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Matthias A. K. Zimmermann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Matthias A K Zimmermann.jpg
Matthias A. K. Zimmermann (2020)

Matthias Alexander Kristian Zimmermann (* 6. Mai 1981 in Basel) ist ein Schweizer Schriftsteller, Maler und Medienkünstler.

Leben

Matthias A. K. Zimmermann ist im Kanton Aargau aufgewachsen. Er studierte an der Hochschule der Künste Bern Musik/Komposition, an der Hochschule Luzern Kunst & Vermittlung, an der Zürcher Hochschule der Künste Game Design und Art Education sowie am Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung Bern Didaktik/Pädagogik. Sein künstlerisches Werk fand eine Rezeption in internationalen Ausstellungen sowie in wissenschaftlichen und essayistischen Texten. Zimmermanns Bilder befinden sich in Sammlungen diverser Museen.<ref>S. 312 (Kapitel: Der Künstler), in: Natascha Adamowsky (Hrsg.): Digitale Moderne. Die Modellwelten von Matthias Zimmermann. Hirmer Verlag, München 2018, ISBN 978-3-7774-2388-3.</ref> 2014 wurde er für den «PHÖNIX Kunstpreis» (Deutschland) nominiert.<ref>Die Preisträger. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juli 2018; abgerufen am 5. Juli 2018.</ref> Sein Debütroman, Kryonium, ist im Kulturverlag Kadmos erschienen.

Werk

Werk als Schriftsteller

Literarisches Konzept und Verbindung zur eigenen Kunst

Zimmermanns Romanwelten entstehen aus den Konzepten seiner modular aufgebauten Bilder. Auch seine Erzählungen folgen einem Baukastenprinzip. Palindrome, Zahlenreihen, Anagramme und Codes bilden die formalen Bausteine.<ref>Gefangen in der unendlichen Virtualität - Rezension, Aargauer Zeitung</ref> Zeitreisen und das Raumgefüge sowie die Themen Vergänglichkeit und Unendlichkeit zählen zu den variablen Komponenten seines erzählerischen Systems.<ref>Wie Literatur virtuelle Räume erinnern, erschaffen und neu vermessen kann - Rezension, Berliner Gazette</ref> Die von ihm gestalteten Buchcover greifen Motive seiner Gemälde auf, die wiederum in der Handlung erscheinen. Der Schreibprozess dauert bis zu zehn Jahren, da Zimmermann seine Romanwelten feinteilig wie ein Uhrwerk aufbaut.<ref>Imitathyos – Matthias A.K. Zimmermann - Radiointerview, Kanal K: Nosenoise-Literatur</ref>

Romane

  • KRYONIUM. Die Experimente der Erinnerung. Roman. Erstveröffentlichung: Kulturverlag Kadmos, Berlin 2019. Neuauflage: Edition Modellwelten / BoD, Hamburg 2025, ISBN 978-3-8192-8019-1
  • INTOXIKATION. Chemie der Illusionen. Psychothriller. (Autoren: Matthias A. K. Zimmermann, Kristina Schippling). Erstveröffentlichung: Kulturverlag Kadmos, Berlin 2024. Neuauflage: Edition Modellwelten / BoD, Hamburg 2025, ISBN 978-3-8192-4779-8
  • IMITATHYOS. Das unendliche Alphabet. Roman. Edition Modellwelten / BoD, Hamburg 2024, ISBN 978-3-8370-6776-7
  • YOGAMINO. Im Zickzack der Zeit und Ruckzuck der Räume. Roman. Edition Modellwelten / BoD, Hamburg 2026, ISBN 978-3-6957-4228-8

Werk als Maler und Medienkünstler

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Die gefrorene Stadt, 2006
Acryl auf Leinwand, 160 × 160 cm
Aargauer Kunsthaus
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Die vernetzte Stadt, 2005
Acryl auf Leinwand, 100 × 205 cm
Museumsquartier St. Annen
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Vier Eingänge am Rande eines Nebelraumes, 2008
Acryl auf Leinwand, 160 × 175 cm
Aargauer Kunsthaus
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Die Raummaschine 6, 2013
Diasec, 100 × 280 cm
Computermuseum Kiel
Datei:Der Volumenspeicher 5.jpg
Der Volumenspeicher 5, 2015
Diasec, 100 × 280 cm
Datei:Mechanisches Flächenland 5.jpg
Mechanisches Flächenland 5, 2015
Diasec, 100 × 280 cm

