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Mengersen (Adelsgeschlecht)

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Datei:Mengersen-Wappen.png
Wappen derer von Mengersen

Mengersen (früher auch Mengersheim) ist der Name eines der ältesten Rittergeschlechter des Hochstifts Paderborn. Stammsitz der Familie ist Rheder bei Brakel. Grablege ist in der Pfarrkirche St. Katharina (Rheder).

Geschichte

Ursprung

Datei:Schloss Rheder Sammlung Duncker.jpg
Schloss Rheder um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Das ursprüngliche (nicht mehr vorhandene) Stammhaus Mengersen bei Gehrden wurde bereits 1185 urkundlich erwähnt. Nach Kneschke gehörte der schon im 12. Jahrhundert auftretende Eberhard von Mengersen zur Familie.<ref>Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon Band 6, S. 233.</ref> Er wird als Zeuge bei einem Vergleich zwischen Heinrich dem Löwen und dem Stift Paderborn genannt. Am 12. Januar 1273 erscheint das Geschlecht erstmals urkundlich mit Hermann von Mengersen,<ref>Westfälisches Urkundenbuch IV, Nr. 1299.</ref> mit dem auch die Stammreihe beginnt. Im 13. Jahrhundert waren die Mengersen ebenso wie die Ibsen, von Juden Burgherren der Burg Borgholz. Die Mengersen waren neben den Rabe von Pappenheim, Rabe von Canstein und anderen auch Burgmänner auf der Burg Wartberch in Warburg, die zum Hochstift Paderborn gehörte. Hermann von Mengersen (1316–1346), Abt von Marienmünster, ließ Vörden befestigen, erbaute die Burg Vörden, und befestigte auch Bredenborn mit der 1332 vollendeten Burg. Um 1400 erhielten sie Schloss Rheder als paderbornisches Lehen.

Ausbreitung

Im Hochstift Paderborn sind die Mengersen erst spät zu einer der ersten Familien aufgestiegen und trugen den Ehrentitel des „Erbtormeisters“. Anders als die von der Asseburg, von Brenken, von Oeynhausen, von Spiegel und von Westphalen gehörten sie im 17. Jahrhundert noch nicht zur ersten Reihe der paderbornischen Ritterschaft. Sie erlangten jedoch verschiedene Pfründen der geistlichen Gebiete Nordwestdeutschlands, darunter die Stellungen als Drost der Samtämter Oldenburg und Schwalenberg sowie des Amtes Lügde.

Mit Burchard Bruno von Mengersen, der im Hochstift Münster als Geheimer Rat eine bedeutendere politische Rolle spielte, änderten sich die Verhältnisse. Er heiratete 1700 Maria Therese von Hoerde zu Eringerfeld. Einen finanziellen Aufstieg schaffte hingegen Brunos Enkel Clemens August von Mengersen durch seine Vermählung mit Maria Anna Felicitas von Westphalen. Die Familie von Westphalen gehörte zu den einflussreichsten und begütertsten des Hochstifts. In der Folge konnten die Mengersen ihren Stammsitz im oberwaldischen Rheder zu einem künstlerisch und architektonisch bedeutsamen Ort ausbauen. Mit Josef Bruno von Mengersen starb die Linie Rheder 1873 im Mannesstamm aus und Schloss Rheder kam per Erbgang an die Freiherren Spiegel von und zu Peckelsheim, die es bis heute besitzen.

1584 wurde der Landdrost Hermann von Mengersen mit dem Wasserschloss Hülsede belehnt, das bis heute im Besitz seiner Nachkommen geblieben ist. Ferner bewirtschaften die Freiherren von Mengersen bis heute das Gut Helpensen bei Hameln.

Es bestanden im 19. Jahrhundert weitere gräfliche Linien im Regierungsbezirk Merseburg des Königreiches Preußen und im Königreich Hannover. Weitere Linien sind mit dem Deutschen Orden nach Livland übersiedelt.<ref>Neues Preußisches Adelslexikon. Band 3, S. 393.</ref>

Standeserhebungen

Aus dem Haus Rheder wurde Wilhelm Bruno Freiherr von Mengersen, königlich preußischer Kammerherr und Landdrost, am 17. Januar 1816 zu Berlin in den preußischen Grafenstand erhoben.

Am 3. Februar 1912 zu Wien erhielt Hermann Armin Freiherr von Mengersen auf Reelkirchen, k.u.k. Rittmeister in der königlich ungarischen Leibgarde, eine Ungarische Anerkennung des Baronats und am 30. Mai 1913 eine fürstlich lippische Bestätigung zur Führung des Freiherrentitels für die Deszendenz seines Vaters August Freiherr von Mengersen († 1907), königlich ungarischer Oberst im Ruhestand.

Victor Freiherr von Mengersen (* 5. November 1956; † 18. August 2012 in Bad Vilbel) aus dem Haus Helpensen erhielt am 25. Januar 1951 eine adelsrechtliche Nichtbeanstandung zur Führung des Freiherrentitels durch Beschluss des Ausschusses für adelsrechtliche Fragen der Deutschen Adelsverbände.

Wappen

Das Stammwappen zeigt in Gold einen offenen roten Flug, dessen Flügel unten durch einen goldenen Ring zusammengehalten werden. Auf dem Helm mit rot-goldenen Decken das Schildbild.

Stammliste der Familie

Auswahl<ref>Nach Keinemann 1996 Bd. 2: 387.</ref> Vorlage:Stammbaumliste

Bedeutende Namensträger

Siehe auch

Literatur

  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band VIII, Band 113 der Gesamtreihe. C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1997, {{#invoke:URIutil|{{#ifeq:1|1|linkISSN|targetISSN}}|0435-2408|0}}{{#ifeq:1|0|[!]

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  • Detlev Hellfaier: Adel, Gruft und Denkmalpflege. Untersuchungen zur Sicherung des Erbbegräbnisses in der Kirche zu Schwalenberg in den Jahren 1922–1925 und zur Geschichte der Familie von Mengersen. In: Hans-Otto Pollmann, Imke Tappe-Pollmann (Hrsg.): Leben mit Geschichte. Festschrift für Friedrich Hohenschwert. Detmold 1996, S. 135–154 (= Schriftenreihe des Lipp. Landesmuseums. Band 5).
  • Ida Gräfin von Holnstein, geb. von Mengersen: Die Geschichte der Familie von Mengersen. Paderborn 1903; {{#invoke:Vorlage:URN|f|errHide=1|errNS=0|errClasses=error editoronly|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:URN}}{{#if: | Vorlage:URN – Parameter 3= wird nicht mehr unterstützt; bitte verwende resolver=}}.
  • {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}; Band II, S. 305ff (Die Freiherren von Mengersen).
  • Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 5, Friedrich Voigt’s Buchhandlung, Leipzig 1864, S. 24. (Digitalisat)
  • A. H. Mengersen: Entwurf eines Stammbaumes der Familie von Mengersen. Jena 1899.
  • J. Meyer: Geschichte des Geschlechts von Mengersen. (= Beiträge zur Deutschen Familiengeschichte. 15). Leipzig 1937.
  • Ahnenliste Goldacker in RzD, dort von Mengersen, Beginn Band 7, S. 54 und ff
  • Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues preussisches Adelslexicon. Band 3, Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1837, S. 392–393. (Digitalisat)
  • Michael Mott: Ofenplatte des Wilhelm von Mengersen aufgefunden. In: Buchenblätter. Fuldaer Zeitung. 64. Jahrg., Nr. 25, 30. Oktober 1991, S. 97, 98.
  • Vorlage:SammlungDunckerGrafik
  • Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 88 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 212 (uni-duesseldorf.de).

Quellen

  • Mengersen, von, Reelkirchen (Depositum), Familien- und Gutsarchiv (7 Urkunden, Lehnbriefe, u. a. 51 Kartons), StA DT Bestand L 4 N und L 114 von Mengersen

Weblinks

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Einzelnachweise

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