegfried von Frauenhäusl und das Parlament der Mapuche von 1907 in Coz Coz. Harrassowitz, Wiesbaden 2006. ISBN 3-447-05270-8.
- Olaf Kaltmeier: Marichiweu! Zehnmal werden wir siegen! Eine Rekonstruktion der aktuellen Mapuche-Bewegung in Chile aus der Dialektik von Herrschaft und Widerstand seit der Conquista. Edition ITP-Kompass, Münster 2004, ISBN 978-3-9809421-0-2 (bei academia.edu)
- Ricardo E. Latcham: Die Kriegskunst der Araucanos. Junius, Hamburg 1988. ISBN 3-88506-403-0.
- Rainer Lucht: „Wir wollen unsere Identität bewahren“. Mapucheorganisationen und ihre Positionen im heutigen Chile. Lit, Münster 1999. ISBN 3-8258-4297-5.
- Elke Rahausen: Die Comunidad im Wandel. Zur Situation und Integration der Mapuche-Kleinbauern in der chilenischen Wirtschaft und Gesellschaft. Shaker Verlag, Aachen 2003. ISBN 3-8322-2124-7.
- Helmut Schindler: Bauern und Reiterkrieger. Die Mapuche-Indianer im Süden Amerikas. Hirmer, München 1990. ISBN 3-7774-5240-8.
- Jens Schneider: Newen Domo – „Die Kraft der Frauen“. Frauen in der Mapuchebewegung in Chile. Lit, Münster 1993. ISBN 3-89473-644-5.
Weblinks
|X|x= |0|-= |S|s= – Sammlung von Bildern |1|= – Sammlung von Bildern{{#if:
| {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}
|1/= und Videos
|1/1=, Videos und Audiodateien
|/1= und Audiodateien}}
| , Videos und Audiodateien
}}
|#default= – }}{{#if: Mapuche people
| {{#ifeq: {{#invoke:Str|left|mapuche people|9}}
| category:
| FEHLER: Ohne Category: angeben!}}}}Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Literatur über die Mapuche im Katalog des Ibero-Amerikanischen Instituts in Berlin
- Dossiers der Gesellschaft für bedrohte Völker:
- Mapuche International (politisch agierende Mapuche-Organisation)
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit defekten Dateilinks
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:ISSN
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:"
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv/Archiv-URL
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:URL
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Linktext
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Webarchiv/Linktext fehlt
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Wikipedia:Weblink offline fix-attempted
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link/URL fehlt
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Schwesterprojekt
- Mapuche
- Ethnie in Chile
- Ethnie in Argentinien
- Indigenes Volk in Südamerika
- Arauco-Krieg
- Reiterkultur