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Maria Barbara Bach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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}} in Gehren; beerdigt 7. Juli 1720 in Köthen) war die Tochter von Johann Michael Bach, eine Cousine zweiten Grades und die erste Ehefrau von Johann Sebastian Bach.

Datei:Maria Barbara Bach (1684–1720) OeNB 8984007.jpg
Maria Barbara Bach, Schattenriss (um 1800)

Leben

Maria Barbara und Johann Sebastian Bach hatten gemeinsame Urgroßeltern:

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Johannes Bach
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Christoph Bach
 
Heinrich Bach
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johann Ambrosius Bach
 
Johann Michael Bach
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johann Sebastian Bach
 
Maria Barbara Bach
 
Datei:Dornheim Kirche.JPG
Dorfkirche in Dornheim

Maria Barbaras Vater war zunächst Kantor in Arnstadt gewesen und 1673 Organist und Stadtschreiber in Gehren geworden, wo Maria Barbara als jüngstes von sechs Kinder geboren wurde. Er starb, als Maria Barbara neun Jahre alt war. Ihre Mutter, Catharina Wedemann aus Arnstadt, starb 1704. Danach lebte Maria Barbara mit ihren beiden älteren Schwestern Friedalena Margaretha und Barbara Catharina Bach im Hause des Arnstädter Bürgermeisters Martin Feldhaus und dessen Frau Margarethe, geborene Wedemann, einer Schwester ihrer Mutter.<ref>Jens Philipp Wilhelm: Der Fall J. S. Bach – einige Anmerkungen nach heutigem Recht zu den Arnstädter „Verdrießlichkeiten“ Johann Sebastian Bachs. Website vom J. Wilhelm, 15. Februar 2001, abgerufen am 21. Mai 2018 (pdf, 151 kB).</ref>

In Arnstedt war ihr späterer Ehemann seit 1703 als Organist der Neuen Kirche tätig. Am 11. November 1706, warf man bei einer Anhörung Johann Sebastian Bach vor, er habe „ohnlängsten die fremde Jungfer auf das Chor biethen und musiciren laßen“. Manche Biographen haben vermutet, Maria Barbara sei diese Sängerin gewesen. Das ist allerdings wenig wahrscheinlich, weil sie zu diesem Zeitpunkt schon zwei Jahre in Arnstadt gelebt hatte und obendrein eine Nichte des Bürgermeisters war – also durchaus keine „frembde“ Jungfer.<ref>Wolff 2005, S. 98.</ref>

Nachdem Johann Sebastian Bach die deutlich besser bezahlte Organisten Stelle der Divi-Blasii-Kirche in Mühlhausen erhalten hatte, heirateten er und Maria Barbara am 17. Oktober 1707 in Dornheim bei Arnstadt. Schon im folgenden Jahr zogen sie nach Weimar und von dort 1717 nach Köthen.

Maria Barbara Bach brachte sieben Kinder zur Welt. Sie starb, während ihr Mann sich von Ende Mai bis Anfang Juli 1720 im Gefolge seines Dienstherrn, des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen, in Karlsbad aufhielt. Ihr genaues Todesdatum und die Todesursache sind nicht überliefert; sie wurde bereits kurz vor J. S. Bachs Heimkehr auf dem Köthener Alten Friedhof bestattet.

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Ehrungen

Datei:Bachdenkmal Gehren.JPG
Denkmal in Gehren zur Erinnerung an Johann Michael Bach und dessen Tochter Maria Barbara Bach

Die Stadt Köthen errichtete am 31. August 2004 zur Erinnerung an Maria Barbara Bach einen Gedenkstein im Friedenspark, er ist ausgestattet mit einer offiziellen „FrauenOrte“-Tafel von Sachsen-Anhalt.<ref>www.frauenorte.net</ref>

Ein weiteres Denkmal zur Erinnerung an Maria Barbara Bach und deren Vater Johann Michael Bach befindet sich in ihrem Geburtsort Gehren.

Kinder

  • Catharina Dorothea (* 27. Dezember 1708; † 14. Januar 1774)
  • Wilhelm Friedemann, der Dresdner oder Hallesche Bach (* 22. November 1710; † 1. Juli 1784)
  • Johann Christoph (* 23. Februar 1713; † 23. Februar 1713)
  • Maria Sophia (* 23. Februar 1713; † 15. März 1713)
  • Carl Philipp Emanuel, der Berliner oder Hamburger Bach (* 8. März 1714; † 14. Dezember 1788)
  • Johann Gottfried Bernhard (* 11. Mai 1715; † 27. Mai 1739)
  • Leopold Augustus (≈ 17. November 1718; † 26. September 1719)

Siehe auch

Literatur

  • Martin Geck: Bach – Leben und Werk. rororo Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2001.
  • Lisbeth Haase: „Oh, wie liebten sie ihn und sein Spiel“. Ihr Leben an der Seite von Johann Sebastian Bach: Maria Barbara und Anna Magdalena Bach. Hänssler, Holzgerlingen 2000, ISBN 3-7751-3531-6.
  • Maria Hübner: Frauen der Bach-Familie. Kamprad, Altenburg 2021, ISBN 978-3-95755-662-2, S. 33–52.
  • Siegfried Neumann: Die Trauung von Johann Sebastian Bach mit Maria Barbara Bach. In: Dornheimer Geschichte & Geschichten. Freundeskreis zur Erhaltung der Traukirche von J. S. Bach, Dornheim 2003, S. 16–20.
  • Johannes Ninck: Die beiden Frauen Johann Sebastian Bachs. Blicke in das Familienleben des großen Tonmeisters. Schloeßmann, Leipzig/Hamburg 1939 (aus biografischer Sicht völlig überholt).
  • Uwe Wolf: Johann Sebastian Bachs Chromatische Fantasie BWV 903/1 – ein Tombeau auf Maria Barbara Bach? In: Cöthener Bach-Hefte. 11, 2003, S. 97–115.
  • Christoph Wolff: Johann Sebastian Bach. Aktualisierte Neuausgabe. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16739-6, S. 98–102, 231 u. passim.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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