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Marijan Beneš

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Marijan Beneš Vorlage:SportPicto
Datei:Benes.jpg
Marijan Beneš (2009)
Daten
Geburtsname Marijan Beneš
Geburtstag 11. Juni 1951
Geburtsort Belgrad
Todestag 4. September 2018
Todesort Banja Luka
Nationalität Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien/KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Kroatien
Gewichtsklasse Halbmittelgewicht (zuletzt)
Stil Linksauslage
Größe 1,70 m
Kampfstatistik als Profiboxer
Kämpfe 39
Siege 32
K.-o.-Siege 21
Niederlagen 6
Unentschieden 1
Medaillenspiegel
Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften
Gold 1973 Belgrad Halbweltergewicht

Marijan Beneš ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 11. Juni 1951 in Belgrad; † 4. September 2018 in Banja Luka<ref>„U Banjoj Luci umro legendarni boksač Marijan Beneš (67)“ in 24sata.hr</ref>) war ein jugoslawischer Boxer, EBU-Europameister und WM-Herausforderer der WBA im Halbmittelgewicht.

Bei den Amateuren war er unter anderem dreifacher Jugoslawischer Meister, zweifacher Balkanmeister, Europameister und Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1976 in Montreal.

Amateurkarriere

Beneš begann mit dem Boxen beim Club Sloboda in Tuzla und wechselte mit 16 Jahren zum Club Slavija in Banja Luka, dem er bis zum Ende seiner Amateurkarriere angehörte.<ref>Marijan Beneš biografija – Prve udarce zadao u Tuzli</ref> Er wurde mehrfacher Bosnischer Landesmeister,<ref>Yugoslav Boxing Legend Marijan Benes Dies</ref> sowie 1973, 1974 und 1976 jeweils Jugoslawischer Meister im Weltergewicht.<ref>Yugoslav National Championships</ref> Darüber hinaus war er Viertelfinalist der Mittelmeerspiele 1971 in Izmir<ref>Mediterranean Games 1971</ref> und gewann die Balkanmeisterschaften 1973 in Athen und 1976 in Zagreb.<ref>Balkan Championships</ref>

Sein größter Erfolg war der Gewinn der Europameisterschaft 1973 in Belgrad, wobei er jeden seiner Kämpfe gegen Neville Cole, Paul Dobrescu, Ulrich Beyer und Anatoli Kamnew vorzeitig gewinnen konnte. Für diesen Erfolg wurde er von der jugoslawischen Zeitschrift „Sport“ zum Sportler des Jahres gewählt.<ref>European Championships 1973</ref>

Bei der Weltmeisterschaft 1974 in Havanna verlor er im Achtelfinale gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Zbigniew Kicka<ref>World Championships 1974</ref> und bei der Europameisterschaft 1975 in Katowice ebenfalls im Achtelfinale gegen Plamen Jankow.<ref>European Championships 1975</ref> Bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal schied er in der Vorrunde gegen den späteren Silbermedaillengewinner Pedro Gamarro aus.<ref>Olympic Games 1976</ref>

Nach den Olympischen Spielen entschied er sich für einen Wechsel in das Profilager. Seine Amateurbilanz betrug 272 Siege, 16 Niederlagen und 11 Unentschieden.<ref>Odlazak legende: Marijan Beneš, bokserski šampion i pesnik</ref><ref>TUŽAN KRAJ ISTINSKE LEGENDE U 67. godini napustio nas je Marijan Beneš, umro je nakon duge i teške bolesti, zvali su ga 'jugoslavenski Rocky Balboa'</ref>

Profikarriere

Beneš begann seine Profikarriere beim deutschen Promoter Willy Zeller und bestritt 22 seiner 39 Profikämpfe in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Im September 1978 besiegte er den ehemaligen WBC-Weltmeister Elisha Obed (Kampfbilanz: 70-5) und im November 1978 den zweifachen WBC-Herausforderer Everaldo Azevedo (72-17). Durch einen K.-o.-Sieg gegen Gilbert Cohen (20-2) wurde er am 17. März 1979 in Banja Luka EBU-Europameister im Halbmittelgewicht und verteidigte den Titel jeweils im Herkunftsland seines Herausforderers gegen Andoni Amana (26-0) in Spanien, Adrie Huussen (19-0) in den Niederlanden, Damiano Lassandro (29-4) in Italien und Georges Warusfel (37-8) in Frankreich.

Am 12. Juni 1980 boxte er in Paris um den WBA-Weltmeistertitel im Halbmittelgewicht, verlor jedoch einstimmig nach Punkten gegen den Titelträger Ayub Kalule (33-0).<ref>Ayub Kalule vs. Marijan Benes</ref> Auch seinen EBU-Titel verlor er am 19. März 1981 in Paris durch eine Punktniederlage an Louis Acariès (29-3). Einen weiteren EBU-Kampf im Halbmittelgewicht verlor er im Oktober 1982 knapp nach Punkten gegen Luigi Minchillo (39-2).

Im Dezember 1983 beendete er seine Karriere nach 37 Kämpfen mit 30 Siegen, bestritt jedoch noch zwei siegreiche Showkämpfe in den Jahren 1991 und 1997, letzteren im Alter von 45 Jahren.

Sonstiges

Marijan Beneš wurde in der serbischen Hauptstadt Belgrad als Sohn eines Kroaten und einer Serbin geboren, verbrachte seine Kindheit in der bosnischen Stadt Tuzla und lebte seit seinem 16. Lebensjahr im bosnischen Banja Luka. Während der Jugoslawienkriege zog er in die kroatische Hauptstadt Zagreb und in das Dorf Medulin, ehe er 1996 nach Banja Luka zurückkehrte, wo er 2018 im Alter von 67 Jahren starb.<ref>Odlazak legende: Marijan Beneš, bokserski šampion i pesnik</ref><ref>Marijan Benes, Yugoslavian Boxing Legend, Passes Away at 67</ref> Er wurde am 7. September 2018 auf dem Friedhof Sveti Marko in Banja Luka beigesetzt.<ref>Marijan Beneš – banjalučka čelična pesnica</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />