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}}</ref><ref>Zum Tod Max Schmelings: Liebling der Berliner Gesellschaft. In: Mitteldeutsche Zeitung. 7. Februar 2005, abgerufen am 24. Februar 2023.</ref>
1906 zog die Familie nach Hamburg, da der Vater als Steuermann bei der Hamburg-Amerika-Linie angestellt war. Zunächst lebten sie im Stadtteil St. Georg. Spätestens ab 1911 wohnten sie in der Lindleystraße 75 in Rothenburgsort.<ref>Hamburger Adressbuch 1911. Herrmanns Erben, Hamburg 1911, S. IV/442 (agora.sub.uni-hamburg.de. Abgerufen am 28. Juni 2019).</ref> Eingeschult wurde Max in der Volksschule Stresowstraße in Rothenburgsort.<ref name="HA19770817">Mit dem Lehrer zu Fuß in die Schule. In: abendblatt.de.Hamburger Abendblatt, 17. August 1977, abgerufen am 28. Juni 2019.</ref> Als Max Schmeling 13 Jahre alt war, zog die Familie in den Stadtteil Eilbek (in ein Haus in der Hasselbrookstraße 14). Er ging in die naheliegende Jungenschule Ritterstraße und wurde in der Friedenskirche von Pastor Wilhelm Reme konfirmiert. Auf eigenen Wunsch und nachdem die Eltern bei der Schulbehörde interveniert hatten, besuchte er nach kurzer Zeit wieder die Volksschule Rothenburgsort.<ref name="HA19770817" /> Im Alter von 14 Jahren begann Schmeling eine kaufmännische Lehre in einer „Annoncen-Spedition“, der Werbeagentur Wilkens (heute Draftfcb Deutschland).
Karriereanfänge
Sein Interesse für den Boxsport wurde erstmals 1921 geweckt, als er einen Boxfilm sah. Um das Boxen richtig erlernen zu können, ging Max Schmeling ein Jahr später ins Rheinland, das damalige Zentrum des Boxsports in Deutschland. Schmeling war als Arbeiter in einer DüsseldorferBrunnenbaufirma beschäftigt. Sein Arbeitgeber versetzte ihn im Jahre 1923 nach Köln-Mülheim, wo Schmeling dem Amateur-Boxverein SC Colonia 06<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20140222224824
Am 2. August 1924 begann Schmeling mit einem Kampf gegen Hans Czapp in der Tonhalle in Düsseldorf seine Profi-Boxkarriere. Diese führte ihn frühzeitig und mehrmals nach New York – der damaligen Hochburg des Profiboxens. Dort ließ er sich von dem einheimischen Manager Joe Jacobs vertreten. Am 24. August 1926 wurde Schmeling durch einen Sieg gegen Max Diekmann Deutscher Meister im Halbschwergewicht.
1927 errang Max Schmeling seinen ersten großen Titel; im Kampf gegen den BelgierFernand Delarge in der DortmunderWestfalenhalle wurde er Europameister. Von seiner Börse kaufte er sich ein Motorrad der Firma Harley-Davidson mit Beiwagen; bei einer Ausfahrt im Juli mit Mutter und Schwester hatte Schmeling einen Unfall, durch den seine Schwester Edith mit 14 Jahren starb.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
1928 ging er mit seinem deutschen Manager Arthur Bülow nach New York, „um die Welt zu erobern“. Bülow hatte aber keine Beziehungen, und so bekam Schmeling zunächst keinen Kampf. Das änderte sich erst, als er sich an den Manager „Joe“ (eigentlich Yussel) Jacobs wandte. Dieser war Manager von Ted Moore,<ref>Vorlage:BoxRec Name</ref> einem britischen Boxer, der den 17-jährigen Schmeling 1922 in Hamburg in einem Amateurkampf besiegt hatte. Joe Jacobs, aus der New Yorker East Side stammender Sohn jüdischer Einwanderer aus Ungarn, verstand zwar nichts vom Boxen, aber viel von Publicity: „Du musst jeden Tag in der Zeitung stehen“.
Joe gab Schmeling den Kampfnamen „Der schwarze Ulan vom Rhein“ und beorderte ihn zu Wohltätigkeitsveranstaltungen und zu Sehenswürdigkeiten. Seitdem war immer ein Fotograf dabei, egal was Schmeling tat: Fünf Kämpfe später, am 12. Juni 1930, kämpfte Max Schmeling gegen Jack Sharkey um den vakanten Weltmeistertitel im Schwergewicht. Das war das zweite große Sportereignis, das im Hörfunk direkt übertragen wurde. Nach einem regelwidrigen Tiefschlag seines Gegners in der vierten Runde konnte Schmeling nicht weiterkämpfen, wurde jedoch wegen der Disqualifikation Sharkeys zum Weltmeister erklärt. Bis heute ist Schmeling der einzige Schwergewichts-Weltmeister, der seinen Titel durch eine Disqualifikation seines Gegners erhielt.
Am 3. Juli 1931 verteidigte er seinen Titel durch Technischen K. o. in der 15. Runde gegen den AmerikanerYoung Stribling. Am 21. Juni 1932 kam es in New York zum Rückkampf gegen Sharkey. Dem Amerikaner wurde nach 15 Runden der Sieg nach Punkten und damit der WM-Titel zugesprochen.
1930 lernte Max Schmeling die deutsch-tschechischeFilmschauspielerinAnny Ondra kennen. Diese hatte 1930 mit ihrem Freund Karel Lamač die Ondra-Lamac-Filmgesellschaft in Deutschland gegründet. Am 6. Juli 1933 heirateten Schmeling und Ondra in Bad Saarow. Dort hatte er im selben Jahr das Sommerhaus des vor den Nationalsozialisten ins Exil geflohenen expressionistischen Malers Bruno Krauskopf erworben. Nach ihrer Hochzeit drehte die Stummfilmdiva nur noch wenige Filme.
Am 26. August 1934 besiegte Schmeling Walter Neusel (1907–1964) in Hamburg. Dem Kampf wohnten 100.000 Menschen bei, bis heute die größte Zuschauermenge bei einer Boxveranstaltung in Europa. Organisiert hatte diesen Kampf der Boxpromoter Walter Rothenburg. Der ließ im nächsten Frühjahr für einen Kampf Schmelings gegen den Amerikaner Steve Hamas in 42 Tagen die Hanseatenhalle in Hamburg-Rothenburgsort einrichten.<ref>Auf dem Wege zur Weltmeisterschaft. In: Hamburger Nachrichten (Abend-Ausgabe, Zweite Beilage), 11. März 1934, unpag [S. 9], (Ausführlicher Bericht zum Kampf, Digitalisat)</ref> Sie war mit 25.000 Plätzen die größte Sporthalle ihrer Zeit, der Madison Square Garden bot nur 20.000 Menschen Platz. Der Sieg Schmelings gegen Hamas ermöglichte Schmeling, wieder in Amerika als Boxer Fuß zu fassen und gegen Joe Louis anzutreten.
Die Nationalsozialisten forderten Schmeling im Jahre 1935 auf, sich von seiner tschechischen Frau sowie seinem jüdischen Manager Joe Jacobs in Amerika zu trennen und sich von seinen jüdischen Freunden zu distanzieren. Er wies die Forderungen zurück. Wegen der Nürnberger Gesetze und des in Deutschland herrschenden Antisemitismus erwog das amerikanische Olympische Komitee, die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin zu boykottieren. Als international bekanntester deutscher Sportler war Schmeling ein Teil der vom Propagandaministerium organisierten Kampagne, die Amerikaner von der Teilnahme zu überzeugen.<ref>Arnd Krüger: Die Olympischen Spiele 1936 und die Weltmeinung. Ihre außenpolitische Bedeutung unter besonderer Berücksichtigung der USA (= Sportwissenschaftliche Arbeiten, Bd. 7). Bartels & Wernitz, Berlin 1972</ref> Später bezeichnete Schmeling diese Fürsprache als „grenzenlose Naivität“.
Schmelings berühmtester Kampf ging allerdings nicht um eine Weltmeisterschaft. Am 19. Juni 1936 kämpfte er in New York gegen den „Braunen Bomber“ Joe Louis, der damals als unschlagbar galt, aber noch nicht Weltmeister war (27 Kämpfe, 27 Siege). Schmeling analysierte Filme seines Gegners und fand einen Schwachpunkt: Louis ließ nach dem Schlag seine Linke fallen, was Platz für einen Konter bot. In einem Interview nach seinen Chancen befragt, ließ er wissen: {{
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}} – ein Satz, der im US-Boxsport zum geflügelten Wort wurde.<ref>Holger Schück: „Das Herz eines Boxers“ – Zum Tode der deutschen Boxsport-Legende Max Schmeling. DeutschlandRadio Berlin; 6. Februar 2005 – 30’00 Sendezeit</ref><ref>eastsideboxing</ref> In dem im Radio auch nach Deutschland direkt übertragenen Kampf überraschte Schmeling die Boxwelt, indem er Louis schon früh hart treffen konnte und ihn dann durch K. o. in der 12. Runde besiegte. Dieses Ergebnis war auch ohne WM-Titel aus deutscher Sicht die bis dahin größte Überraschung im Boxsport und wurde von der NS-Propaganda politisch missbraucht als „Beweis für die Überlegenheit der arischen Rasse“. In den Kinos wurde auf Weisung Hitlers der Kampf unter dem Titel „Max Schmelings Sieg – ein deutscher Sieg“ vorgeführt. Schmeling nahm an der Uraufführung und an allen Vorstellungen des Films im Prinzeß-Theater (Dresden) persönlich teil und ließ sich feiern.<ref>Tausende erwarten Schmeling. In: Dresdner Neueste Nachrichten vom 9. Juli 1936, S. 4.</ref>
Durch den Sieg über Joe Louis war Max Schmeling zum Herausforderer des amtierenden Weltmeisters Jim Braddock avanciert. Da Braddock als eher schwacher „Zufallsweltmeister“ galt, standen Schmelings Chancen gut, als erster Boxer das „ungeschriebene Gesetz“ (They never come back) zu brechen, wonach ein geschlagener Schwergewichtsweltmeister nie seinen Titel zurückgewinnen könne. Der Titelkampf war für Juli 1937 angesetzt. Zum Wiegen erschien Jimmy Braddock dann allerdings nicht, weshalb ihn die New Yorker Boxkommission mit einer Strafe von 1000 US-Dollar belegte. Der wahre Hintergrund für das Fernbleiben wurde wenig später offenbar: Braddock hatte längst einen Vertrag über einen Titelkampf mit Joe Louis unterschrieben. Eine geheime Zusatzklausel sicherte ihm für die Dauer von zehn Jahren aus allen Einkünften seines Gegners eine Provision von zehn Prozent. Erwartungsgemäß siegte Joe Louis über Braddock und verteidigte anschließend seinen Titel 25-mal.
Im Juni 1938 bekam Schmeling – erneut in New York – die zweite Chance, Weltmeister zu werden, da Joe Louis einen Rückkampf gegen den einzigen Mann anstrebte, der ihn geschlagen hatte. Schmeling wurde dabei sowohl von deutscher als auch von internationaler Seite als Vertreter des inzwischen zunehmend etablierten NS-Regimes gesehen. Schmeling selbst hatte zumindest nach eigener Aussage stets Distanz zur NS-Ideologie gewahrt. Er hatte außerdem während der Novemberpogrome 1938 zwei Juden in seinem Hotelzimmer Unterschlupf gewährt und den Schwergewichtsboxer Heinz Lazek durch seine Beziehungen vor der Verhaftung wegen sogenannter „Rassenschande“ bewahrt,<ref>Interview mit einem der beiden Geretteten: Max ist ganz tief in unseren Herzen. In: Welt am Sonntag vom 5. Dezember 2004. (Am 9. Nov. 1938 bat der Vater von Henri J. und Werner Lewin (15 und 16 J.) David Lewin den mit ihm befreundeten Max Schmeling um Hilfe für seine Söhne. Schmeling holte sie für drei Tage in seine Suite im Hotel Excelsior und brachte sie danach mitten in der Nacht mit seinem Auto vorbei an Uniformierten zu ihrem Vater zurück. Vier Tage danach konnte die Familie nach Shanghai emigrieren. Der Artikel enthält auch einen Bericht von der Dankesfeier 1989 in Las Vegas. Text: Jessica Almond; abgerufen am 2. Feb. 2015.)</ref><ref>Martin Krauß: Schmeling-Nachruf: Boxer, Legende, Menschenfreund.Spiegel Online am 4. Februar 2005, abgerufen am 21. März 2013.</ref> was dem Kampf eine äußerst brisante politische Dimension verlieh. Diesmal beging Louis nicht mehr den Fehler der tiefliegenden, linken Hand, schlug lange Geraden zu Schmelings Kopf und trieb ihn gleich zu Beginn der Runde zurück. Nach rund einer Minute landete Louis einen Treffer auf Schmelings linke Niere, kurz darauf weitere entscheidende Kopftreffer. Schmeling ging mehrmals zu Boden, stand jedoch immer wieder auf, bevor der Kampf schließlich durch die Intervention von Schmelings Trainer Max Machon abgebrochen wurde. Louis gewann souverän in der ersten Runde. Dies war Schmelings letzter Boxkampf in den USA.
Am 2. Juli 1939 gewann Schmeling gegen Adolf Heuser die Europameisterschaft im Schwergewicht. Dieser Boxkampf war Schmelings vorerst letzter.
Im gleichen Jahr kaufte er das Rittergut Ponickel bei Rummelsburg in Pommern. In das kleine Gut investierte Schmeling die Erträge seiner Kämpfe, und es wurde ihm und seiner Frau zu einer Heimat.
In der unabhängigen, ewigen Computerweltrangliste BoxRec wird er als Nr. 26 der besten Boxer aller Zeiten im Schwergewicht geführt.<ref>Rangliste Schwergewichtsboxer, aufgerufen am 6. Januar 2021</ref>
Im Jahr 1940 wurde Schmeling in die Wehrmacht eingezogen und als Fallschirmjäger eingesetzt. Er sprang am 20. Mai 1941 beim ersten Angriff auf die von Großbritannien verteidigte MittelmeerinselKreta (Luftlandeschlacht um Kreta) ab und verletzte sich bei der Landung. Er wurde im Lazarett in Athen behandelt und anschließend als „nicht-kv“ (nicht-kriegsdienstverwendungsfähig) eingestuft. Für seinen Kreta-Einsatz erhielt er das Eiserne Kreuz der II. und I. Klasse und die Beförderung zum Unteroffizier.<ref>Volker Kluge: Max Schmeling: Eine Biographie in 15 Runden. Aufbau Verlag, 2001, S. 339.</ref> Es ist davon auszugehen, dass ihm für seinen Kreta-Einsatz und wegen seiner Verletzung 1941 das Verwundetenabzeichen und 1942 das Ärmelband Kreta verliehen wurde.
In einem Interview im Juni 1941 mit dem US-amerikanischen Journalisten Bill Flannery vom International News Service wurde er von diesem nach angeblichen britischen kriegsrechtswidrigen Handlungen gefragt. Schmeling antwortete, dass die Engländer an verschiedenen Plätzen die deutsche Flagge ausgelegt hätten, um deutsche Fallschirmjägereinheiten in einen Hinterhalt zu locken, aber während der eigentlichen Kampfhandlungen, soweit er das aufgrund der Kürze seines Einsatzes beurteilen konnte, faire Gegner gewesen seien. Flannery wollte daraufhin wissen, was Schmeling von den Berichten über Ausschreitungen während der Kämpfe hielte. Schmeling erwiderte, davon nichts zu wissen. Immerhin könnte er sich vorstellen, dass die einheimische Bevölkerung angesichts der Zerstörung ihrer Dörfer gegen einzelne Deutsche vorgegangen sei, aber den englischen Soldaten traue er keine Grausamkeiten zu. Zum Schluss wollte Flannery noch wissen, was Schmeling von einem möglichen Krieg zwischen Deutschland und den USA hielte. Schmeling entgegnete, dass dies für ihn einem großen Unglück gleichkäme, da er die USA als seine zweite Heimat ansehe.
Nach dem Krieg berichtete Schmeling in seinen Erinnerungen, das Interview sei groß aufgemacht gewesen und habe im Ausland wie im Inland außerordentliches Aufsehen erregt. Reichspropagandaminister Joseph Goebbels habe sogar ein Verfahren gegen ihn vor dem Volksgerichtshof angestrengt, aber als Wehrmachtsangehöriger habe er, Schmeling, der Militärgerichtsbarkeit unterstanden, und Goebbels habe deshalb nur ein Kriegsgerichtsverfahren erwirken können.<ref>Max Schmeling: Max Schmeling: Erinnerungen. Ullstein Verlag, 1977, S. 417, 418.</ref> Wenn dem so war, erfuhr die Öffentlichkeit nichts davon. In seinen Tagebüchern hatte Goebbels kommentiert, Schmeling habe „ein denkbar dummes und kindisches Interview gegeben: wenn Boxer Politik machen. Er soll lieber kämpfen als in Athen sitzen und Sprüche klopfen.“<ref>Volker Kluge: Max Schmeling. Eine Biographie in 15 Runden. Aufbau-Verlag, Berlin 2004, S. 338.</ref>
Aufgrund seiner Verletzung wurde Schmeling ab Ostern 1943 bis Ende des Krieges zum Wachdienst in Kriegsgefangenenlagern eingesetzt.
Comeback
1945 floh Max Schmeling mit seiner Frau aus Pommern und lebte ab 1946 in Hamburg. Er kam zwar wegen falscher Angaben drei Monate in Haft, galt aber nach dem Entnazifizierungs-Verfahren als unbelastet. Er erhielt am 22. Januar 1947 von der US-Militärregierung in Deutschland die Boxerlaubnis für die amerikanische Besatzungszone. Finanzielle Not zwang ihn, nach acht Jahren am 28. September 1947 wieder in den Ring zu steigen. Am 31. Oktober 1948 bestritt Max Schmeling in Berlin gegen den Hamburger Richard Vogt seinen letzten Kampf, den er nach Punkten verlor.
Schmelings Kampfstatistik liegt bei 56 Siegen in 70 Profikämpfen (40 davon durch K. o.), 10 Niederlagen und 4 Unentschieden. Dem Boxsport blieb er als Ringrichter zunächst weiterhin verbunden.
Nach der Karriere
Mit seinem großen Rivalen Joe Louis verband ihn bis zu dessen Tod 1981 eine lockere Freundschaft. Er unterstützte den finanziell in Not geratenen Louis, als dieser Steuern nachzuzahlen hatte, da die Steuerfahndung seine „politischen“ Spenden während seiner Zeit in der Armee beanstandete. Schließlich beteiligte sich Schmeling an dessen Beerdigungskosten in einer Geste menschlicher Verbundenheit.
Darüber hinaus hat er der Samtgemeinde Hollenstedt (zu der die Gemeinde Wenzendorf – in welcher er lebte – gehört) einige großzügige Spenden überlassen – z. B. hat er dem HollenstedterFreibad eine 70 m lange und 7 m hohe Wasserrutsche bezahlt und die örtlichen Sportvereine finanziell unterstützt (z. B. durch einen größeren Betrag zum Bau einer weiteren Sporthalle). 1971 wurde Max Schmeling das Große Bundesverdienstkreuz verliehen, 1977 erschien seine AutobiografieErinnerungen. Am 28. Februar 1987 starb seine Frau.
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}}</ref> Anlässlich seines 99. Geburtstags im Jahre 2004 gab die Österreichische Post eine Briefmarke mit Schmelings Porträt im Wert von 0,55 Euro heraus. Sein etwa acht Hektar großes Anwesen sollte nach seinem Tod seiner Heimatgemeinde Wenzendorf übertragen werden. Die Eheleute genossen das Landleben und betrieben neben der überregionalen Getränkeabfüllung auch eine Hühnerfarm und eine Nerzzucht.
Am 2. Februar 2005 starb Max Schmeling im Alter von 99 Jahren an einer schweren Erkältung in seinem Wohnort Wenzendorf. Die offizielle Trauerfeier fand am 1. März 2005 im Hamburger „Michel“ (St.-Michaelis-Kirche) statt. Unter den Trauergästen waren die Boxer Henry Maske und Wladimir Klitschko sowie Uwe Seeler, Michael Stich, Franz Beckenbauer, Friede Springer, Ole von Beust und Otto Schily.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof Hollenstedt neben seiner Gattin Anny Ondra.<ref>Boxlegende Max Schmeling in aller Stille beigesetzt. In: welt.de. 4. Februar 2005, abgerufen am 23. Mai 2017.</ref> Aus Anlass seines Todes gab die Österreichische Post am 1. März, dem Tag der Trauerfeier für die Box-Legende, eine Sonderbriefmarke mit dem Schmeling-Porträt von George Grosz im Wert von einem Euro heraus.
Eisernes Kreuz II. und I. Klasse 1941<ref>[5] In: welt.de. 20. Mai 2021.</ref><ref>Max Schmeling: Eine Biographie in 15 Runden, Volker Kluge, 2001, Aufbau Verlag, Seite 339</ref>
2005: Ausgabe einer Sondermarke der Deutschen Post AG aus Anlass seines 100. Geburtstages (postum)
2005: Goldene Sportpyramide (postum). Stiftung der „Max-Schmeling-Medaille“ durch den Hamburger Senat, welche seit 2005 an Unternehmen verliehen wird, die Ehrenamtliche besonders bei ihrer Tätigkeit unterstützen
2020: In Düsseldorf-Benrath wird eine Straße als Max-Schmeling-Straße eingeweiht, die nah von seinem ersten Wohnort im Rheinland liegt.
Am 6. Dezember seit 1989 Max-Schmeling-Day in Las Vegas und im US-Bundesstaat Nevada<ref>[6]</ref>
Plastiken
Ab 1932 stand Max Schmeling dem Bildhauer Josef Thorak, seinem Nachbarn in Bad Saarow-Pieskow, Modell. Dabei entstand die 3,75 m hohe Bronzeplastik „Faustkämpfer“, welche im Frühjahr 1936 auf dem Reichssportfeld (heute Olympiapark Berlin) im so genannten Anger errichtet wurde.
2006 wurde eine Bronzebüste vom Bildhauer Falko Steimer aus Torgelow für sein Geburtshaus und Gedenkstätte in Klein Luckow gefertigt.
Werke
Schriften
Mein Leben – meine Kämpfe. Grethlein, Leipzig/Zürich 1930.
8-9-aus. Copress-Verlag, München 1956.
Ich boxte mich durchs Leben. Franckh, Stuttgart 1967.
Erinnerungen. Ullstein, Berlin 1982, ISBN 3-550-07473-5.
Erinnerungen. Hörbuch. Mattscheibe Media 2008.
Carl Otto Hamann: Ein Leben auf eigene Faust. Berger-Verlag, Köln 1949.
Filmografie
1926: Ein Filmstar wird gesucht<ref>Wolfgang Fischer: Von Asta Nielsen bis Sonja Ziemann, Selbstverlag 1958, S. 56f. und Filmszene im Bildteil</ref> (Kurz-Spielfilm)
David Pfeifer: Max Schmeling – Berufsboxer, Propagandafigur. Unternehmer. Die Geschichte eines deutschen Idols. Campus, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-593-37546-X.
Hans Joachim Teichler: Max Schmeling – der Jahrhundertsportler im Dritten Reich. In: SportZeit. Sport in Geschichte, Kultur und Gesellschaft. 1, 1, 2001, S. 7–33.
Tobias Drews: Max Schmeling. Engelhorn, Stuttgart 1996, ISBN 3-87203-236-4.
Johannes Sigleur: Männer im Ring. Franckh, Stuttgart 1944, S. 76ff.
Arno Hellmis: Max Schmeling. Die Geschichte eines Kämpfers. Ullstein, Berlin 1937.
Carl Otto Hamann: Ein Leben auf eigene Faust. Berger, Köln 1949.
Hans Leip: Max und Anny: romantischer Bericht vom Aufstieg zweier Sterne. Broschek, Hamburg 1935.
Helmut Sohre: Max Schmeling: Zwei Fäuste erobern die Welt. Olympia, Nürnberg 1948.
Mathias Forster: Max Schmeling: Sieger im Ring – Sieger im Leben. Delphin, München/Zürich 1986, ISBN 3-7735-5283-1.
Max Schmeling erzählt aus seinem Leben. Berührung. Hörbuch. Unterlauf & Zschiedrich Hörbuchverlag Berlin 2003, ISBN 978-3-934384-28-6.
Oskar Beck: Schmelings verlängerter Arm. Als das deutsche Box-Idol vor 75 Jahren Joe Louis besiegte, agierte sein jüdischer Manager im Hintergrund. In: Berliner Morgenpost, 18. Juni 2011.
ARD-Legenden: Max Schmeling. Dokumentation, ARD 2003, 45 Min., Regie: Michael Wulfes
Der Kampf des Jahrhunderts. Max Schmeling gegen Joe Louis. Dokumentation, USA, 2004, 87 Min., Regie: Barak Goodman, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20080630223406
Der Kampf des Jahrhunderts – Max Schmeling gegen Joe Louis. Ein Box-Musical von Paul Graham Brown (Musik) und James Edward Lyons (Buch).<ref>Der Kampf des Jahrhunderts auf unitedmusicals.de, abgerufen am 25. November 2015</ref>
Filmische Rezeption
Im Laufe der Jahre wurde Schmeling von zahlreichen Schauspielern in Film und Fernsehen dargestellt. So wurde er unter anderem im Jahre 1953 in Der braune Bomber(The Joe Louis Story) von William Thourlby dargestellt. Während er im Fernsehfilm Ring of Passion von 1978 von Stephen Macht gemimt wurde, übernahmen in den letzten Jahren weitere Schauspieler die Rolle der ehemaligen internationalen Boxgröße. Im Fernsehfilm Rocky Marciano (1999) wurde er von Mark Simmons dargestellt, in Joe & Max (2002) übernahm Til Schweiger die Rolle. Es folgte der Einsatz von Henry Maske im Film Max Schmeling (2010).<ref>alle Film-Angaben lt. dem Max-Schmeling-Charakter-Profil in der IMDb</ref>
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