Inhalt, Konzept und Ausführung

Zimmermanns künstlerische Werke, die er als «Modellwelten» bezeichnet, beinhalten ein Sammelsurium an Bildsprachen, die dem digitalen Raum, dem Vokabular unterschiedlicher Kulturen sowie der Kunst-, Design- und Mediengeschichte entliehen sind. Vorwiegend lassen sich Computerspielelemente, Quellcodes, japanische Gärten, buddhistische Symbolik und Ikonenmalereien aus dem Mittelalter wiederfinden. Die Bildmotive zeigen Landschaften in unterschiedlichem Abstraktionsgrad. Dieser reicht von fotorealistischen, klar erkennbaren Orten bis hin zu räumlichen Entitäten. Die Bildmotive vermitteln heitere wie düstere Atmosphären, die utopische und dystopische Szenarien umschreiben. Die Inszenierung des Bildraums mittels Dingen aus unterschiedlichen Zeiten und Orten veranschaulicht die Gleichzeitigkeit virtueller Distanzauflösung. Die geometrischen Gerüste der Bildinhalte ergeben sich aus verschiedensten Perspektiven und Raumdarstellungen. Jedem Bild liegt ein System zu Grunde, das wie ein Baukasten oder Puzzle aufgebaut ist und das spielerische Konzept der Modularität – das variable Kombinieren, Umformen und immer wieder neu Zusammensetzen – verdeutlicht. Die «Modellwelten» sind als Malereien auf Leinwand entworfen oder am Computer digital konstruiert und als Diasec umgesetzt. Jedem Bild gehen akribische Skizzenstudien voraus, die sich über Monate oder Jahre hinziehen. Zimmermanns Schaffensprozess reflektiert die Schnittstelle des Analogen und Digitalen. Seine Maltechnik adaptiert Ästhetiken von Computerbildern, wohingegen seine digital geschaffenen Bilder sich mehrheitlich auf Motive klassischer Malerei beziehen.<ref>S. 354–259 (Kapitel: Schaffensprozess), in: Natascha Adamowsky (Hrsg.): Digitale Moderne. Die Modellwelten von Matthias Zimmermann. Hirmer Verlag, München 2018, ISBN 978-3-7774-2388-3.</ref><ref>S. 74–75 (Kapitel: Modellwelten), in: Natascha Adamowsky (Hrsg.): Digitale Moderne. Die Modellwelten von Matthias Zimmermann. Hirmer Verlag, München 2018, ISBN 978-3-7774-2388-3.</ref>

Künstlerische Forschung / Artistic Research

Der 2018 erschienene Kunstband Digitale Moderne bespricht Zimmermanns Werk vorwiegend unter dem Aspekt der künstlerischen Forschung. Indem er Elemente der ästhetischen Vermittlung mit denen der Wissensordnung kombiniert, öffnen sich der Kunstrezeption neue erkenntnistheoretische Räume. Die «Modellwelten» bilden eine Topologie durch Raum und Zeit, forschen in der Kunst-, Design- und Mediengeschichte und zeigen technische Zusammenhänge auf.<ref>S. 22–27 (Kapitel: Digitale Moderne), in: Natascha Adamowsky (Hrsg.): Digitale Moderne. Die Modellwelten von Matthias Zimmermann. Hirmer Verlag, München 2018, ISBN 978-3-7774-2388-3.</ref> Die Bildserie, Die Raummaschine, schichtet den Bildinhalt in sechs Ebenen auf – Energie, Hardware, Binärcode, 3D-Grafiksoftware, Game World (Bildschirm), Quellcodes – und verbildlicht den Aufbau digitaler Welten. Die abgebildeten Quellcodes haben unter anderem die Funktion von Quellenangaben.<ref>S. 129–131 (Kapitel: Die Raummaschine), in: Natascha Adamowsky (Hrsg.): Digitale Moderne. Die Modellwelten von Matthias Zimmermann. Hirmer Verlag, München 2018, ISBN 978-3-7774-2388-3.</ref>

Bildbeschreibung: Die gefrorene Stadt

Die einer Kältestarre anmutende Atmosphäre im Gemälde «Die gefrorene Stadt» wird von einem gleißenden Horizontlicht durchzogen, dessen Energie sich im Zenit als halbkreisförmige Schreibe konzentriert. Um die Seefläche herum und in der Berglandschaft speist sich die Energiegewinnung aus Kohlekraftwerken und Heizöfen. Auf der linken Seite befindet sich ein Bahnhof mit Zügen, welche auf einem rechtwinklig geknickten Viadukt einfahren, während sich im Hintergrund Fahrzeuge im Formenspiel einer Großstadt abzeichnen. Ein Zug fährt hinter dem strahlenden Energiezenit durch, derweil die Fortbewegung im Bergmassiv durch einen Schnellzug und einer Lokomotive erfolgt, auf der Seefläche durch ein Dampfschiff und U-Boote. Der beobachtbare Fortschritt der Bebauung einer unberührten Landschaft ist in einer vertikalen Zeitachse auszumachen: Während im unteren Bildteil eine weitgehend von technischem Fortschritt verschonte Berg-Natur zu erkennen ist, technisiert sich die Landschaft nach oben hin zu einer futuristischen Metropole. Unterschiedliche Abstraktion zeichnet sich beim Zytglogge-Turm von Bern, dem Schloss Chillon am Genfersee, der Hofkirche, dem Bahnhof und der Verbrennungsanlage von Luzern ab. Im Vordergrund weiten sich die Alpen des Berner Oberlands, die in ungewohnter Form neu zusammengesetzt sind.<ref>S. 284–291 (Kapitel: Schaffensprozess), in: Natascha Adamowsky (Hrsg.): Digitale Moderne. Die Modellwelten von Matthias Zimmermann. Hirmer Verlag, München 2018, ISBN 978-3-7774-2388-3.</ref>

Filmografie

Kurzfilm
  • INTOXIKATION. Chemie der Illusionen, 3:27 min, (von Matthias A. K. Zimmermann & Kristina Schippling) Kurzfilm, Produktion, Regie, Editing, Animation, 2024, NYC Independent Film Festival (winner), Hollywood Gold Awards (winner), Medusa Film Festival (winner), Festival de Indie (winner) etc.<ref>Animationsfilm zum Roman / Auszeichnungen - div. Preisurkunden. In: Matthias A. K. Zimmermann. 2024, abgerufen am 10. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>INTOXICATION - REVIEW, London Movie Awards. In: Matthias A. K. Zimmermann. 2024, abgerufen am 10. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Museen

Ausstellungen

Inventarisierung

Werke von Matthias A. K. Zimmermann befinden sich im festen Bestand folgender Museen und Kulturinstitutionen:

Literatur

Publikationen

Weblinks

Commons: Matthias A. K. Zimmermann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons: Matthias A. K. Zimmermann (Artworks) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references />

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