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Menthon

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{{#if: beschäftigt sich mit der chemischen Verbindung Menthon. Für weitere Bedeutungen von Menthon siehe Menthon (Begriffsklärung).

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Menthon (Betonung auf der zweiten Silbe: Menthon) ist ein monocyclisches Monoterpen-Keton.

Vertreter

Es gibt zwei enantiomere Menthone, das (2S,5R)-(−)-Menthon [auch kurz als (−)-Menthon bezeichnet] sowie das (2R,5S)-(+)-Menthon [auch kurz als (+)-Menthon bezeichnet].

Im Menthon sind die Substituenten am Cyclohexanonring trans-ständig angeordnet, die Isomere mit cis-Konfiguration werden als Isomenthon bezeichnet.

Enantiomere von Menthon
Name (−)-Menthon (+)-Menthon
Andere Namen (2S,5R)-(−)-Menthon
L-Menthon
(2R,5S)-(+)-Menthon
D-Menthon
Strukturformel Datei:Menthone both enantiomers.svg
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN
Vorlage:CASRN (Racemat)
EG-Nummer 237-926-1 222-227-6
ECHA-Infocard Vorlage:ECHA Vorlage:ECHA
PubChem Vorlage:PubChem Vorlage:PubChem
FL-Nummer 07.176 (Isomerengemisch)
Wikidata Q424902 Q27105203

Vorkommen

(−)-Menthon findet sich im Geraniumöl und im Pfefferminzöl.

Datei:Pfefferminze natur peppermint.jpg
Pfefferminze (Mentha × piperita) enthält (−)-Menthon.

(+)-Menthon ist zusammen mit (−)-Isomenthon der Hauptbestandteil des Buchublätteröl (Agathosma betulina).

Gewinnung und Darstellung

Menthon lässt sich durch Oxidation von Menthol herstellen. Die einfachste Oxidation ist die Umsetzung mit Kaliumdichromat in Schwefelsäure.<ref>H. C. Brown, C. P. Garg: A simple procedure for the chromic acid oxidation of alcohols to ketones of high purity. In: J. Am. Chem. Soc. Band 83, Nr. 13, 1961, S. 2952–2953.</ref>

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Menthon ist eine farblose Flüssigkeit mit Minzgeruch. Die Verbindung erstarrt bei −6 °C und siedet bei Normaldruck bei ungefähr 210 °C. Das Racemat siedet bei 207 °C. Beide Enantiomere sind in Wasser mit 308 mg·l−1 nur schwer<ref name="Ajisaka" /> aber gut in Ethanol löslich und haben eine Dichte von 0,89 g·cm−3. Der Flammpunkt der Enantiomeren liegt bei 72 °C, der des Racemats bei 69 °C.

Analytik

Die zuverlässige qualitative und quantitative Bestimmung von Menthon gelingt nach angemessener Probenvorbereitung durch die Kopplung der Gaschromatographie mit der Massenspektrometrie in Verbindung mit der Dampfraumanalyse. So kann auch in der forensischen Analytik der Gebrauch von menthonhaltigen alkoholischen Getränken sicher festgestellt werden.<ref>K. Schulz, M. Bertau, K. Schlenz, S. Malt, J. Dressler, D. W. Lachenmeier: Headspace solid-phase microextraction-gas chromatography-mass spectrometry determination of the characteristic flavourings menthone, isomenthone, neomenthol and menthol in serum samples with and without enzymatic cleavage to validate post-offence alcohol drinking claims. In: Anal Chim Acta. Band 646, Nr. 1-2, 30. Jul 2009, S. 128–140. PMID 19523566</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />