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Medienwerkstatt Franken

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Rundfunksender Die Medienwerkstatt Franken ist ein lokales Fernsehprogramm im Großraum Nürnberg. Es produziert unter eigener Senderlizenz der BLM das gleichnamigen Fensterprogramms im Rahmen von Franken Fernsehen.<ref>Medienwerkstatt. blm.de, abgerufen am 26. Januar 2023.</ref> Programmanbieter und einziger Gesellschafter des Senders ist der gleichnamige Verein Medienwerkstatt Franken e. V. Er produziert Dokumentarfilme und Reportagen mit überwiegend sozialen, kulturellen und zeitgeschichtlichen Themen.

Geschichte

Eine Gruppe politisch aktiver Studenten gründete 1981 den Verein, um ihre Ansprüche und Ziele filmisch umzusetzen und ein Gegengewicht zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu schaffen. Die Gruppe wollte ein „Sprachrohr der Betroffenen“ sein und ein Schwerpunkt ihrer Arbeit waren Filme über die Protestbewegung gegen die atomare Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf (WAA). So entstanden die Filme 18 Tage freies Wackerland (1986), WAA-Schlachten (1986), Zaunkämpfe (1986) und nach dem WAA-Aus 1989 die Filme Wackersdorf – Ein Mythos (1996) und Schreckgespenst WAA (2006).<ref>Katrin Hedemann: Kommunikation ökologischer Probleme im nonfiktionalen Film - Gesellschaftskritik und alternative Handlungsentwürfe (PDF), Uni-Siegen 2018, S. 26f.</ref><ref>Filme engagierter Dokumentarfilmer aus Bayern jetzt online auf haGalil vom 24. April 2013
(Foto aus den Anfängen der Medienwerkstatt vor dem WAA-Bauzaun)</ref>

Der Film „Noch leb ich ja“ – Ein AIDS-Kranker erzählt war 1986 einer der ersten Dokumentarfilmen zu dem Thema AIDS und HIV-Erkrankung in Deutschland. Der Film erhielt internationale Auszeichnungen und wurde bei vielen Dritten Programmen ausgestrahlt, jedoch nicht im Bayerischen Fernsehen. 1987 erhielt die Medienwerkstatt ein Nürnberg-Stipendium.

Anfang der 1990er Jahre formierte sich die Medienwerkstatt neu. Am 6. Dezember 1991 startet die Bildstörung, eine monatliche Fernsehsendung der Medienwerkstatt.<ref>Die Historie der BLM: 1991</ref> Bei der Neuordnung des lokalen Fernsehens im Herbst 2002 behält die Medienwerkstatt die Sendezeiten als Spartenanbieter beim lokalen Fernsehprogramm Franken TV (mittlerweile Franken Fernsehen) und im lokalen Fernsehfensterprogramm RTL Franken Live, die Genehmigung wurde am 19. Februar 2009 um weitere acht Jahre verlängert.<ref>Pressemitteilung 65/2002 der BLM: Medienrat genehmigt Neuordnung des lokalen Fernsehens in Nürnberg</ref><ref>Pressemitteilung 07/2009 der BLM: Medienrat verlängert Genehmigung des lokalen Fernsehens in Nürnberg</ref> Im Frühjahr 2009 bewarb sich die Medienwerkstatt um die bayerischen Regionalfenster am Wochenende auf Sat.1 (samstags) und RTL (sonntags).<ref>Pressemitteilung 32/2009 der BLM: Mehr als 30 Bewerbungen auf Neuausschreibung des landesweiten Fernsehfensters am Wochenende</ref> Die Medienwerkstatt kam hierbei nicht zum Zuge.<ref>Pressemitteilung 53/2009 der BLM: Medienrat beschließt Neuorganisation des landesweiten Fernsehfensters am Wochenende</ref>

Filme

Für ihren Sendeplatz im Franken Fernsehen produziert die Medienwerkstatt Reportagen und Dokumentationen zu vorwiegend sozialen, kulturellen und zeitgeschichtlichen Themen mit regionalem Bezug.

Darüber hinaus gibt es immer wieder besondere Projekte wie der Aufbau des „Nürnberger Videoarchivs der Erinnerung“ in Zusammenarbeit mit dem Nürnberger Institut für NS-Forschung oder ein 30-minütiger Infofilm zum Thema Down-Syndrom im Auftrag des Deutschen Down-Syndrom InfoCenter.

Auszeichnungen

Nachhaltigkeitspreis Medien

Alternativer Medienpreis

  • 2022 für Gegen das Vergessen – Der NS-Bahnhof Märzfeld von Valeska Rehm<ref>Aktueller Preis – Alternativer Medienpreis. Abgerufen am 25. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2020 für Als hätte es sie nie gegeben von Vanessa Hartman<ref>Preisträger 2020 – Alternativer Medienpreis. Abgerufen am 31. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2013 für Einmal hip, einmal hop von Stefan Gnad und Andreas Holzmüller<ref>Preisträger 2013 – Alternativer Medienpreis. Abgerufen am 31. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2011 für Ein heiliger Berg – der Hesselberg im Dritten Reich von Carolin Lano und Kurt Keerl<ref>Preisträger 2011 – Alternativer Medienpreis. Abgerufen am 31. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Journalistenpreis des Deutschen Preises für Denkmalschutz

  • 2019 für Sgraffito – Die Kratzputzkunst der Nachkriegszeit von Günther Wittmann und Robert H. Schumann<ref>Preisjahr 2019. In: Deutscher Preis für Denkmalschutz. Abgerufen am 31. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

SpardaMedienpreis

  • 2022 für Kämpferin für Vielfalt – Die vielen Leben der Ella Schindler von Judith Dauwalter und Winfried Schuhmann
  • 2016 für Der Schiri von Herbert Liedel, Lisa Kräher und Winfried Schuhmann<ref>Ehrenamt: Sparda-Stiftungspreise wurden in Nürnberg verliehen. 23. November 2016, abgerufen am 31. Januar 2023.</ref>
  • 2012 für Brückenbauer – Nürnberger Migranten im Einsatz für die Bildung von Carolin Lano

Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Preis

  • 2014 für Neues Dorf, altes Dorf von Winfried Schuhmann und Gerd Vanselow<ref name=":0">Medienwerkstatt Franken mit Preis ausgezeichnet. Abgerufen am 31. Januar 2023.</ref>
  • 2014 für Pizza international von Robert H. Schumann und Günther Wittmann<ref name=":0" />
  • 2014 für Großmarkt der Betriebsamkeit von Robert H. Schumann und Günther Wittmann<ref name=":0" />

Deutscher Regionalfernsehpreis

  • 2007 für Du hast immer ’ne Chance – Leben im Schatten der Krebsdiagnose von Michael Aue
  • 2005 für So fern und doch so nah – Begegnungen mit Autisten von Michael Aue und Winfried Schuhmann

BLM-Hörfunk und Lokalfernsehpreis

Karl-Bröger-Medaille

Weblinks

Einzelnachweise

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